Bildergalerie: Von Lincoln bis Obama: US-Präsidenten von 1861 bis 2013

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Von Lincoln bis Obama: US-Präsidenten von 1861 bis 2013

Abraham Lincoln

Die Präsidentschaft von Abraham Lincoln von 1861 bis 1865 gilt als eine der bedeutendsten in der US-Geschichte. Er führte die Nordstaaten im Bürgerkrieg zum Sieg, setzte die Wiederherstellung der Union durch und schaffte die Sklaverei ab. Der lange und blutige Stellungskrieg kostete Lincoln jedoch das Vertrauen der Bevölkerung. Trotzdem wurde er im November 1864 wiedergewählt. Nur fünf Monate später starb der 16. Präsident der Vereinigten Staaten von Amerika nach einem Attentat eines fanatischen Sympathisanten der Südstaaten an einer schweren Kopfverletzung. | Bildquelle: picture-alliance / IMAGNO/Austri

Abraham Lincoln

Die Präsidentschaft von Abraham Lincoln von 1861 bis 1865 gilt als eine der bedeutendsten in der US-Geschichte. Er führte die Nordstaaten im Bürgerkrieg zum Sieg, setzte die Wiederherstellung der Union durch und schaffte die Sklaverei ab. Der lange und blutige Stellungskrieg kostete Lincoln jedoch das Vertrauen der Bevölkerung. Trotzdem wurde er im November 1864 wiedergewählt. Nur fünf Monate später starb der 16. Präsident der Vereinigten Staaten von Amerika nach einem Attentat eines fanatischen Sympathisanten der Südstaaten an einer schweren Kopfverletzung.

Andrew Johnson

Nach Lincolns Tod legte der Vizepräsident Andrew Johnson den Amtseid ab und trat noch an Lincolns Todestag (15. April 1865) dessen Nachfolge an. Die Hauptaufgabe Johnsons lag im Wiederaufbau der Südstaaten nach dem Bürgerkrieg. Johnson war der erste Präsident, gegen den ein Amtsenthebungs-Verfahren eingeleitet wurde. Zwar scheiterte dies, 1868 konnte er sich als Präsidentschaftkandidat aber nicht mehr durchsetzen.

Ulysses Grant

Mit dem Motto "Let Us Have Peace" zog Ulysses Grant 1868 für die Republikaner in den Wahlkampf und wurde schließlich der 18. Präsident der Vereinigten Staaten. Grant wird als eher schwacher Präsident gesehen, der mit den politischen Aufgaben überfordert war. Dennoch war er in der Bevölkerung sehr beliebt und wurde 1872 im Amt bestätigt. Grant war vom 4. März 1869 bis 3. März 1877 US-Präsident.

Rutherford B. Hayes

Rutherford B. Hayes war von 1877 bis 1881 der 19. Präsident der Vereinigen Staaten von Amerika. Unter ihm wurde die militärische Besatzung der Südstaaten beendet.

James A. Garfield

James A. Garfield hatte sich für seine Amtszeit viel vorgenommen, zum Beispiel wollte er den Öffentlichen Dienst reformieren oder die Vetternwirtschaft im politischen System bekämpfen. Aber seine Präsidentschaft dauerte nur sechs Monate, von März bis September 1881. Am 2. Juli 1881 wurde der 20. US-Präsident in Washington D.C. von einem psychisch Kranken angeschossen und starb zwei Monate später.

Chester A. Arthur

Vizepräsident Chester A. Arthur wurde nach dem Tod von James A. Garfield der 21. US-Präsident. Arthur versuchte, die Pläne seines Vorgängers umzusetzen. Die Amtszeit Arthurs (19. September 1881 bis 4. März 1885) wird aber eher als schwach beurteilt.

Grover Cleveland

Grover Cleveland war der 22. und 24. Präsident der USA. Als erster Kandidat der Demokratischen Partei nach dem Bürgerkrieg regierte er zunächst von 1885 bis 1889. Seine Schwerpunkte setzte er auf die Verwaltungsreform und die Reform des Zolltarifs. 1888 zog er erneut für die Demokraten in den Wahlkampf, unterlag aber dem republikanischen Konkurrenten Benjamin Harrison. Als er dann 1892 erneut für das Amt des Präsidenten kandidierte, war er erfolgreich. Er löste den einstigen Konkurrenten Benjamin Harrison wieder ab und regierte eine weitere Amtszeit von 1893 bis 1897.

Benjamin Harrison

Zwischen den zwei Amtszeiten von Grover Cleveland war Benjamin Harrison von März 1889 bis März 1893 der 23. Präsident. Er legte den Grundstein für das US-amerikanische Wettbewerbsrecht.

