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Stürmung des jüdischen Geschäftes in Paris | Bildquelle: REUTERS

Nach "Charlie Hebdo"-Anschlag Ein dramatischer Tag

Stand: 10.01.2015 00:17 Uhr

Die Geiselnahmen in Dammartin-en-Goele und Paris sind beendet. Sowohl die beiden Hauptverdächtigen des Anschlags auf "Charlie Hebdo" - die Brüder Kouachi - als auch ein weiterer Attentäter ist tot. Vier Geiseln kamen ums Leben. Die Ereignisse dieses dramatischen Tages können Sie hier nachlesen.

Der Nachrichtenticker endet nun

09.01.2015 23:54 Uhr

Mit der Pressekonferenz des Staatsanwalts in Paris schließen wir nun diesen Nachrichtenticker. Wir danken für Ihr Interesse und wünschen Ihnen - trotz der dramatischen Ereignisse dieses Tages - eine gute und erholsame Nacht.

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Staatsanwalt informiert über Einzelheiten der Geiselnahmen

09.01.2015 23:45 Uhr

In einer Pressekonferenz hat die Staatsanwaltschaft Paris über die Geschehnisse des Tages informiert. Der leitende Staatsanwalt Francois Molins teilte folgende - bislang nicht bekannte oder nicht bestätigte - Einzelheiten mit:

Geiselnahme in der Druckerei in Dammartin-en-Goele:

1. Offenbar kam es direkt nach der Ankunft der beiden Brüder in dem Industriegebiet von Dammartin-en-Goele zu einer Schießerei zwischen den Brüdern Kouachi auf der einen und Sicherheitskräften auf der anderen Seite. Dabei sei einer der Brüder verletzt worden, so Molins. Anschließend hätten sich die beiden Terroristen in der Druckerei verschanzt.

2. Der Staatsanwalt bestätigte zudem, dass sich einer der Mitarbeiter im Gebäude versteckt hielt und die Polizei informierte.

3. Um kurz vor 17 Uhr habe sich die Tür der Druckerei geöffnet und die beiden Attentäter seien herausgestürmt. Sie hätten sofort das Feuer auf die Sicherheitskräfte eröffnet. Zwei Polizisten seien leicht verletzt worden.

4. Bei einer anschließenden Durchsuchung des Gebäudes seien zwei Kalaschnikows, zwei automatische Pistolen, Munition und eine Granate sichergestellt worden.

Geiselnahme in dem Supermarkt in Paris:

1. Bei der Erstürmung des Gebäudes in Paris seien mehrere Polizisten verletzt worden, sagte der leitende Staatsanwalt.

2. Nach dem Polizeieinsatz seien vier Leichen entdeckt worden. Vorbehaltlich der Autopsie könne mit ziemlicher Sicherheit davon ausgegangen werden, dass diese Menschen nicht während des Zugriffs der Sicherheitskräfte, sondern bereits vorab von dem Geiselnehmer getötet worden seien. Alle anderen Geiseln seien gesund und sicher entkommen.

3. Der Attentäter sei mit einer Kalaschnikow bewaffnet gewesen, anschließend seien noch zwei Pistolen und Sprengstoff gefunden worden, an dem zum Teil bereits Zünder angebracht gewesen seien.

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Waren die vier Geiseln bereits vor der Erstürmung tot?

09.01.2015 22:48 Uhr

Die Nachrichtenagentur AFP hat das Telefoninterview des Geiselnehmers Amedy Coulibaly mit dem Sender BFMTV im Wortlaut veröffentlicht. Demnach antwortete der Islamist auf die Frage, wie viele Menschen sich in dem Supermarkt befinden: "Es gibt vier Tote und 16 Personen mit Kind, das macht 17 mit einem Kind (Coulibaly spricht mit jemandem). Er sagt, dass acht Frauen hier sind." Sollte diese Information stimmen, würde das bedeuten, dass die vier Geiseln bereits tot waren als die Polizei das Geschäft stürmte. Das ganze Transkript des Interviews zum Nachlesen finden Sie hier:

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Attentäter hat offenbar Freunde zu Gewalttaten aufgefordert

09.01.2015 22:36 Uhr

Nach Informationen von ARD-Korrespondentin Ellis Fröder hat der Attentäter Amedy Coulibaly vor der Erstürmung des Supermarktes durch die Polizei in Paris mehrere Freunde angerufen. Er habe sie aufgefordert, ebenfalls Gewalttaten zu begehen.

