Bildergalerie: Zehn Jahre nach den Anschlägen

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Vom Ground Zero zur World Trade Center Site

World Trade Center Site

Unmittelbar nach den Terroranschlägen machten sich Tausende Arbeiter mit schwerem Gerät ans Werk, um die Trümmer der einst stolz in den Himmel ragenden Zwillingstürme des World Trade Centers zu beseitigen.

World Trade Center Site

Unmittelbar nach den Terroranschlägen machten sich Tausende Arbeiter mit schwerem Gerät ans Werk, um die Trümmer der einst stolz in den Himmel ragenden Zwillingstürme des World Trade Centers zu beseitigen.

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In nur achteinhalb Monaten räumten sie 1,8 Millionen Tonnen Stahl und Beton beiseite ...

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... und verwandelten einen Trümmerberg in ein 6,5 Hektar großes Loch, das in den USA nur "The Pit" (zu Deutsch: die Grube) genannt wird.

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Ende Mai 2002 war es geschafft. Die Arbeiter rissen die letzte, 65 Tonnen schwere Stahlsäule ein, die noch stand. Bis zuletzt wurden auch immer noch Leichenteile von Opfern in den Trümmern gefunden. Zahlreiche Hinterbliebene haben aber nie sterbliche Überreste ihrer Angehörigen bekommen. DNA-Analysen sollen helfen, die mehr als 20.000, teils winzigen Körperteile, den Todesopfern zuzuordnen.

World Trade Center New York

Nachdem der Schutt des World Trade Centers weggeräumt war, lag Ground Zero jahrelang brach. US-Immobilieninvestor Larry Silverstein - der Ende Juli 2001 für die Zwillingstürme einen auf 99 Jahre befristeten Pachtvertrag abgeschlossen hatte - stritt sich mit Versicherungen um die Höhe des Schadenersatzes und mit dem Besitzer des Areals, der New Yorker Hafenbehörde, um Einzelheiten des Wiederaufbaus. Auch Politik und Opfervertreter redeten mit, schließlich handelte es sich bei dem Bauprojekt um ein nationales Erinnerungswerk.

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Erst im Frühjahr 2006 rollten die Bagger an, um den auf Entwürfen von Stararchitekt Daniel Libeskind beruhenden Master-Plan für das World Trade Center-Gelände zu verwirklichen. Herzstück des Areals ist der Wolkenkratzer One World Trade Center (links), der in der Anfangszeit des Projekts den Namen Freedom Tower (Freiheitsturm) trug und als höchstes Gebäude New Yorks die Skyline von Manhattan prägen wird. Den Hauptturm flankieren sollen der 78 Stockwerke hohe Tower Two (Mitte) von Architekt Norman Foster sowie zwei von den Architekten Richard Rogers und Fumihiko Maki entworfene Wolkenkratzer (rechts). Die Hälfte des Areals bleibt einem Museum und dem Gedenkpark vorbehalten.

Moschee New York

New York ist für seine Toleranz und Offenheit bekannt. Es gibt keine Religion, die es im toleranten New York nicht gibt. Und doch werden Muslime seit den Anschlägen vom 11. September anders beäugt. So kam es im September 2010 am Ground Zero zu Demonstrationen gegen den Bau eines muslimischen Gemeindezentrums: Am Park Place in Manhattan sollte ein Gebäude mit einer Moschee entstehen - gleich neben dem Ground Zero. Gegner nannten das geplante 13-stöckige Gemeindezentrum die "Megamoschee" ein "Denkmal für den Terrorismus" oder "eine Zitadelle des Islamismus". Befürworter waren nicht weniger emotional und warfen Kritikern Rassismus und Fremdenfeindlichkeit vor. Gestoppt wurde der Bau jedoch nicht.

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Inzwischen ist der auffälligste Turm, One World Trade Center, schon 66 Stockwerke hoch und soll 2013 ganze 1.776 Fuß (541 Meter) in die Höhe ragen. Die Höhe in Fuß steht symbolisch für das Jahr der amerikanischen Unabhängigkeitserklärung. Wieder sind Tausende Arbeiter im Einsatz, darunter auch viele, die schon die Trümmer räumten. Sie wollen die Arbeit beenden, die sie vor fast einem Jahrzehnt begannen.

World Trade Center New York

Das Gelände bleibt Anziehungspunkt für Touristen und Einheimische. Täglich zieht es Tausende Schaulustige zu der Riesenbaustelle, auf der das neue One World Trade Center und die weiteren Hochhäuser entstehen. Zehntausende Pendler kommen zudem jeden Tag hier vorbei: Unmittelbar am World Trade Center verlaufen wichtige Bahnlinien.

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Auf der anderen Seite des Hudson River befindet sich eine Gedenkstätte von der aus die Baustelle des One World Trade Center schon deutlich zu sehen ist.

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Im Schatten der Riesen aus Glas und Stahl erinnert in einem Hain aus Eichenbäumen ein Mahnmal an die Anschläge: zwei enorme Granitbecken, die in den viereckigen "Fußstapfen" der eingestürzten Zwillingstürme eingelassen sind.

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An den Seitenwänden ergießen sich Wasserfälle in die Tiefe, auf Bronzeplatten am Rand sind die Namen der Opfer eingraviert.

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Zwischen den Wasserbecken befindet sich das Museum zur Gedenkstätte (rechts).

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Seit Juli 2011 steht ein Kreuz aus Stahlträgern des eingestürzten World Trade Centers auf dem Gelände der Gedenkstätte. Arbeiter hatten es bei den Aufräumarbeiten inmitten der Trümmer entdeckt. Zwei Stahlträger waren so übriggeblieben, dass sie genau ein christliches Kreuz bildeten, dass leicht geneigt in den Trümmern stand. Für viele New Yorker war das Kreuz ein Zeichen der Hoffnung.

World Trade Center New York

Auch ein beim Zusammensturz eines der beiden Zwillingstürme zerstörtes Feuerwehrauto ist an den Ort seines letzten Einsatzes zurückgekehrt. Ein Kran ließ den Wagen wie einen riesigen, mit Flaggen bedeckten Sarg in das im Bau befindliche Museum hinab. Elf Feuerwehrmänner waren in dem Wagen am 11. September zu den Zwillingstürmen geeilt, um die Menschen aus dem Nordturm zu retten - bis dieser zusammenstürzte und die gesamte Mannschaft unter sich begrub. Keiner der Feuerwehrleute überlebte.

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Zehn Jahre nach den Terroranschlägen vom 11. September 2001 klafft Ground Zero noch immer als offene Wunde mitten in New York. Inzwischen recken sich die ersten Hochhäuser des neuen World Trade Centers an der Südspitze Manhattans steil in die Höhe, die Gedenkstätte zu ihren Füßen soll am 10. Jahrestag eröffnet werden. Bis zum Abschluss aller Bauarbeiten auf dem symbolträchtigen Gelände dürften aber noch Jahre vergehen.

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