William McKinley

William McKinley war nach Abraham Lincoln und James Garfield der dritte US-amerikanische Präsident, der während seiner Amtszeit einem Attentat zum Opfer fiel. Der Republikaner war von 1897 bis 1901 der 25. Präsident der Vereinigten Staaten von Amerika. Besondere Anerkennung erhielt er für seine Außenpolitik und wurde im Jahr 1900 mit großer Mehrheit wiedergewählt. Bei einem Attentat im September 1901 wurde McKinley getötet.

Theodore Roosevelt

McKinleys Nachfolger im Weißen Haus wurde Theodore Roosevelt - ehemals Vizepräsident. Mit 42 Jahren bei Amtsantritt war Roosevelt der jüngste Präsident der USA. Der 26. Präsident setzte sich für eine Allianz zwischen den europäischen Westmächten und den USA ein. 1904 wurde er als Kandidat der Republikanischen Partei wiedergewählt und blieb bis 1909 im Amt. 1906 wurde Roosevelt für seine Vermittlung im russisch-japanischen Krieg als erster Amerikaner mit dem Friedensnobelpreis ausgezeichnet.

William Howard Taft

William Howard Taft - Nachfolger und enger Freund Roosevelts - trat in die großen Fußstapfen seines Vorgängers. In seiner Präsidentschaft von 1909 bis 1913 wollte der Republikaner die von Roosevelt eingeleiteten Reformen vollenden, scheiterte aber an Flügelkämpfen in seiner Partei. 1912 kandidierte er erneut, belegte aber nur den dritten Platz. Bis heute ist Taft der einzige, der sowohl Präsident als auch Oberster Bundesrichter der Vereinigten Staaten war.

Woodrow Wilson

Woodrow Wilson war US-Staatsoberhaupt im Ersten Weltkrieg. In seiner Amtszeit von 1913 bis 1921 engagierte sich der 28. Präsident der USA innenpolitisch vor allem für Sozialreformen. Unter anderem setzte er die "Federal Trade Commission" gegen quasi-monopolistische Trusts ein. Wilson war der zweite demokratische Präsident seit 1861.

Warren G. Harding

Der Republikaner Warren G. Harding war nur 27 Monate im Amt, von März 1921 bis August 1923. Er starb bei einer Reise durch den Westen der USA in San Francisco an einem Herzinfarkt oder Schlaganfall. Harding war der sechste US-Präsident, der während der laufenden Amtszeit verstarb.

Calvin Coolidge

Hardings Vizepräsident Calvin Coolidge rückte daraufhin im August 1923 in das Amt nach und war bis März 1929 US-amerikanischer Präsident. In seiner zweiten Amtszeit ab 1924 trieb er unter anderem Maßnahmen zur Steuersenkung voran. Hier ist er im Kreis seiner Familie zu sehen.

Herbert Hoover

Der 31. Präsident war von 1929 bis 1933 Herbert Hoover. Der Republikaner, dessen Vorfahren aus Deutschland und der deutschsprachigen Schweiz stammten, kam in einer Quäker-Familie in den USA zur Welt. Hoovers Amtszeit wurde von der Weltwirtschaftskrise überschattet. Der legendäre Börsencrash am "schwarzen Freitag" im Oktober 1929 fiel in seine Amtszeit.

Franklin D. Roosevelt

Franklin D. Roosevelt war von 1933 bis zu seinem Tod 1945 der 32. Präsident. Er wurde dreimal wiedergewählt und ist damit der Präsident mit der längsten Regierungszeit in den USA. Seine Amtszeiten sind durch innenpolitische Reformen ("New Deal") und den Zweiten Weltkrieg geprägt. Am 12. April 1945 starb Roosevelt an einer Hirnblutung im Alter von 63 Jahren.

Harry S. Truman

Gemäß der Verfassung trat Vizepräsident Harry S. Truman nach dem plötzlichen Tod von Franklin D. Roosevelt im April 1945 das Amt des Präsidenten an. Als 33. Präsident ist er für den Abwurf der Atombomben über Hiroshima und Nagasaki verantwortlich. Nach dem Krieg setzte der Demokrat 1948 seine Unterschrift unter den Marshallplan. Damit leitete er das schnelle Wirtschaftswunder im zerstörten Westdeutschland ein. In seiner zweiten Amtszeit (1948 - 1953) begann die Jagd gegen Kommunisten im Land - auch als McCarthy-Ära bekannt.