Ellis Fröder, ARD Paris, zur Situation in Frankreich
tagesthemen 22:15 Uhr, 09.01.2015

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Phoenix überträgt Pressekonferenz der Pariser Polizei

09.01.2015 22:01 Uhr

Ab ca. 22:35 Uhr überträgt Phoenix die Pressekonferenz der Pariser Polizei zu den Geschehnissen des Tages.

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"Le Figaro": Attentäter traf 2009 mit dem damaligen Präsidenten Sarkozy zusammen

09.01.2015 21:51 Uhr

"Le Figaro" berichtet unter Berufung auf einen "Parisien"-Artikel , dass der Attentäter Amedy Coulibaly im Jahr 2009 den damaligen französischen Präsidenten Nicolas Sarkozy getroffen habe. Damals habe Coulibaly bei Coca-Cola gearbeitet, er und weitere junge Fabrikarbeiter seien im Rahmen einer Konferenz über Arbeitsmarktfragen in den Elysee-Palast eingeladen worden.

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Hollandes Rede in ganzer Länge

09.01.2015 21:10 Uhr

Auf der Internetseite des Elysee-Palastes findet sich ein Video der Ansprache von Präsident Francois Holland in ganzer Länge. (frz.)

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Französische Polizei sucht weiter nach mutmaßlicher Freundin Coulibalys

09.01.2015 20:57 Uhr

Die französische Polizei ist weiter auf der Suche nach der mutmaßlichen Lebensgefährtin von Amedy Coulibaly, dem Geiselnehmer, der bei der Erstürmung des jüdischen Supermarktes getötet worden ist. Am Donnerstag soll Coulibaly in Paris eine Polizistin erschossen haben. Die Freundin des Terroristen werde in diesem Zusammenhang gesucht, meldete dpa. Von Coulibaly und seiner Freundin hatte die französische Polizei am Freitag Fahndungsbilder veröffentlicht. Bisher gibt es aber offenbar keine Hinweise auf eine Tatbeteiligung der Frau.

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Obama: "Wir stehen an der Seite Frankreichs"

09.01.2015 20:45 Uhr

US-Präsident Barack Obama hat Solidarität mit Frankreich bekundet. Er betonte bei einem Besuch in Knoxville, dass Frankreich der älteste Verbündete der USA sei. "Wir stehen heute an Eurer Seite, und wir stehen morgen an Eurer Seite", sagte der Präsident.

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Coulibaly legte offenbar Telefon nicht richtig auf

09.01.2015 20:38 Uhr

Nach Aussage von ARD-Korrespondentin Ellis Fröder hat der Geiselnehmer in dem jüdischen Supermarkt, Amedy Coulibaly, offenbar einen Fehler gemacht. Er habe nach dem Interview mit BFMTV versehentlich das Telefon nicht richtig aufgelegt, so Fröder. Die Polizei habe deshalb mithören können, was in dem Laden passiert sei. Als Coulibaly begonnen habe zu beten, hätten die Sicherheitskräfte das Gebäude gestürmt.

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Hollande bestätigt, dass vier Geiseln getötet wurden

09.01.2015 20:16 Uhr

Frankreichs Präsident Francois Hollande hat bestätigt, dass bei der Erstürmung des jüdischen Lebensmittelgeschäftes vier Geiseln getötet worden sind. Die Geschehnisse der vergangenen Tage und Stunden seien eine "Tragödie für die Nation", so Hollande in einer Fernsehansprache.

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Entführer gaben Telefoninterviews

09.01.2015 20:11 Uhr

Der Fernsehsender BFMTV teilte mit, dass zwei der drei Entführer ihm vor dem Zugriff der Polizei Telefoninterviews gegeben hätten. Auszüge wurden auf der Internetseite des Senders veröffentlicht. Laut Berichten sagte Amedy Coulibaly darin, er habe sich mit den Brüdern Cherif und Said Kouachi abgesprochen. Die beiden sollten das Satireblatt "Charlie Hebdo" angreifen, und er wollte Polizisten ins Visier nehmen. Er habe seine Instruktionen von der Terrormiliz Islamischer Staat bekommen. Chérif Kouachi sagte den Angaben zufolge im Gespräch mit BFMTV, er sei von Al Kaida im Jemen angeworben worden. Anwar al Awlaki habe ihn finanziert. Der jemenitische Terrorist mit US-Pass war jahrelang Vordenker des Terrornetzwerkes Al Kaida auf der arabischen Halbinsel und wurde im September 2011 im Jemen getötet.

