Bildergalerie: Von Blank bis von der Leyen: Die deutschen Verteidigungsminister

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Die Verteidigungsminister der Bundesrepublik

Theodor Blank

Der erste Verteidigungsminister der jungen Republik, Theodor Blank (CDU, 1955-1956) hält sich nicht lange. Schon nach 16 Monaten schmeißt er hin, weil der Aufbau der Streitkräfte nicht nach seinen Vorstellungen abläuft.

Theodor Blank

Der erste Verteidigungsminister der jungen Republik, Theodor Blank (CDU, 1955-1956) hält sich nicht lange. Schon nach 16 Monaten schmeißt er hin, weil der Aufbau der Streitkräfte nicht nach seinen Vorstellungen abläuft.

Franz Josef Strauß

Blanks Nachfolger Franz Josef Strauß (CSU, 1956-1963) stolpert über die Spiegel-Affäre. Er hatte die Räume der Redaktion durchsuchen lassen, nachdem das Blatt einen kritischen Bundeswehr-Artikel veröffentlicht hatte.

Kai-Uwe von Hassel

Kai-Uwe von Hassel (CDU, 1963-1966) schafft keine ganze Amtszeit. Auch ihn belasten die noch unter Strauß bestellten US-Kampfflugzeuge vom Typ Lockheed Starfighter, die sich als untauglich erweisen und reihenweise abstürzen. Von Hassel geht, als sich 1966 die Große Koalition formiert.

Gerhard Schröder

Gerhard Schröder (CDU, 1966-1969) ist ein leidenschaftlicher Außen- und Verteidigungspolitiker, erkankt aber kurz nach Amtsübernahme schwer.

Helmut Schmidt

Helmut Schmidt (SPD, 1969-1972) ist nach der Bildung der sozialliberalen Koalition erster Verteidigungsminister der SPD. 1972 übernimmt er das Super-Ministerium für Wirtschaft und Finanzen.

Georg Leber

Der Gewerkschaftler Georg Leber (SPD, 1972-1978) ist beliebt bei den Soldaten, muss aber 1978 eine Abhöraffäre des Militärischen Abschirmdienstes verantworten und tritt ab.

Hans Apel

Die Amtszeit von Hans Apel (SPD, 1978-1982) ist belastet von den explodierenden Kosten des neuen Kampfflugzeugs "Tornado" und der aufkommenden Debatte über die Nachrüstung. Mit dem Ende der sozial-liberalen Koalition verliert auch Apel sein Amt.

Manfred Wörner

Manfred Wörner (CDU, 1982-1988) bietet wegen der Kießling-Affäre schon 1984 Kanzler Helmut Kohl seinen Rücktritt an. Der Bundeswehr-General war zu Unrecht unter Verdacht geraten, homosexuell zu sein. Kohl lehnt das Ansinnen Wörners aber ab. 1988 wird Wörner NATO-Generalsekretär.

Rupert Scholz

Rupert Scholz (CDU, 1988-1989) bleibt gerade mal elf Monate, womit er den traurigen Rekord für die kürzeste Dienstzeit hält.

Gerhard Stoltenberg

Nachfolger Gerhard Stoltenberg (CDU, 1989-1992) tauscht im Rahmen einer Kabinettsumbildung das Amt des Finanzministers gegen den Posten auf der Bonner Hardthöhe. Drei Jahre später muss er die Verantwortung für eine vom Bundestag nicht genehmigte Panzer-Lieferung an die Türkei übernehmen und gibt sein Amt auf.

Volker Rühe beim Truppenbesuch 1996 in Kroatien

Länger im Amt hält sich Volker Rühe (CDU, 1992-1998), der den Posten erst verliert, als die Bürger 1998 Rot-Grün an die Macht wählen.

Rudolf Scharping

Rudolf Scharping (SPD, 1998-2002) kosteten gleich zwei Affären das Amt: Er hatte von einem PR-Berater einen Vorschuss auf seine Memoiren und hohe Honorare erhalten. Zudem verliert er nach Fotos mit seiner Freundin in einem Pool den letzten Rückhalt in der Regierung.

Peter Struck

Peter Struck (SPD, 2002-2005) kommt im Gegensatz zu Scharping bei der Truppe gut an. Mit dem Ende der rot-grünen Koalition muss auch Struck sein Ministeramt abgeben.

Franz Josef Jung

Franz Josef Jung (CDU, 2005-2009) hält zwar eine Legislaturperiode durch, gilt jedoch als glücklos und überfordert. Nach seinem Wechsel ins Arbeitsministerium holt ihn 2009 die Affäre um die Bombardierung von Tanklastern in Afghanistan ein und kostet ihn das gerade erst übernommene Amt.

Karl-Theodor zu Guttenberg

Karl-Theodor zu Guttenberg (CSU, 2009-2011) ist der jüngste Verteidigungsminister, den Deutschland je hatte. Er schafft die Wehrpflicht ab und bezeichnet als erster Minister den Afghanistan-Einsatz als Krieg. Kritik zieht er auf sich, als er in der Kundus-Affäre und der Gorch-Fock-Affäre ranghohe Mitarbeiter schnell schasst. Weil er bei dem Verfassen seiner Doktorarbeit große Teile aus anderen Quellen kopiert haben soll, muss er 2011 gehen.

Thomas de Maizière, Bundesverteidigungsminister

Am 2. März 2011 gibt Kanzlerin Merkel die Regierungsumbildung bekannt. Thomas de Maizière (CDU), bisher Bundesinnenminister, übernimmt das Amt des Verteidigungsminister. Am 3. März findet die Amtsübergabe im Hof des Verteidigungsministeriums statt. Nach der Bundestagswahl 2013 muss er aus dem Verteidigungsministerium ins Innenressort wechseln, das er bereits von Oktober 2009 bis März 2011 leitete. Als Verteidigungsminister geriet er wegen des Rüstungsprojekts "Euro-Hawk" in die Kritik.

Verteidigungsministerin von der Leyen mit zwei Soldatinnen beim Truppenbesuch in Afghanistan

Am 17. Dezember 2013 übernimmt Ursula von der Leyen das Amt der Verteidigungsministerin. Die bisherige Arbeitsministerin wechselt als erste Frau in Deutschland ins Verteidigungsministerium. Wenige Tage nach der Amtsübernahme reist sie zu den deutschen Truppen in Afghanistan.

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