Dwight D. Eisenhower

Bereits 1947 sollte Dwight "Ike" D. Eisenhower auf Wunsch von Harry S. Truman Präsidentschaftskandidat für die Demokraten werden. Eisenhower lehnte aber ab - er wollte nicht Präsident werden. 1952 traten die Demokraten und Republikaner mit demselben Vorschlag erneut an Eisenhower heran - er lehnte wieder ab. Nachdem im ganzen Land "I like Ike"-Clubs entstanden, änderte er jedoch seine Meinung, trat für die Republikaner für die Wahl an und wurde der 34. US-Präsident. 1957 unterzeichnet Eisenhower ein neues Bürgerrechtsgesetz. Damit sollen die Rechte der schwarzen Bürger in den Vereinigten Staaten verbessert werden.

John F. Kennedy und Dwight David Eisenhower

Am 20. Januar 1961 wurde John F. Kennedy im Alter von 43 Jahren in Washington D.C. als 35. US-Präsident vereidigt. Kennedy wird nur 1036 Tage im Amt bleiben. Diese Zeit ist geprägt von zahlreichen Ereignissen: Kuba-Krise, Vietnamkrieg, Bau der Berliner Mauer und die Ankündigung der Mondlandung vor 1970. Am 22. November 1963 wurde John F. Kennedy auf einer Wahlkampfreise in Dallas durch mehrere Schüsse ermordet. Kurze Zeit später wurde der mutmaßliche Täter - Lee Harvey Oswald - verhaftet. Es kam aber nie zu einer Gerichtsverhandlung, da Oswald bei der Überführung in das Staatsgefängnis von Dallas von dem Nachtclubbesitzer Jack Ruby erschossen wurde. Hier ist Kennedy mit seinem Vorgänger Dwight D. Eisenhower kurz vor der Vereidigung im Januar 1961 zu sehen.

Lyndon B. Johnson

Nur wenige Stunden nach dem Attentat auf Kennedy wurde Vizepräsident Lyndon B. Johnson noch in der Air Force One als Präsident vereidigt. Er führte die Amtsperiode zu Ende und wurde im Jahr 1964 mit großer Mehrheit für eine zweite Amtszeit gewählt. Johnson setzte sich vor allem für die Bürgerrechte und die Bekämpfung der Armut ein. Außenpolitisch war seine Präsidentschaft vor allem durch den Vietnam-Krieg geprägt.

Richard Nixon

Der Republikaner Richard Nixon ist bislang der einzige US-Präsident, der zurückgetreten ist. Während des Präsidentschaftswahlkampfes 1972 wurde von Beauftragten des Wahlkomitees der Republikaner in das Hauptquartier der Demokraten im Watergate Building in Washington eingebrochen. Die Journalisten Bob Woodward und Carl Bernstein deckten die "Watergate"-Affäre auf. Auch Vertraute Nixons hatten von dem Einbruch gewusst, was Nixon versuchte, zu vertuschen. Mit seinem Rücktritt kam Nixon einer Amtsenthebung aufgrund der Watergate-Affäre zuvor. Nixon war von Januar 1969 bis zu seinem Rücktritt im August 1974 der 37. US-Präsident.

Gerald Ford

Nixons zweite Amtsperiode wurde daraufhin vom ehemaligen Vizepräsidenten Gerald Ford zu Ende geführt. Seine Kandidatur für eine erneute Amtszeit war erfolglos. Der demokratische Herausforderer Jimmy Carter gewann die Wahl im Jahr 1976. Ford ist der einzige US-amerikanische Präsident, der nie von Wahlmännern gewählt wurde.

Jimmy Carter

Am 20. Januar 1977 wird Jimmy Carter als 39. Präsident der USA vereidigt. In seine Amtszeit fällt der SALT-II-Vertrag mit der Sowjetunion sowie die Übergabe der Kontrolle des Panama-Kanals an Panama. Innenpolitisch kümmerte er sich vor allem um die Energie-, Bildungs- und Umweltpolitik. Da es Carter nicht gelang, die USA aus einer Wirtschaftskrise zu führen, erhielt er nicht die Gunst der Wähler und seine Präsidentschaft endete im Januar 1981.

Ronald Reagan

Der bei Amtsantritt 1981 älteste Präsident überhaupt war Ronald Reagan mit 69 Jahren. Der Ex-Schauspieler und Gouverneur Kaliforniens war von 1981 bis 1989 für zwei Amtszeiten US-Präsident. Geprägt ist diese Zeit vom Ost-West-Konflikt, bei dem Reagan als Hardliner auftrat. Er bezeichnete die Sowjetunion als "Reich des Bösen" und iniitierte den erneuten Rüstungswettlauf. Bei einem Gipfeltreffen 1986 im isländischen Reykjavik auf dem Höhepunkt des Kalten Krieges verhandelten Reagan und Michail Gorbatschow dann überraschend über die weitgehende Abschaffung von atomaren Lang- und Mittelstreckenraketen. 1987 forderte Ronald Reagan in einer Rede an der Berliner Mauer Gorbatschow auf, die Mauer niederzureißen ("Come here to this gate! Mr. Gorbatschow, open this gate! Mr. Gorbatschow, tear down this wall!").

