Bildergalerie: UNICEF-Foto des Jahres 2019

Bilder

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UNICEF-Foto des Jahres 2019

Kinder sammeln Müll im Hafen von Manila

Erster Preis: Wenie Mahiya ist 13 Jahre alt und arbeitet als Tagelöhnerin in Tondo, einem Slum am Hafenbecken von Manila, der Hauptstadt der Philippinen. Sie sammelt für umgerechnet 90 Cent am Tag Plastikflaschen, um diese an Müll-Recycler zu verkaufen. In Tondo gibt es keinen Strom und keinen Trinkwasseranschluss, viele Kinder sterben hier an Lebensmittelvergiftungen. Der deutsche Fotograf Hartmut Schwarzbach hat mit seinem Foto Armut, Kinderarbeit und Umweltverschmutzung eingefangen. | Bildquelle: Hartmut Schwarzbach, Germany (Argus Photo Agency)

Kinder sammeln Müll im Hafen von Manila

Erster Preis: Wenie Mahiya ist 13 Jahre alt und arbeitet als Tagelöhnerin in Tondo, einem Slum am Hafenbecken von Manila, der Hauptstadt der Philippinen. Sie sammelt für umgerechnet 90 Cent am Tag Plastikflaschen, um diese an Müll-Recycler zu verkaufen. In Tondo gibt es keinen Strom und keinen Trinkwasseranschluss, viele Kinder sterben hier an Lebensmittelvergiftungen. Der deutsche Fotograf Hartmut Schwarzbach hat mit seinem Foto Armut, Kinderarbeit und Umweltverschmutzung eingefangen.

Sieben afghanische Kinder aus einem abgelegenen Dorf im Distrikt Surkh Rod, die bei der Explosion eines Blindgängers schwer verletzt worden sind

Zweiter Platz: Sie haben ihre Mutter und ihre Schwester sterben sehen. Diese sieben Geschwister kommen alle aus einer Familie, keines von ihnen hat noch beide Beine. Verletzt wurden sie bei der Explosion eines Blindgängers im afghanischen Distrikt Surkh Rod. Die Zahl offiziell registrierter schwerer Kinderrechtsverletzungen in Kriegs- und Krisengebieten hat sich seit 2010 verdreifacht.

Ein Junge liegt erschöpft am Boden einer Goldmine in Burkina Faso

Dritter Platz: Für Kinder des Mossi-Stammes in Burkina Faso ist Gold keine Verheißung sondern eine Plage. Während die Minenkonzerne das Gebiet schon längst verlassen haben, graben dieser Junge - und viele andere Kinder - in Höhlen und Gängen nach kleinen Gold-Körnchen. Laut der Internationalen Arbeitsorganisation (ILO) müssen weltweit noch immer 152 Millionen Jungen und Mädchen arbeiten, ohne Rechte und Chancen.

Ein Clown sitzt mit zahlreichen Kindern in einem Bus in Syrien

Ehrenvolle Erwähnung: Halb Lehrer, halb Clown - in der syrischen Region Idlib, einem der wenigen Teile des Landes, die noch nicht von Assads Regierungstruppen zurückerobert wurden, kommt der Lehrer mit dem Spaßbus. Die in Großbritannien gegründete Hilfsorganisation "Syria Relief" bringt Lehrer dorthin, wo keine Schulen mehr stehen oder die Schulwege zu gefährlich geworden sind.

Prozession mit Kindern auf Sizilien

Ehrenvolle Erwähnung: Die Mystik der Kinderaugen, der italienische Fotograf Daniele Vita hat sie gesucht. Dafür reiste er in die Vergangenheit seiner Familie - nach Sizilien. Die größte Insel Italiens ist streng katholisch geprägt und feiert die heilige Osterwoche mit schwermütigen getragenen Prozessionen, bei denen auch Kinder eine tragende Rolle spielen - als Engel. Vita hat die Spuren eines feierlichen Glaubens, die Sehnsucht nach dem Behütetsein in Traditionen gesucht und festgehalten.

Ein Kind sitzt auf einer Müllkippe in Bangladesch

Ehrenvolle Erwähnung: Missbrauch, Gewalt, Ausbeutung, Mangelernährung: vielen Kindern in Bangladesch wird ihre Kindheit geraubt. Mohammad Shahnewaz Khan porträtiert Kinder und Jugendliche seines Heimatlandes und will darauf aufmerksam machen, dass die vor 30 Jahren verabschiedeten UN-Kinderrechtskonventionen noch lange nicht überall auf der Welt gelten.

