Bildergalerie: Gewinner und Verlierer in der Tierwelt

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Gewinner und Verlierer in der Tierwelt

Koala in Australien

Jahr für Jahr veröffentlicht die Umweltorganisation WWF eine Liste mit Gewinnern und Verlierern in der Tierwelt. Mit rund 25.800 bedrohten Tier- und Pflanzenarten sei im zu Ende gehenden Jahr ein neuer dramatischer Höchststand erreicht worden, heißt es darin. "Wir Menschen verursachen das größte Artensterben seit Ende der Dinosaurier", sagte WWF-Vorstand Brandes. Zu den Verlierern des Jahres 2017 zählt auch der australische Koala. In einigen Regionen seien die Koala-Bestände seit den 1990er-Jahren einer WWF-Analyse zufolge um 80 Prozent zurückgegangen. | Bildquelle: REUTERS

Koala in Australien

Jahr für Jahr veröffentlicht die Umweltorganisation WWF eine Liste mit Gewinnern und Verlierern in der Tierwelt. Mit rund 25.800 bedrohten Tier- und Pflanzenarten sei im zu Ende gehenden Jahr ein neuer dramatischer Höchststand erreicht worden, heißt es darin. "Wir Menschen verursachen das größte Artensterben seit Ende der Dinosaurier", sagte WWF-Vorstand Brandes. Zu den Verlierern des Jahres 2017 zählt auch der australische Koala. In einigen Regionen seien die Koala-Bestände seit den 1990er-Jahren einer WWF-Analyse zufolge um 80 Prozent zurückgegangen.

Ein kambodschanischer Tierpfleger behandelt ein männliches Schuppentier.

Schlecht steht es auch um das Schuppentier oder Pangolin. Laut WWF sind sie die meistgeschmuggelten Tiere der Welt und damit ein Verlierer 2017. Ihre großen Hornschuppen sind als Medizin begehrt - auch wenn der Handel mit ihnen verboten ist. Der Name Pangolin leitet sich ab vom malaysischen Wort "pengguling" für "etwas, das sich aufrollt".

Waldelefant in der Zentralafrikanischen Republik

Die Umweltschützer sorgen sich auch um die zentralafrikanischen Waldelefanten. Hier zu sehen ist ein Exemplar in der Zentralafrikanischen Republik. Ihre Bestände sind wegen des Elfenbeinhandels massiv zurückgegangen.

Elefanten im Tsavo-Nationalpark in Kenia

In den vergangenen zehn Jahren sei auch die Gesamtzahl afrikanischer Dickhäuter um mehr als 100.000 Tiere geschrumpft.

Bienen

Die Problemfälle sind jedoch nicht nur exotisch. "Das massenhafte Sterben findet auch direkt vor unserer Haustür statt - Biene Maja und Co. verschwinden heimlich still und leise von unseren Wiesen und Feldern", sagt WWF-Vorstand Eberhard Brandes. Er fordert deswegen das Verbot von Insektengiften sowie Unkrautvernichtern wie Glyphosat.

Mückenschwarm

In den vergangenen 27 Jahren nahm die Gesamtmasse fliegender Insekten in Deutschland um mehr als 75 Prozent ab. Zu diesem Schluss kommen Wissenschaftler, die Daten aus 63 deutschen Naturschutzgebieten ausgewertet haben. Der WWF warnt seit längerem vor den negativen Folgen intensiver Landwirtschaft für Bienen, Schmetterlinge und Co.

Seepferdchen mit Nachwuchs

Ein Verlierer ist für den WWF auch das Seepferdchen. Die Bestände der beiden einzigen Seepferdchenarten Europas sind im Mittelmeer um bis zu 30 Prozent gesunken. Etwa 24 Millionen Seepferdchen werden jährlich aus den Weltmeeren gefischt.

Meeresschildkröte wird gerettet

Zu den diesjährigen "Gewinnern" zählt laut WWF die Meeresschildkröte. Die Zahl der Meeresschildkröten steigt in vielen Gebieten, ermittelte ein internationales Forscherteam. Zahlreiche Bestände zeigen demnach einen leichten Aufwärtstrend.

Irawadi Delfin

Trotz ihrer Zahl von nur noch 80 Tieren nennt der WWF die Irawadi-Delfine einen Gewinner des Jahres 2017. Die Delfin-Art lebt isoliert im Mekong. 2017 wurden in Kambodscha gleich neun Delfinkälber beobachtet, während gleichzeitig die Sterberate sinkt und sich der Bestand langsam erholt.

Persischer Schneeleopard im Zoo von Hannover

Ein Gewinner 2017: der Persische Leopard. Mit geschätzt nur 40 bis 60 Individuen steht das Überleben der Art seit Jahren auf der Kippe. Doch gleich fünf Jungtiere liefen im vergangenen Jahr in WWF-Kamerafallen. Lange Zeit wurden persische Leoparden wegen ihres schönen Fells gejagt, sodass man sie in freier Wildbahn heute nur noch in schwer zugänglichen Bergregionen findet.

Blaukehlara in Bolivien

Selten und dennoch für den WWF ein Gewinner: der Blaukehlara. Maximal 300 dieser vom Aussterben bedrohten Art leben noch in Bolivien. 2017 wurde ein unentdeckter Brutplatz entdeckt, den die Umweltschützer nun bewahren wollen.

Ein Fischotter in einem Gehege im Otterzentrum der Aktion Fischotterschutz e. V. in Hankensbüttel

Gute Nachrichten gibt es auch für den Fischotter, der in Deutschland lange als vom Aussterben bedroht galt. Früher wurde er als vermeintlicher Schädling und Pelzlieferant gejagt. Dank Renaturierungsmaßnahmen und Nutzungsbeschränkungen für viele Gewässer erlebe der deutsche Otter nun ein Comeback.

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