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Chronologie der Ereignisse

09.01.2015 19:59 Uhr

Nach dem Terrorangriff auf die Satirezeitschrift "Charlie Hebdo" am Mittwoch befand sich Frankreich mehr als zwei Tage lang im Ausnahmezustand. Hier noch einmal eine Chronologie der Ereignisse.

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Auch Merkel nimmt an Trauermarsch teil

09.01.2015 19:52 Uhr

Auch Bundeskanzlerin Angela Merkel nimmt am Sonntag an dem Trauermarsch für die Opfer der islamistischen Anschläge in Paris teil. Das teilte das französische Außenministerium in Paris mit.

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Kouachi und Coulibaly lernten sich im Gefängnis kennen

09.01.2015 19:39 Uhr

Cherif Kouachi, der jüngere der beiden Brüder, hatte den Pariser Geiselnehmer Amedy Coulibaly laut AFP vor mehreren Jahren im Gefängnis kennengelernt. Beide sollen später an Plänen beteiligt gewesen sein, den inhaftierten Islamisten Smaïn Aït Ali Belkacem zu befreien. In dieser Sache wurde Coulibaly Ende 2013 zu einer Haftstrafe verurteilt, die Ermittlungen gegen Kouachi wurden dagegen eingestellt.

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Cameron, Rajoy, Renzi und Tusk nehmen an Solidaritätsmarsch teil

09.01.2015 19:20 Uhr

Großbritanniens Premierminister David Cameron, Spaniens Ministerpräsident Mariano Rajoy, Italiens Regierungschef Matteo Renzi und EU-Ratspräsident Donald Tusk nehmen am Sonntag am Solidaritätsmarsch für die Opfer des Anschlags auf das Satiremagazin "Charlie Hebdo" in Paris teil.

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Attentäter eröffneten laut AFP das Feuer

09.01.2015 19:01 Uhr

Nach AFP-Informationen stürmten die Brüder Cherif und Said Kouachi gegen 17 Uhr aus der Druckerei und eröffneten das Feuer auf die Polizisten. Dies könnte möglicherweise als ein weiterer Beleg dafür gewertet werden, dass sie gar nicht wussten, dass sich eine Geisel in dem Gebäude befand.

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Pressekonferenz um 22:30 Uhr

09.01.2015 18:49 Uhr

Nach dem Ende der beiden Geiselnahmen hat der ermittelnde Staatsanwalt François Molins eine Pressekonferenz für 22:30 Uhr angekündigt. Zuvor will sich Präsident François Hollande um 20:00 Uhr in einer Fernsehansprache an das französische Volk richten.

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Brüder wussten möglicherweise nicht, dass sie eine Geisel hatten

09.01.2015 18:42 Uhr

Möglicherweise wussten die beiden Brüder Cherif und Said Kouachi gar nicht, dass sie eine Geisel in ihrer Gewalt hatten. ARD-Korrespondent Mathias Werth berichtet, laut französischen Medienberichten habe sich der Grafiker in einem Karton versteckt gehalten. Von dort aus habe er vermutlich auch die Polizei per SMS über das Geschehen informiert.

Matthias Werth zum Ende der Geiselnahme in einer Druckerei
tagesschau extra 18:00 Uhr, 09.01.2015

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Video-Aufnahmen der Polizeieinsätze

09.01.2015 18:32 Uhr

Sehen Sie hier Aufnahmen der Erstürmung des Gebäudes in Dammartin-en-Goele sowie des jüdischen Lebensmittelladens in Paris.

Polizei beendet Geiselnahmen
tagesschau 18:00 Uhr, 09.01.2015, Philipp Glitz, ARD Paris

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Offenbar vier Geiseln in Pariser Supermarkt getötet

09.01.2015 18:07 Uhr

Laut ARD-Korrespondentin Ellis Fröder wurden bei der Erstürmung des Supermarktes in Paris offenbar vier Geiseln getötet. Eine offizielle Bestätigung der Polizei liege bislang aber noch nicht vor.

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"Le Monde": Geiselnehmer identifiziert

09.01.2015 18:04 Uhr

Laut "Le Monde" wurden die getöteten Geiselnehmer inzwischen identifiziert. Wie vermutet handele es sich um die Brüder Cherif und Said Kouachi (Dammartin-en-Goele) sowie Amedy Coulibaly (Paris). Coulibaly habe gestern auch die Polizistin erschossen.