Eine Frau hält ihren Kopf unter Wasser

Ehrenvolle Erwähnung: Sauberes Wasser, Stopp des Klimawandels, Erhalt der Biodiversität und der Wälder, nachhaltige Produktion, Vorzug erneuerbarer Energien: die "Nachhaltigen Entwicklungsziele" der Vereinten Nationen, die bis 2030 umgesetzt werden sollen, kommen in vielerlei Hinsicht ins Stocken. Die italienische Fotografin Roselena Ramistella hat eben jene Entwicklungsziele frei und assoziativ in einer Projektarbeit mit Kindern porträtiert.

Kinder im Irak gehen baden

Ehrenvolle Erwähnung: Fatma ist neun Jahre alt und wächst in einer ländlichen Region im Süd-Irak auf. Sie weiß, wie Jungen zu baden, schickt sich für sie nicht. Während ihres ersten Ramadan-Fastens probt sie am Rande des Euphrats das Verschleiern. Konservative Kräfte im Irak versuchen das Ehealter für Frauen per Gesetz auf neun Jahre herabzusetzen. Die französische Fotografin Emilienne Malfatto hat Fatma und ihre siebenjährige Schwester Tiktum über zwei Jahre lang begleitet.

Das Mädchen Kawakanih in Mato Grosso liegt zwischen Lebensmitteln

Ehrenvolle Erwähnung: Was essen Kinder, wenn sie zu Essen haben? Dieser Frage geht der US-amerikanische Fotograf Gregg Segal nach und portätiert Kinder in Asien, Europa, Amerika und Afrika mit ihrer Ernährung. Kawakanih aus Mato Grosso in Brasilien hat einen weitaus gesünderen Speiseplan als Kinder in den USA. Dort hat sich der Prozentsatz von fettsüchtigen Kindern innerhalb von 40 Jahren verzehnfacht. Gleichzeitig leiden weltweit 820 Millionen Menschen temporär oder stetig an Hunger.

Ein Junge schreibt in Burkina Faso etwas auf eine Kreidetafel.

Ehrenvolle Erwähnung: Die "verlorene Generation" lernt heimlich. Im westafrikanischen Burkina Faso nehmen die Angriffe islamistischer Terrormilizen auf Schulen und Lehrer immer weiter zu. 1462 Schulen im Land mussten schließen, die Gefahr für Schüler und Lehrer war zu groß, 187.000 Kinder können deshalb nicht unterrichtet werden. Die Vereinten Nationen nennen sie die "verlorene Generation". Der spanische Fotograf Antonio Aragón Renuncio hat Kinder begleitet, die in den Ruinen ihrer Schulen eine Art Ersatzunterricht aufrecht erhalten.

Alaf aus Bangladesch

Ehrenvolle Erwähnung: Mit 13 Jahren Vollzeit arbeiten, für 60 Cent pro Tag. Alaf konnte die zweite Klasse seiner Schule in Dhaka, Bangladesch, nicht beenden. Seine Eltern brauchten seine Arbeitskraft und seinen Lohn, um das Überleben der Familie zu sichern. Seitdem arbeitet er in einer Metallfabrik, die Kannen und Schüsseln herstellt. Laut UNICEF teilen 1,7 Millionen Kinder in Bangladesch Alafs Schicksal.

Eine verschleierte Frau steht mit dem Rücken zur Kamera

Ehrenvolle Erwähnung: Ausbeutung von Körper und Geist: Weltweit leben Schätzungen der Internationalen Arbeitsorganisation (ILO) zufolge 40 Millionen Menschen in sklavenähnlichen Verhältnissen. Auch auf den Philippinen werden Minderjährige aus armen Dörfern mit falschen Versprechungen in die Städte gelockt und dann als Haushälterinnen oder Sexarbeiterinnen vermittelt. Die US-amerikanische Fotografin Matilda Simas hat die betroffenen Mädchen in Schutzräumen am Flughafen in Manila porträtiert. Sie wurden auf dem Weg nach Saudi-Arabien abgefangen und erhalten hier psychologische Hilfe und Sicherheit.

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