Innenansicht ICE mit leeren Plätzen | Bildquelle: picture alliance/dpa

Podcast Wie Corona Mobilität verändern könnte

Stand: 07.05.2020 09:58 Uhr

Sorgt die Corona-Krise dafür, dass wir in Zukunft dauerhaft weniger unterwegs sind? Nie wieder Feierabendstau? Nie wieder überfüllte Züge? Oder erlebt das Auto einen Boom? Ein Gedankenexperiment.

Das Coronavirus hat unser öffentliches Leben und unsere Mobilität ausgebremst. Das Fahrgastaufkommen bei der Bahn liegt nur noch bei 10 bis 15 Prozent. Fernbusse fahren derzeit gar nicht mehr, die Straßen sind leerer.

Doch was passiert, wenn Deutschland nach dem Lockdown wieder hochfährt? Wird unser Mobilitätsverhalten dann dauerhaft anders aussehen, weil viele Berufstätige im Homeoffice bleiben und auf Dienstreisen verzichten? Wird es den typischen Feierabendstau dann nicht mehr geben? Werden Busse und Bahnen auch nach Corona leerer sein, weil viele Menschen aus Angst vor weiteren Krankheiten lieber mit dem Fahrrad oder dem eigenen Auto fahren? Und was wird aus dem Flugverkehr und neuen Mobilitätsformen, wie Carsharing, Ridesharing und Elektroroller?

Künftig mehr Radverkehr?

Die Korrespondenten Kristin Becker und Marcel Heberlein aus dem ARD Hauptstadtstudio in Berlin gehen diesen Fragen in "mal angenommen", dem Zukunfts-Podcast der tagesschau nach und suchen Antworten.

Sie schauen in die kolumbianische Hauptstadt Bogotá, die kurzfristig Autospuren auf 117 Kilometern Länge in Fahrradwege umfunktioniert hat, damit möglichst viele Menschen zum Schutz vor dem Coronavirus vom Öffentlichen Nahverkehr auf das Rad umsteigen. Sie sprechen mit der dortigen Fahrradmanagerin Laura Bahamón darüber, ob das Experiment gelungen ist und welche langfristigen Folgen sich die Stadt davon verspricht.

Welche Rolle spielt der Autoverkehr nach Corona?

Sie befragen den Mobilitätsforscher Stefan Gössling aus Freiburg, welche Rolle der Autoverkehr nach Corona spielen könnte und sprechen mit dem Unternehmensberater Jost Wübbeke von Sinolytics darüber, wie China nach der Corona-Krise die dortige Autoindustrie wieder hochfährt und die strengen Beschränkungen für Neuwagen mit Verbrennungsmotoren in einigen Städten teilweise gelockert hat.

Außerdem reden die beiden Journalisten mit der Leiterin des Instituts für Verkehrsforschung am Deutschen Zentrum für Luft und Raumfahrt, Barbara Lenz, darüber, inwiefern der Öffentliche Nahverkehr in Deutschland langfristig unter dem Corona-Stigma leiden könnte und wie lange es voraussichtlich dauert, bis die Fahrgastzahlen wieder auf das alte Niveau wachsen.

In zwei verschiedenen Extremszenarien beleuchten die Korrespondenten zudem die mögliche Zukunft unserer Mobilität.

Wie Corona unsere Mobilität verändern könnte

09.04.2020 00:04 Uhr

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Gedankenexperimente im neuen tagesschau-Podcast

"mal angenommen" ist der neue Podcast der tagesschau. Jede Woche denkt ein fünfköpfiges Korrespondenten-Team aus dem ARD-Hauptstadtstudio in Berlin eine aktuelle politische Idee in die Zukunft weiter und spielt in einem Gedankenexperiment die möglichen Konsequenzen durch: Mal angenommen, Deutschland würde keine Waffen mehr exportieren - was wären die politischen Folgen? Oder mal angenommen, Bargeld würde abgeschafft - welche Auswirkungen hätte das auf unseren Alltag und die Wirtschaft?

Zahlreiche Experten helfen dabei, Antworten auf diese Fragen zu finden, Positivbeispiele aus anderen Ländern zeigen, was heute schon anderswo möglich ist und liefern somit neue Impulse in politischen Debatten.

Den Audio-Podcast "mal angenommen" können Sie jederzeit zu Hause oder unterwegs auf Ihrem Smartphone hören. Jeden Donnerstag erscheint eine neue Folge hier auf unserer Website, in der tagesschau-App, in der ARD Audiothek und auf zahlreichen weiteren Podcast-Plattformen.

Über dieses Thema berichtete Inforadio am 09. April 2020 um 10:07 Uhr und 10:08 Uhr.

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