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Extraausgabe der tagesschau um 18 Uhr

09.01.2015 17:45 Uhr

Das Erste sendet von 18:00 bis 18:50 Uhr eine Extraausgabe der tagesschau zu den Ereignissen in Frankreich.

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Einige Geiseln überleben Erstürmung des Supermarktes

09.01.2015 17:41 Uhr

Einige der Geiseln haben die Erstürmung des jüdischen Geschäftes in Paris überlebt. AFP veröffentlichte ein Foto, auf dem zu sehen ist, wie die Befreiten von Sicherheitskräften aus dem Supermarkt geführt werden. Bislang ist noch unklar, ob alle Festgehaltenen überlebt haben.

Polizei mit befreiten Geiseln in Porte-de-Vincennes

Polizei mit befreiten Geiseln in Porte-de-Vincennes

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Offenbar auch Geiselnehmer in jüdischem Geschäft getötet

09.01.2015 17:36 Uhr

Die Zeitungen "Le Monde" und "Le Figaro" berichten übereinstimmend, dass auch der Geiselnehmer in dem Pariser Supermarkt bei einer Erstürmung durch die Polizei getötet worden sei. Über die Geiseln gibt es noch keine gesicherten Informationen.

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Attentäter in Dammartin-en-Goele offenbar getötet - Geisel laut dpa frei

09.01.2015 17:26 Uhr

Laut Nachrichtenagentur AFP und der Zeitung "Le Monde" sind die beiden mutmaßlichen "Charlie Hebdo"-Attentäter bei dem Polizei-Einsatz in Dammartin-en-Goele getötet worden. Die Geisel soll nach dpa-Informationen befreit worden sein.

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Zugriff auch in Paris?

09.01.2015 17:21 Uhr

Laut ARD-Korrespondentin Ellis Fröder ist es auch in Paris offenbar zu einem Zugriff gekommen. Gesicherte Informationen lägen jedoch noch nicht vor. Der Gewalttäter, der in einem jüdischen Supermarkt mindestens sieben Menschen festhält, hatte mit der Ermordung seiner Geiseln gedroht, falls die Polizei in Dammartin-en-Goele das Gebäude stürme.

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Gebäude in Dammartin-en-Goele offenbar gestürmt

09.01.2015 17:08 Uhr

Der Schusswechsel in Dammartin-en-Goele ist laut ARD-Korrespondent Mathias Werth beendet. Dieser habe minutenlang gedauert, es sei auch Rauch über dem Gebäude aufgestiegen. "Alles spricht dafür, dass die Polizei jetzt zugegriffen hat", so Werth. Weitere Einzelheiten sind derzeit noch nicht bekannt.

Rauch über der Druckerei in Dammartin

Rauch über der Druckerei in Dammartin

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Schusswechsel in Dammartin-en-Goele

09.01.2015 16:59 Uhr

Laut ARD-Korrespondent Mathias Werth sind in Dammartin-en-Goele "etliche Schüsse" gefallen.

Matthias Werth, ARD, zur aktuellen Lage in Dammartin-en-Goële
tagesschau 17:00 Uhr, 09.01.2015

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AP: Laut jemenitischen Angaben hat einer der Geiselnehmer dort gekämpft

09.01.2015 16:40 Uhr

Nach Informationen der Nachrichtenagentur AP soll einer der beiden Terrorverdächtigen im Fall "Charlie Hebdo" nach jemenitischen Angaben dort für das Terrornetzwerk Al Kaida gekämpft haben. Der heute 34-jährige Said Kouachi sei bis 2012 im Jemen gewesen, zitiert AP Sicherheitsbeamte des Landes.

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Treffen von Hollande und Merkel abgesagt

09.01.2015 16:30 Uhr

Das für Sonntag geplante Arbeitsessen des französischen Präsidenten François Hollande mit Bundeskanzlerin Angela Merkel in Straßburg ist nach der Eskalation der Gewalt in Frankreich abgesagt worden. Ein neuer Termin werde gesucht, sagte ein Sprecher von EU-Parlamentspräsident Martin Schulz. Schulz hatte zu dem informellen Treffen eingeladen.

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Schließung aller Geschäfte im jüdischen Viertel Marais

09.01.2015 16:24 Uhr

Wegen der Terrorgefahr hat die französische Polizei die Schließung aller Geschäfte im jüdischen Viertel Marais in der Pariser Innenstadt angeordnet. Dies teilte die Stadtverwaltung mit.

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Freies Geleit für Geiselnehmer in Dammartin-en-Goele gefordert?

