Bildergalerie: Guido Westerwelle ist tot

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Zum Tod von Guido Westerwelle

Guido Westerwelle

Der FDP-Politiker Guido Westerwelle ist tot. Der ehemalige Parteivorsitzende und Bundesaußenminister starb an den Folgen einer Leukämie. | Bildquelle: REUTERS

Guido Westerwelle

Der FDP-Politiker Guido Westerwelle ist tot. Der ehemalige Parteivorsitzende und Bundesaußenminister starb an den Folgen einer Leukämie.

Guido Westerwelle als Vorsitzender der Jungen Liberalen 1984

Guido Westerwelle widmete fast sein gesamtes Berufsleben der FDP. Er wurde 1961 in Bad Honnef bei Bonn geboren. 1980 trat er in die FDP ein. Er war Gründungsmitglied der "Jungen Liberalen" und von 1983 bis 1988 deren Vorsitzender. Das Bild zeigt ihn im Jahr 1984.

Guido Westerwelle und Hans-Dietrich Genscher auf dem FDP-Parteitag im November 1986 in Mainz

Hans-Dietrich Genscher war ein großer Förderer Guido Westerwelles. 1988 wurde Westerwelle in den Bundesvorstand der FDP gewählt.

Guido Westerwelle

12. Dezember 1994: FDP-Chef Klaus Kinkel schlägt Guido Westerwelle auf dem Sonderparteitag in Gera als Generalsekretär vor. Westerwelle wird gewählt.

Westerwelle und Gerhardt 1995

Als Wolfgang Gerhardt 1995 Bundesvorsitzender der FDP wurde, blieb Westerwelle Generalsekretär. 1996 rückte Westerwelle in den Bundestag nach.

Guido Westerwelle und Jürgen Trittin im Bundestagswahlkampf 1998

Bundestagswahlkampf 1998: Westerwelle wurde auf Platz 1 der NRW-Landesliste nominiert. Das Bild zeigt ihn mit Jürgen Trittin vor einem Fernsehstreitgespräch. Die schwarz-gelbe Koalition ging mit der Wahl am 27. September 1998 zu Ende. Westerwelle wurde innenpolitischer Sprecher der Bundestagsfraktion.

Guido Westerwelle

Nach der Wahl Jürgen Möllemanns zum stellvertretenden Bundesvorsitzenden wurde das Projekt 18 vorgestellt. Ziel: 18 Prozent bei der Bundestagswahl im Jahr 2002.

Guido Westerwelle und Jürgen W. Möllemann 2001

Westerwelle und Möllemann am 3. Mai 2001 in Düsseldorf, einen Tag vor der Wahl Westerwelles zum Parteichef der Liberalen. Mit 39 Jahren wurde Westerwelle der bislang jüngste Parteivorsitzende.

Guido Westerwelle

Wahlkampf 2002: Westerwelle unterwegs im "Guidomobil". Mit 7,4 % der Stimmen blieb die FDP bei der Bundestagswahl am 22. September 2002 aber weit hinter ihren ehrgeizigen Zielen und Erwartungen zurück.

Guido Westerwelle

Mit ungewöhnlichen Auftritten sorgte Westerwelle teils für Aufmerksamkeit, teils aber auch für Kopfschütteln und für den Ruf der FDP als "Spaßpartei". Dazu gehörte ein Besuch Westerwelles im Container der Show"Big Brother" im Jahr 2000. Hier ist er bei einem Karnevalsauftritt im Jahr 2001 zu sehen, als er zum Ritter des Ordens "Wider den tierischen Ernst" gekürt wurde.

Guido Westerwelle Merkel Seehofer: Koalitionsvertrag

Bei der vorgezogenen Bundestagswahl 2005 erhielt die FDP 9,8 Prozent der Wählerstimmen. Die Union ging eine Koalition mit der SPD ein. Eine "Ampel" aus FDP, SPD und Grünen hatte Westerwelle ausgeschlossen.

Guido Westerwelle Merkel Seehofer: Koalitionsvertrag

Bundestagswahl 2009: Nachdem die FDP mit 14,6 Prozent der Stimmen bei der Bundestagswahl ein Rekordergebnis erzielt hatte, bildete sie mit CDU und CSU eine Koalition. Hier Westerwelle, Merkel und Seehofer bei der Unterschrift unter den Koalitionsvertrag.