George Bush

Nachfolger Ronald Reagans wurde sein Vizepräsident George Bush. Am 20. Januar 1989 wurde er als 41. Präsident der Vereinigten Staaten vereidigt. Im August 1990 besetzte der Irak Kuwait. Bush entsendete amerikanische Truppen nach Saudi-Arabien. Am 17. Januar 1991 begann die "Operation Desert Storm", die am 28. Februar mit dem Rückzug Iraks aus Kuwait endete. Seine Amtszeit wurde ebenfalls durch die Unterzeichnung des START-Vertrages zur Abrüstung und Kontrolle von Nuklearwaffen im Jahr 1991 geprägt. 1992 trat Bush gegen den demokratischen Kandidaten Bill Clinton um das Amt des Präsidenten an, verlor aber die Wahl.

Bill Clinton

Mit 46 Jahren bei seinem Amtsantritt ist Bill Clinton nach Theodore Roosevelt und John F. Kennedy der drittjüngste Präsident der USA. Clinton hatte in seinem Wahlkampf Steuererleichterungen für niedrige Einkommen gefordert und sich für die Kürzung des Militärbudgets eingesetzt. Als er das Amt des 42. US-Präsidenten im Januar 1993 schließlich übernahm, wurde er mit einer ernsten Haushaltslage konfrontiert. Daraufhin erhöhte er unter anderem den Spitzensteuersatz. In der Außenpolitik vermittelte Clinton im Nahostkonflikt und war maßgeblich am israelisch-jordanischen Friedensvertrag beteiligt. 1996 wurde Clinton für weitere vier Jahre in seinem Amt als Präsident bestätigt. Seine zweite Amtszeit war durch ein Amtsenthebungsverfahren gegen den Präsidenten gekennzeichnet - Clinton wurden in der Lewinsky-Affäre Meineid und die Behinderung der Justiz vorgeworfen. Clinton überstand das Verfahren und entschuldigte sich in einer Fernsehansprache bei der US-Bevölkerung für sein Verhalten.

George W. Bush

Im Januar 2001 wurde George W. Bush - Sohn des 41. US-Präsidenten George Bush - als 43. US-Präsident vereidigt. Erst 35 Tage nach der Wahl war Bush als Sieger über den Demokraten Al Gore bestätigt worden, als der Oberste Gerichtshof in letzter Instanz die erneute Auszählung der Stimmen im Bundesstaat Florida verbot. Bush hatte dort mit einer bis heute umstrittenen Differenz von nur 537 Stimmen gewonnen. Mit dem Richterspruch fielen die entscheidenden Wahlmännerstimmen Floridas an Bush. Seine Präsidentschaft wurde hauptsächlich durch die Terroranschläge vom 11. September 2001 und die Reaktion darauf geprägt. Nach den Anschlägen - bei denen etwa 3000 Menschen ums Leben kamen - rief George W. Bush den "War on Terrorism" ("Krieg gegen den Terror") aus. Knapp einen Monat nach den Anschlägen führten die USA und Großbritannien Krieg in Afghanistan. Dort hatte die für die Anschläge verantwortlich gemachte Terrororganisation Al Kaida ihre Basis. Im März 2003 folgte der Irakkrieg. Bei der 55. Wahl des Präsidenten der USA im Jahr 2004 wurde Bush für eine zweite Amtszeit wiedergewählt.

Amtseinführung Obama

Eine strahlende Präsidentenfamilie bei der Amtseinführung von Barack Obama - dem ersten afroamerikanischen Präsidenten der USA. Vor dem Capitol in Washington legt er am 20. Januar 2009 seinen Amtseid ab. Seine Frau Michelle hält die Lincoln-Bibel. Mit dabei: die Töchter Malia und Sasha. Zu seinen ersten Amtshandlungen gehörte der Beschluss des Abzugs der US-Truppen aus dem Irak. Noch im ersten Jahr seiner Präsidentschaft wird Obama mit dem Friedensnobelpreis ausgezeichnet. Er vertrete genau die Positionen, für die das Nobelkomitee seit 108 Jahren werbe. Im Jahr 2010 gelingt es Obama, seine umstrittene Gesundheitsreform in Kraft zu setzen. Sie ermöglicht fast allen US-Bürgern den Zugang zu einer Krankenversicherung. Im September 2012 nimmt Barack Obama auf einem Parteitag der Demokraten die erneute Nominierung zum Präsidentschaftskandidaten offiziell an. Am 6. November 2012 kann er die Präsidentschaftswahl erneut für sich entscheiden.

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