09.01.2015 16:14 Uhr

Nach Informationen des ARD-Korrespondenten Mathias Werth hat der Geiselnehmer, der in Paris mehrere Menschen in seiner Gewalt hält, offenbar freies Geleit für die Geiselnehmer in Dammartin-en-Goele gefordert. Laut ARD-Korrespondentin Ellis Fröder liegt dafür bislang jedoch keine offizielle Bestätigung vor.

Matthias Werth, ARD, zur aktuellen Lage in Dammartin-en-Goële
09.01.2015, tagesschau 16:00 Uhr

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Das Erste sendet einen Brennpunkt

09.01.2015 15:55 Uhr

Auch heute Abend sendet das Erste um 20:15 Uhr einen 30-minütigen Brennpunkt zu den Geschehnissen in Frankreich.

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Coulibaly erst vor zwei Monaten aus Haft entlassen

09.01.2015 15:24 Uhr

Laut ARD-Korrespondentin Ellis Fröder ist der mutmaßliche Geiselnehmer von der Porte de Vincennes, Amedy Coulibaly, erst vor zwei Monaten aus der Haft entlassen worden. Er war zu vier Jahren Gefängnis verurteilt worden.

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Innenministerium dementiert: Keine Opfer in Paris

09.01.2015 15:08 Uhr

Das französische Innenministerium hat Medienberichte dementiert, nach denen zwei Geiseln in dem jüdischen Lebensmittelladen getötet worden seien. Laut Polizei wurde ein Mensch schwer verletzt. ARD-Korrespondentin Ellis Fröder berichtet, dass es sich bei den Geiselnehmern möglicherweise um ein Ehepaar handelt. Nach beiden Personen wird gefahndet.

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Fröder: Täter kannten sich

09.01.2015 15:04 Uhr

Der Geiselnehmer von Paris soll der 32-jähriger Amedy Coulibaly sein. Laut Ellis Fröder aus dem ARD-Studio in Paris kannte er die beiden Brüder Kouachi. Sie berichtet von fünf Geiseln, eine Frau soll gefesselt am Boden liegen.

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Möglicher Zusammenhang der Taten

09.01.2015 14:48 Uhr

Die französische Zeitung "Le Monde" hat in einer Grafik mögliche Zusammenhänge zwischen den verschiedenen Taten aufgearbeitet

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Französische Polizei sucht Zeugen

09.01.2015 14:43 Uhr

Mit diesem Plakat suchen die französischen Sicherheitsbehörden zwei neue Verdächtige. Amedy Coulibaly soll für die tödlichen Schüsse auf die Polizistin in Montrouge verantwortlich sein.

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Chef der Sicherheitsbehörden auf dem Weg zum zweiten Tatort

09.01.2015 14:29 Uhr

Der französische Präsident François Hollande hat den Chef der Sicherheitsbehörden zum Tatort im Osten von Paris entsandt. Das bestätigte ein Mitarbeiter des Präsidialamts der Nachrichtenagentur AP.

Karte Paris mit Porte de Vincennes

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Offenbar zwei Tote Geiseln in Paris

09.01.2015 14:22 Uhr

Laut France 2 und AFP sind zwei Geiseln in dem Lebensmittelladen im Osten von Paris getötet worden

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Tagesschau-Extra um 16 Uhr

09.01.2015 14:12 Uhr

Frankreich hält den Atem an. In Paris und in Dammartin-en-Goele gab es Schießereien und jeweils eine Geiselnahme. Zu den Vorfällen in unserem Nachbarland sendet die Tagesschau eine Extra-Ausgabe. Von 16:00 - 17:15 Uhr informieren wir Sie.

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Polizei riegelt Gebiet ab

09.01.2015 14:06 Uhr

Ein Journalist von France TV Info ist im Osten von Paris. Er berichtet, dass die Polizei das Gebiet um die Metrostation Porte des Vincennes abgeriegelt hat. Unweit der Haltestelle hat ein Mann mindestens fünf Geiseln in einem jüdischen Lebensmittelladen genommen.

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Mindestens fünf Geiseln in Paris

09.01.2015 14:01 Uhr

In dem angegriffenen jüdischen Lebensmittelgeschäft im Osten von Paris werden mindestens fünf Menschen als Geiseln festgehalten. Das verlautete aus französischen Ermittlerkreisen. Der Angreifer ist vermutlich der Mann, der am Donnerstag am südlichen Stadtrand von Paris eine Polizistin erschossen hatte.

