Bildergalerie: UNICEF-Foto des Jahres 2017

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UNICEF-Foto des Jahres 2017

Fotografie von Muhammed Muheisen

Das Siegerfoto des internationalen Fotowettbewerbs "UNICEF-Foto des Jahres 2017" zeigt Zahras Gesicht - ein fünfjähriges syrisches Mädchen in einem jordanischen Flüchtlingslager. Zahras Eltern flohen 2015 mit ihr und sieben weiteren Kindern vor dem Krieg. Seither leben sie in einem Zelt. Der Vater - früher fuhr er Taxi und arbeitete auf seinem Hof - sucht Arbeit auf den Feldern des Jordantals; ein Schulbesuch ist seinen Kindern nicht möglich.

Dem Fotograf Muhammed Muheisen ist das Schicksal von Flüchtlingskindern durch seine langjährige Tätigkeit für die Agentur AP vertraut. In Zahras Gesicht sah er nach eigenen Angaben das Schicksal Hunderttausender Kinder. | Bildquelle: M. Muheisen, Jordan (AP/dpa)

Fotografie von Muhammed Muheisen

Das Siegerfoto des internationalen Fotowettbewerbs "UNICEF-Foto des Jahres 2017" zeigt Zahras Gesicht - ein fünfjähriges syrisches Mädchen in einem jordanischen Flüchtlingslager. Zahras Eltern flohen 2015 mit ihr und sieben weiteren Kindern vor dem Krieg. Seither leben sie in einem Zelt. Der Vater - früher fuhr er Taxi und arbeitete auf seinem Hof - sucht Arbeit auf den Feldern des Jordantals; ein Schulbesuch ist seinen Kindern nicht möglich.

Dem Fotograf Muhammed Muheisen ist das Schicksal von Flüchtlingskindern durch seine langjährige Tätigkeit für die Agentur AP vertraut. In Zahras Gesicht sah er nach eigenen Angaben das Schicksal Hunderttausender Kinder.

Fotografie von K.M. Asad

Obwohl sie seit Generationen in Myanmar leben, erklärte die Militärjunta die Rohingya zu illegalen Einwanderern. Auch zu den 135 offiziell anerkannten ethnischen Minoritäten im buddhistischen Myanmar dürfen sich die Muslime nicht zählen. 300.000 Rohingya waren in den vergangenen Jahren schon nach Bangladesch geflohen, als der Überfall einer Rohingya-Miliz auf einen Sicherheitsposten Auslöser eines militärischen Gewaltexzesses wurde, der im August 2017 weitere 600.000 Rohingya zur Flucht trieb. Die Vereinten Nationen sprechen von "Völkermord".

Der 1983 in Dhaka geborene und für internationale Medien arbeitende Fotojournalist K.M. Asad hat die fast friedlich anmutende Ankunft einer Rohingya-Flüchtlingsfrau mit ihrem Kind am Strand von Cox's Bazar in Bangladesch festgehalten. Das Foto wurde auf den 2. Platz gewählt.

Foto von Kevin Frayer

Am 20. September 2017 trafen Lebensmitteltransporte in einem Flüchtlingslager der Rohingya am Golf von Bengalen ein. Innerhalb weniger Tage waren Ende August in Lagern wie diesem Hunderttausende Menschen gestrandet.

Der Fotograf Kevin Frayer war Zeuge jenes Moments, in dem ein weinender Junge den Truck erkletterte. Frayer, 1973 in Kanada geboren, arbeitete lange für AP im Nahen Osten, lebt mittlerweile in Peking und fotografiert für Getty Images. Das Foto wurde mit dem 3. Platz ausgezeichnet.

Foto von Ana Palacios

Zehn weitere Bilder erhielten ehrenvolle Erwähnungen: Immer wieder thematisieren die Fotografen das Schicksal sogenannter Albinos in Afrika - und damit die Lebensgefahr, die diesen Kindern durch den Aberglauben droht, ihr Blut zu trinken wirke Wunder.

Die 1984 in Spanien geborene Fotojournalistin Ana Palacios ging auf die Suche nach offizieller Hilfe für die Albinos. Sie fand sie in der tansanischen Stadt Kabanga, wo die Kinder vor einer noch größeren Gefahr geschützt werden sollen: der Sonne. Palacios' Bild zeigt die so gerne tanzende elfjährige Kelen im noch unfertigen Schlaftrakt eines Kinderheims.

Foto von Andrew Quilty

Weit ab vom alpinen Skizirkus gibt es in Afghanistan Abfahrts- und Slalomspezialisten, die Zugang zu einem Wintervergnügen haben, das dort nicht unbedingt eine Massenbewegung ist. Zwei Mitarbeiter einer internationalen Entwicklungshilfe-Organisation brachten 2009 ihre Skier in ein abgelegenes Dorf im Fuladi-Tal mit - und machten offensichtlich Eindruck.