Westerwelle steigt aus dem Regierungsflugzeug

Als Außenminister wollte Westerwelle neue Akzente setzen. Er absolvierte Antrittsbesuche in Warschau, Den Haag und Paris. Mit seiner Forderung nach Abzug der verbliebenen US-Atomraketen aus Deutschland sorgte er für Irritationen bei den NATO-Partnern.

Westerwelle auf einer Pressekonferenz

"Wir sind hier in Deutschland" - Bei seiner ersten Pressekonferenz nach dem Wahlsieg weigert sich Westerwelle zudem, eine Frage auf Englisch zu beantworten.

Bundesaußenminister Guido Westerwelle (li.) und sein Lebensgefährte Michael Mronz verlassen in Tokio das Flugzeug.

Für Ärger sorgte, dass Westerwelle auf seine Auslandsreisen Spender seiner Partei mitnahm. Die SPD forderte Aufklärung darüber, ob Westerwelles Lebenspartner Mronz die Reisen für eigene geschäftliche Ziele nutzte.

Lindner applaudiert Westerwelle nach seiner Rede beim Bundesparteitag in Köln am 25.April 2010.

Mit guten Reden überzeugte Westerwelle seine Partei immer wieder, wie hier beim Bundesparteitag in Köln am 25. April 2010. Er konnte damit zunächst Kritik an der einseitigen Ausrichtung der FDP als Steuersenkungspartei im Zaum halten. Für Unmut sorgte auch, dass sich Westerwelle mit Begriffen wie "spätrömische Dekadenz" in die Hartz-IV-Debatte einschaltete. Die Partei wurde zudem für das "Steuergeschenk an die Hoteliers" kritisiert.

UN-Sicherheitsrat beschließt Sanktionen gegen Libyen

Außenpolitisch isolierte die Bundesregierung Deutschland von den westlichen Partnern, als sie sich im UN-Sicherheitsrat bei der Abstimmung über einen Militäreinsatz zur Durchsetzung des Flugverbots über Libyen enthielt - gemeinsam mit Russland und China. Die Bundesregierung wurde kritisiert, dass sie damit die außenpolitische Glaubwürdigkeit Deutschlands verspielt habe.

Guido Westerwelle mit Kanzlerin Merkel im März 2011 im Bundestag

Guido Westerwelle mit Kanzlerin Merkel im März 2011 im Bundestag

Guido Westerwelle: landtagswahl Baden-Württemberg 27. März 2011

Endgültig stand Westerwelles Parteivorsitz in Frage, nachdem die FDP nicht nur in Umfragen abgesackt war, sondern 2011 auch in Rheinland-Pfalz den Einzug ins Parlament nicht geschafft hatte und in Baden-Württemberg nur knapp über die Fünf-Prozent-Hürde kam.
Das Foto zeigt Westerwelle bei der Abschlussveranstaltung vor der Landtagswahl am 24. März 2011 in Stuttgart.

Guido Westerwelle

Während Westerwelle in Fernost weilte, wuchs die Kritik innerhalb der Partei beständig. Die meisten Landesverbände versagten ihm die Unterstützung.

Guido Westerwelle nach seiner Pressekonferenz in Berlin am 03.04.11

So blieb Westerwelle nichts anderes übrig, als nach seiner Rückkehr aus Japan seinen Rückzug anzukündigen. Er werde beim Parteitag im Mai nicht mehr für den Parteivorsitz kandidieren, erklärte er in Berlin. Außenminister wolle er aber bleiben.

Guido Westerwelle

Am 8. Juni 2013 empfing Außenminister Westerwelle US-Präsident Obama und seine Frau Michelle auf dem Flughafen Berlin-Tegel.

Guido Westerwelle auf dem CHIO in Aachen 2014

Nach der verlorenen Bundestagswahl 2013 zog sich Westerwelle aus der ersten politischen Reihe zurück. Dann die Diagnose: Leukämie. Unterstützt von seinem Lebensgefährten kämpfte er beharrlich gegen den Krebs - und gewann durch seinen Umgang mit der Krankheit viele Sympathien.

Guido Westerwelle

Guido Westerwelle und sein Ehemann Michael Mronz am 4. August 2015 in Salzburg. Das Paar hat im Juni 2014 geheiratet.

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