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Informationen über neuen Anschlag

09.01.2015 13:50 Uhr

Laut Informationen der französischen Zeitung "Le Monde" hält es das französische Innenministerium für "möglich", dass der Täter des zweiten Anschlags in Paris identisch mit dem Mann sei, der am Mittwoch eine Polizistin in Montrouge getötet hat.

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Neue Schießerei in Paris

09.01.2015 13:36 Uhr

Ein neuer Schauplatz der Gewalt: Im Osten von Paris hat ein bewaffneter Mann am Freitag in einem Lebensmittelladen für koschere Produkte um sich geschossen und mindestens eine Geisel genommen. Der Täter könnte der Mann sein, der am Donnerstag südlich von Paris eine Polizistin erschossen hatte, hieß es aus Ermittlerkreisen. Der Vorfall ereignete sich in der Porte de Vincennes.

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Zivilist berichtet von Kontakt mit Geiselnehmer

09.01.2015 13:27 Uhr

Der Radiosender France Info hat mit einem Augenzeugen gesprochen. Der Handelsvertreter sei am Morgen zu einem Termin in der Lagerhalle erschienen. Dort habe er einen schwer bewaffneten Mann zusammen mit dem Chef der Fabrik getroffen. "Mein Kunde sagte, ich solle wieder gehen. Auch der Mann, der sich als Polizist ausgab, sagte: 'Gehen Sie. Wir werden sowieso keine Zivilisten töten.' Das hat mich sehr stutzig gemacht und ich hab dann beschlossen, die Polizei zu rufen. Ich denke, das war einer der Terroristen", sagte der Augenzeuge France Info.

Dammartin-en-Goële

In dieser Lagerhalle in Dammartin-en-Goële halten die mutmaßlichen Attentäter auf die Redaktion von "Charlie Hebdo" mindestens eine Geisel gefangen.

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Zusammenhang zwischen Attentat in Paris und getöteter Polizistin

09.01.2015 12:59 Uhr

Laut einem französischen Polizeivertreter gibt es eine "Verbindung" zwischen dem Attentat auf die Zeitung "Charlie Hebdo" und dem Angriff auf eine Polizistin in Montrouge. Das berichtet die Nachrichtenagentur AFP.

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De Maizière: Attentäter von Paris auch auf "Schengen-Liste"

09.01.2015 12:38 Uhr

Bundesinnenminister Thomas de Maizière hat bestätigt, dass die mutmaßlichen Attentäter von Paris nicht nur auf der Flugverbotsliste der USA standen, sondern auch auf der so genannten Schengen-Liste zur Beobachtung ausgeschrieben waren.

Der Bundesinnenminister sagte im Interview für den "Bericht aus Berlin", dass es jetzt herauszufinden gelte, ob die bisher üblichen Maßnahmen ausreichend seien. "Ich möchte ein klares Plädoyer für die Zusammenarbeit der Nachrichtendienste auch mit den USA aussprechen."

Innenminister de Maizière

Innenminister de Maizière

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ARD-Korrespondentin Fröder zur aktuellen Lage

09.01.2015 12:23 Uhr

ARD-Korrespondentin Fröder berichtet von den neusten Entwicklungen und den Reaktionen aus Paris

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"Das ist Al Kaida aus dem Jemen"

09.01.2015 12:18 Uhr

Der Besitzer des zweiten Fluchtautos hat laut "Le Monde" mit den Verdächtigen gesprochen. "Wenn dich die Medien fragen, sage ihnen, das ist Al Kaida aus dem Jemen." Er beschrieb die Beiden als sehr ruhig.

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Hollande: "Wir wussten, dass etwas geschehen konnte"

09.01.2015 12:11 Uhr

Frankreichs Staatspräsident François Hollande erklärte gerade, dass alles zum Schutz der Franzosen getan werden müsse. Die nach dem Attentat mit zwölf Toten erhöhte Sicherheitsstufe im Großraum Paris und in Teilen Nordfrankreichs diene auch dazu, beruhigend zu wirken, sagte Hollande. Terrordrohungen gegen Einrichtungen im Land seien nicht neu, fügte Hollande an. "Wir wussten, dass jederzeit etwas geschehen konnte". In der vergangenen Monaten seien mehrere Attentatspläne durchkreuzt worden.

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Krankenwagen vorgefahren

09.01.2015 12:07 Uhr

Laut ARD-Korrespondent Werth sind gerade Rettungswagen beim Ort der Geiselnahme angekommen. Dies deute daraufhin, dass etwas bevorstehe. Weitere Informationen von der Polizei gibt es derzeit aber nicht.