Als der australische Fotograf Andrew Quilty acht Jahre später nach Au Bala kam, traf er dort Jungen, die ihm ihre selbstgebastelten Skier zeigten.

Foto von Anna Boyiazis

Der tansanische Teilstaat Sansibar ist fast zu 100 Prozent muslimisch. Frauen durften hier nach Ansicht der religiösen Autoritäten nicht schwimmen gehen. Bis mutige Frauen das Projekt "Panje" starteten, übersetzt: großer Fisch. Dazu gehören auch die Mädchen einer Grundschule. Sie alle nehmen sich das Recht, sich im "Burkini" am Wasser zu freuen.

Die 1967 in Kalifornien geborene Fotografin Anna Boyiazis sagt zu dieser Bewegung: Noch sei sie fragil, bekämpft vor allem von alten Männern. Aber die Mädchen würden ihnen nun glücklicherweise einfach davonschwimmen.

Foto von Anush Babajanyan

In Westafrika - wie hier im ivorischen Abidjan - werden Zwillingen oftmals Wunder zugetraut. Ihre Mütter bringen sie gerne in die Nähe einer großen Moschee, um Gläubigen nach dem Gottesdienst eine Gelegenheit zu bieten, sich gegen Spenden gute Wendungen im Leben zu wünschen.

Die 1983 im heutigen Armenien geborene Fotografin Anush Babajanyan stieß ganz zufällig auf diese Praxis, in der sich Aberglaube, Armut und eine spezifische Form von Kinderarbeit vereinen.

Foto von Christian Werner

Aleppo in Schutt, Homs eine Apokalypse: In den Ruinen: Mädchen wie Victoria, mit ihrem Bruder und den Eltern zurückgekehrt in ein Haus, das nicht mehr bewohnbar ist. Wie hier noch einmal von vorne beginnen? Wie den nächsten Winter überdauern?

Der deutsche Fotoreporter Christian Werner, Jahrgang 1987, war nach der Rückeroberung durch syrische Truppen in Aleppo und Homs.

Foto von Jacob Ehrbahn

Ein weiteres Lager traumatisierter Rohingya in Bangladesch. Sie sitzen manchmal den ganzen Tag lang in langen Wartereihen, um Hilfe zu erhalten. Eine junge Mutter versucht, ihr Kind aus der Bedrängnis zu befreien, ihm ein bisschen Luft und Schatten zu spenden.

Festgehalten hat die Szene der 1970 geborene dänische Fotojournalist Jacob Ehrbahn.

Foto von Leona Ohsiek

Hannah war erst wenige Monate alt, als ihre Mutter bei einem Autounfall starb. Das Mädchen war zu klein, um Erinnerungen daran zu haben. Der Verlust der Mutter verfolge Hannah deshalb weniger als ihn, sagt der Vater. Trotzdem gebe es immer wieder Momente der Trauer.

Die Fotografie-Studentin Leona Ohsiek aus Hannover hat die Geschichte festgehalten. Auch ihr Bild wurde von der UNICEF ehrenvoll erwähnt.

Foto von Toby Binder

Arbeitslosigkeit, Bandenkriminalität, Teenagerschwangerschaften, Drogen, Alkohol - vor allem in den ehemaligen britischen Industriestädten gehört das zum Leben vieler Jugendlicher.

Der 1977 in Esslingen geborene Fotograf Toby Binder hat die Lage von Kindern und Jugendlichen in den klassischen Arbeitervierteln von Belfast, Glasgow, Edinburgh und Liverpool über Jahre hinweg dokumentiert.

Foto von Yuliya Skorobogatova

"Du tust ja nichts, außer auf das Baby aufzupassen." Das war nur der gedankenlos hingeworfene Satz eines Freundes, aber er animierte die russische Fotografin Yuliya Skorobogatova zu einem Projekt über das angebliche Nichtstun. Unter dem Titel "Mama zu Hause" porträtierte sie junge Frauen beim alltäglichen Versuch, Beruf und Kinder unter einen Hut zu bringen.

Foto von Zohra Bensemra

Mossul, Sommer 2017: Der "Islamische Staat" ist aus der Metropole vertrieben. Die monatelangen Kämpfe haben die Stadt weitgehend zerstört. Ein kleines Mädchen steht an einem Checkpoint von Spezialkräften der irakischen Armee.

Das Foto stammt von der 1968 in Algier geborene Fotografin Zohra Bensemra.

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