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Bernhard Vogel zum 80. Geburtstag

Bernhard Vogel

Der CDU-Politiker und zweifache Landesvater Bernhard Vogel wird am 19. Dezember 80 Jahre alt. Nach dem Abitur studierte der 1932 in Göttingen Geborene in Heidelberg und München Politische Wissenschaften, Geschichte, Soziologie und Volkswirtschaft. In Heidelberg begann dann sein Berufsleben als Lehrbeauftragter am Universitätsinstitut für Politische Wissenschaften. Nebenher engagierte er sich in der CDU. Vogels Politikerkarriere begann schließlich 1963 als Stadtratsmitglied in Heidelberg und endete 2003 als Ministerpräsident in Thüringen. (Foto: dapd)

Bernhard Vogel

Der CDU-Politiker und zweifache Landesvater Bernhard Vogel wird am 19. Dezember 80 Jahre alt. Nach dem Abitur studierte der 1932 in Göttingen Geborene in Heidelberg und München Politische Wissenschaften, Geschichte, Soziologie und Volkswirtschaft. In Heidelberg begann dann sein Berufsleben als Lehrbeauftragter am Universitätsinstitut für Politische Wissenschaften. Nebenher engagierte er sich in der CDU. Vogels Politikerkarriere begann schließlich 1963 als Stadtratsmitglied in Heidelberg und endete 2003 als Ministerpräsident in Thüringen.

Bernhard Vogel

Im Gegensatz zu seinem Bruder engagierte sich Hans-Jochen Vogel (links) in der SPD.

Ministerpräsident von Rheinland-Pfalz, Helmut Kohl, und sein neues Kabinett

Nach den Wahlen im September 1965 zog Vogel als direkt gewählter Abgeordneter in den Bundestag ein. 1967 legte er sein Mandat nieder und wechselte als Minister in die rheinland-pfälzische Landesregierung unter Peter Altmeier. Dieses Foto zeigt ihn (2. Reihe links) 1969 als rheinland-pfälzischen Kultusminister unter Ministerpräsident Helmut Kohl.

Bernhard Vogel

Als der CDU-Vorsitzende Helmut Kohl am 2. Dezember 1976 mit einer Abschiedsrede sein Ministerpräsidentenamt von Rheinland-Pfalz niederlegt - Kohl ging als Oppositionsführer in den Bundestag nach Bonn - ...

Bernhard Vogel

... wird in derselben Sitzung der bisherige Kultusminister Dr. Bernhard Vogel zum Nachfolger Kohls ins Amt des Ministerpräsidenten gewählt. Er blieb bis 1988 im Amt.

Bernhard Vogel

Am 11. November 1988 wählte ein Parteitag der Landes-CDU in einer Kampfabstimmung überraschend den populären Ministerpräsidenten Bernhard Vogel als Landesvorsitzenden seiner Partei ab. Vogel wollte jedoch CDU-Landesvorsitz und Mandat nicht trennen und beide Ämter behalten. Der abgewählte Vogel machte nach seiner Abstimmungsniederlage seine Ankündigung wahr und trat nach zwölf Jahren als Ministerpräsident zurück. "Gott schütze Rheinland-Pfalz", waren damals seine mittlerweile legendär gewordenen Worte dabei. Nach seinem Rücktritt übernahm Vogel im März 1989 den Vorsitz der CDU-nahen Konrad-Adenauer-Stiftung.

Bernhard Vogel und Josef Duchač

1992 kehrte er in die Politik zurück - als Ministerpräsident von Thüringen. Nachdem der thüringische Ministerpräsident Josef Duchač (rechts) unter Druck aus den eigenen Reihen im Januar 1992 zurücktreten musste, entschied sich die CDU-Landtagsfraktion für den von Bundeskanzler Kohl empfohlenen Bernhard Vogel als Nachfolger. Er war damit als erster deutscher Nachkriegspolitiker Regierungschef in zwei Bundesländern.

Bernhard Vogel

Im selben Jahr übernahm er bis 1999 den Vorsitz der Thüringer CDU.

Bernhard Vogel

Die ersten Jahre als Thüringens Ministerpräsident waren gekennzeichnet durch Skandale und Affären: Innenminister Willibald Böck musste wegen einer Parteispendenaffäre zurücktreten, der Sozialminister Hans-Henning Axthelm wegen des Verdachts der Untreue. Und Finanzminister Klaus Zeh geriet wegen doppelt ausgezahlter Beamtengehälter unter Druck. Bitter enttäuscht waren die Bischofferoder Kumpel von der Landesregierung bei der Treuhand-Privatisierung des thüringischen Kalibergbaus: Die Kumpel warfen Vogel vor, erst zu spät und dann falsch reagiert zu haben. Rückblickend sagt Vogel heute, dass er vor allem bereue, dass es ihm nicht gelungen sei, den Kalibergbau in Nordthüringen zu erhalten. Trotz wochenlangen Hungerstreiks der Arbeiter wurde die Kaligrube Anfang 1994 geschlossen.

Bernhard Vogel

Nach den ersten unruhigen Jahren als Ministerpräsident verstand es Vogel im Verlauf seiner Amtszeit durch zahlreiche Reisen in Thüringen den Kontakt zu seinen Landsleuten zu stärken. 1994 nahm er etwa in einer schmucken Tracht am ersten gesamtdeutschen Bundestrachtenfest in der kleinen thüringischen Gemeinde Wechmar bei Gotha teil.

Bernhard Vogel

Stolz zeigt Ministerpräsident Vogel im April 2002 dem damaligen Bundeskanzler Gerhard Schröder (links) und dem damaligen russischen Präsidenten Wladimir Putin das Goethehaus in Weimar.

Bernhard Vogel

Überschattet wird seine letzte Legislaturperiode von einem Amoklauf am Gutenberg-Gymnasium in Erfurt. Ein ehemaliger Schüler erschießt am 26. April 2002 auf dem Schulgelände 16 Menschen und anschließend sich selbst.

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Bereits im Jahr 1999 leitete Bernhard Vogel seinen Rückzug aus der Politik ein: Nach acht Jahren an der Spitze der Landes-CDU löste Dieter Althaus Vogel zunächst als Landesvorsitzenden und im Juni 2003 als Ministerpräsidenten ab. Bernhard Vogel kehrte zur Konrad-Adenauer-Stiftung zurück.

Angela Merkel und Bernhard Vogel

Wenige Tage vor seinem 80. Geburtstag würdigte Bundeskanzlerin Angela Merkel den ehemaligen Ministerpräsidenten von Rheinland-Pfalz und Thüringen als herausragenden deutschen Politiker. Vogels Schaffenskraft beeindrucke mit Fülle und Konsequenz, sagte die CDU-Vorsitzende während eines Festaktes für ihren Parteifreund im Bundesrat.

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