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Geiselnehmer offenbar nicht verhandlungsbereit

09.01.2015 11:46 Uhr

ARD-Korrespondent Mathias Werth ist in der Nähe von Dammartin-en-Goele. Er berichtet aus einem Gespräch mit der Polizei, dass sich die Geiselnehmer in den Verhandlungen offenbar nicht kooperativ zeigen. Sie sollen gesagt haben, dass sie den "Märtyrer-Tod" sterben wollen. Die Pressevertreter seien aufgefordert worden, das Gebiet zu verlassen.

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Bericht einer Augenzeugin

09.01.2015 11:37 Uhr

"Le Figaro"-Reporter Édouard de Mareschal hat mit einer Augenzeugin in Dammartin-en-Goele gesprochen. Die Frau arbeitet in einer Firma unweit der Lagerhalle, in der sich die Geiselnehmer verschanzt haben. Sie berichtet, dass sie gegen 8:40 Uhr Schüsse gehört habe. Sie und die anderen Mitarbeiter hätten sich versteckt. Gegen 11 Uhr habe die Polizei das Gebiet geräumt. Die Bewohner wurden aufgefordert, ihre Häuser nicht zu verlassen.

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Gauck: "Angriff auf die Freiheit"

09.01.2015 11:28 Uhr

Bundespräsident Joachim Gauck zu dem "abscheulichen Angriff von Paris"

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Was bisher geschah

09.01.2015 11:17 Uhr

Ein einminütiger Beitrag fasst die bisherigen Ereignisse des Tages zusammen

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Zwei Landebahnen gesperrt

09.01.2015 11:09 Uhr

Der Ort der Geiselnahme liegt nur wenige Kilometer vom Flughafen Charles de Gaulle entfernt. Wegen des laufenden Einsatzes wurden dort zwei Landebahnen gesperrt. Das teilte der Flughafen mit.

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Cazeneuve: Geiselnehmer sind Attentäter

09.01.2015 10:57 Uhr

Bei den Geiselnehmern von Dammartin-en-Goele handelt es sich nach den Worten von Frankreichs Innenminister Cazeneuve um die mutmaßlichen Attentäter, die am Mittwoch den blutigen Anschlag auf die Satire-Zeitung "Charlie Hebdo" verübt haben sollen. Sie halten sich laut französischer Polizei mit mindestens einer Geisel in dem Gebäude auf. "Es läuft ein Einsatz, um die Verantwortlichen des feigen Attentats vor zwei Tagen zu neutralisieren", sagte Cazeneuve.

Frankreichs Innenminister Cazeneuve

Der französische Innenminister Cazeneuve während seiner Pressekonferenz am Vormittag

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Terror-Spezialeinheit in Dammartin-en-Goele

09.01.2015 10:42 Uhr

Nach Angaben von Innenminister Bernard Cazeneuve wurde die Spezialeinheit der Gendarmerie zur Terrorismusbekämpfung an den Einsatzort gebracht.

Verfolgung der mutmaßlichen Attentäter

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Dammartin-en-Goele abgeriegelt

09.01.2015 10:28 Uhr

Ein Journalist der Zeitung "Le Figaro" berichtet aus Dammartin-en-Goele. Der Ort sei abgeriegelt, fünf Helikopter seien in der Luft.

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Verdächtige haben sich offenbar in Fabrik verschanzt

09.01.2015 10:20 Uhr

Zwei Verdächtige haben sich offensichtlich in einer Fabrik nordöstlich von Paris mit Geiseln verschanzt. Zuvor habe es eine Schießerei und eine Verfolgungsjagd gegeben, wie die Nachrichtenagentur AFP unter Berufung auf die Polizei meldete. Innenminister Cazeneuve bestätigte, dass es einen Einsatz gebe.

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Extra-Ausgabe der Tagesschau

09.01.2015 10:16 Uhr

Die ARD sendet um 10:43 Uhr eine zusätzliche Ausgabe der Tagesschau

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Informationen der ARD-Korrespondentin

09.01.2015 10:13 Uhr

Ellis Fröder aus dem Studio in Paris berichtet von der Polizei-Aktion nordöstlich der französischen Hauptstadt. Offenbar haben die Verdächtigen eine Frau überfallen und sind in ihrem Peugeot geflüchtet.

Schießerei und Verfolgungsjagd bei Paris: Ellis Fröder, ARD, zum aktuellen Stand
tagesschau24 09:45 Uhr, 09.01.2015

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Verhandlungen mit Geiselnehmern

09.01.2015 10:03 Uhr

Laut iTELE und Figaro soll es Verhandlungen zwischen der Polizei und den Geiselnehmern geben

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Livestream

09.01.2015 09:58 Uhr

Phoenix sendet live vom Ort des Geschehens.

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Innenminister bestätigt Polizeieinsatz in Dammartin-en-Goele

09.01.2015 09:53 Uhr

Der französische Innenminister Bernard Cazeneuve hat bestätigt, dass es einen Polizeieinsatz in dem Ort gibt. Dort hatte laut Ermittlerkreisen die Polizei zuvor die beiden Verdächtigen gesehen.

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Ort der möglichen Geiselnahme

09.01.2015 09:46 Uhr

Frankreich mit Paris und Dammartin-en-Goele

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Berichte über Geiselnahme

09.01.2015 09:44 Uhr

Die Agentur AFP berichtet unter Berufung auf Ermittlerkreise von einer Geiselnahme in der Gemeinde Dammartin-en-Goële

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Offenbar Verfolgungsjagd auf Nationalstraße 2

09.01.2015 09:31 Uhr

Laut französischen Ermittlerkreisen werden die zwei Verdächtigen auf der Nationalstraße 2, nordöstlich von Paris, verfolgt. Offenbar haben sie ein Auto gestohlen. Die Verfolgungsjagd soll sich im Departement Seine-et-Marne abspielen.

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Schüsse und Verfolgung

09.01.2015 09:23 Uhr

Die Nachrichtenagentur AFP meldet eine gewaltsame Auseinandersetzung zwischen der Polizei und den Verdächtigen.

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Zentralrat der Muslime: "Islam ist nicht Terrorismus"

09.01.2015 09:20 Uhr

Der Vorsitzende des Zentralrates der Muslime, Aiman Mazyek, hat erneut vor einer pauschalen Verurteilung der Muslime gewarnt. Der Islam sei nicht mit Terrorismus gleichzusetzen, sagte er im gemeinsamen Morgenmagazin von ARD und ZDF. Die Mohammed-Karikaturen der Satirezeitschrift "Charlie Hebdo" seien selbstverständlich von der Pressefreiheit gedeckt.

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Houellebecq setzt Werbemaßnahmen aus

09.01.2015 09:02 Uhr

Wegen des Anschlags auf "Charlie Hebdo" zieht sich der umstrittene französische Autor Michel Houellebecq vorerst aus der Öffentlichkeit zurück. Sein Buch "Soumission" war Aufmacher der vergangenen Ausgabe der Satirezeitschrift. In dem Werk, das nächste Woche auch in Deutschland erscheint, entwirft er ein Bild von Frankreich im Jahr 2022, in dem ein muslimischer Präsident die Macht übernommen hat.

Michel Houellebecq

Umstrittener Skandalautor: Michel Houellebecq

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Verdächtige standen offenbar auf US-Terrorliste

09.01.2015 08:40 Uhr

Laut einer anonymen US-Quelle sollen die beiden Verdächtigen seit Jahren auf einer Terrorliste der USA gestanden haben. Ihre Namen hätten auch auf der Flugverbotsliste gestanden. Damit war es den Brüdern verboten, in die USA zu fliegen. Die "New York Times" berichtet, dass der ältere der beiden, Said Kouachi, 2011 in einem Al-Kaida-Ausbildungslager im Jemen gewesen sein soll.

Fahndungsfotos der mutmaßlichen Terroristen (Quelle: Französische Polizei)

Die Polizei fahndet nach Cherif Kouachi, 32, (links) und seinen Bruder Said Kouachi, 34.

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Kein Fahndungserfolg in der Nacht

09.01.2015 08:24 Uhr

Bei der Suche nach den verdächtigen Brüdern ist die französische Polizei in der Nacht nicht vorangekommen. Den Einsatz in einem Waldstück brachen die Sicherheitskräfte am späten Donnerstagabend ab. Einige Polizeieinheiten wurden aus dem Gebiet um den Ort Longpont abgezogen. Die verbliebenen Polizisten kontrollierten weiter Straßen und Häuser. Die Regierung hat landesweit 88.000 Einsatzkräfte mobilisiert.

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Liveticker - die Meldungen von gestern

09.01.2015 08:20 Uhr

Hier können Sie den Liveticker von gestern über die Ereignisse in Paris nachlesen.

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