Bildergalerie: Trumps zukünftiges Team

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Trumps zukünftiges Team

Rex Tillerson

Rex Tillerson wird neuer Außenminister. Der 64-Jährige besitzt keinerlei politische Erfahrung, verfügt aber als Chef des Ölkonzerns ExxonMobil über weltweite Geschäftskontakte, unter anderem nach Russland. In der Anhörung im Senat ging er - anders als Trump - auf Distanz zu Moskau: Russland stelle eine Gefahr dar, sei aber nicht unberechenbar. | Bildquelle: REUTERS

Rex Tillerson

Rex Tillerson wird neuer Außenminister. Der 64-Jährige besitzt keinerlei politische Erfahrung, verfügt aber als Chef des Ölkonzerns ExxonMobil über weltweite Geschäftskontakte, unter anderem nach Russland. In der Anhörung im Senat ging er - anders als Trump - auf Distanz zu Moskau: Russland stelle eine Gefahr dar, sei aber nicht unberechenbar.

James Mattis

Der pensionierte Vier-Sterne-General James Mattis bezieht den Chefposten im Pentagon. Der künftige Verteidigungsminister diente jahrzehntelang bei den Marines. Er war unter anderem Kommandeur im ersten Golfkrieg. Der 66-jährige Mattis ist als Kritiker der Anti-IS-Strategie Barack Obamas und als Gegner des Atomdeals mit dem Iran bekannt.

John Kelly

Mit John Kelly zieht ein weiterer Ex-General ins Kabinett ein. Der künftige Heimatschutzminister ist 66 Jahre alt, gilt als "Falke der Grenzsicherung", war 40 Jahre lang bei den Marines und kämpfte unter anderem im Irak. Bis vor kurzem leitete Kelly das Southern Command der US-Streitkräfte.

Steven Mnuchin

Ehemaliger Investmentanker bei Goldman Sachs und Hedgefonds-Manager: Dass der 53-jährige Steven Mnuchin neuer Finanzminister wird, ist sehr umstritten. Mnuchin gilt als Befürworter einer lockeren Hand im Umgang mit Banken und Fonds. Mnuchin gründete die Filmproduktionsfirma Dune Capital, die unter anderem "Avatar" mitfinanziert hat. Mit Trump ist er privat seit mehr als 15 Jahren verbunden.

Der designierte CIA-Chef Mike Pompeo in der Anhörung

Mike Pompeo ist bislang republikanischer Abgeordneter im Repräsentantenhaus. Künftig bekleidet er das Amt des CIA-Chefs. Was das Thema Russland angeht, positionierte er sich bei der Anhörung im Senat anders als Trump: "Russland hat immer wieder bewiesen, dass es aggressiv ist - durch den Einmarsch in der Ukraine, die Drohungen gegen Europa. Und Russland hat nichts getan, um den IS zu zerstören."

Dan Coats

Für das Amt des nationalen Geheimdienstdirektors hat Trump Dan Coats nominiert, der von 2001 bis 2005 Botschafter in Deutschland war. Zu jener Zeit kritisierte er die damalige rot-grüne Bundesregierung scharf für ihre Ablehnung des Irak-Kriegs. Der 73-Jährige folgt auf James Clapper und hat die Aufgabe, die 16 Geheimdienste der USA zu koordinieren. Er gilt auch als Russlandkenner.

Reince Priebus.

Stabschef im Weißen Haus wird der republikanische Parteivorsitzende Reince Priebus. Der 44-Jährige wird damit zweitwichtigster Mann im Weißen Haus. Der Stabschef leitet den Mitarbeiterstab und entscheidet, wer Zugang zum Präsidenten bekommt. Priebus gilt als pragmatisch. Seine engen Kontakte zum Kongress sollen Trump nützen.

Michael Flynn

Zu seinem nationalen Sicherheitsberater macht Trump den ehemaligen Drei-Sterne-General Michael Flynn. Der 57-Jährige trat immer wieder als Experte im staatlichen russischen TV-Sender Russia Today (RT) auf, wo er sich unter anderem für eine stärkere Zusammenarbeit zwischen den USA und Russland beim Kampf gegen die Terrormiliz "Islamischer Staat" einsetzte.

Der Ex-Gouverneur von Texas, Rick Perry, gab als erster Bewerber der Republikaner auf - offenbar war ihm das Geld für seine Kandidatur ausgegangen.

Der Ex-Gouverneur von Texas, Rick Perry, war ein Rivale Trumps um die US-Präsidentschaftskandidatur. Er soll nun das Energieressort übernehmen - für dessen Abschaffung er im Wahlkampf plädiert hatte. Er gilt als Klimawandel-Skeptiker.

Scott Pruitt

Den Klimawandel zweifelt auch Scott Pruitt an, demnächst Leiter der Umweltschutzbehörde EPA. Der 48-Jährige hatte als Generalstaatsanwalt von Oklahoma mit zahlreiche Klagen Auflagen der Umweltbehörde angefochten. In der Senatsanhörung räumte er derweil eine Mitverantwortung des Menschen für die Erderwärmung ein. Dies sei wissenschaftlich erwiesen. Allerdings lasse sich das genaue Ausmaß der menschlichen Mitwirkung nicht bestimmen.

Ryan Zinke

Der ehemalige Marineinfanterie-Kommandeur Ryan Zinke soll Innenminister unter Trump werden. Sein Ressort ist nicht für die Innere Sicherheit zuständig, verwaltet aber rund ein Fünftel der öffentlichen Flächen des Landes, darunter Nationalparks. Zinke ist gegen die Privatisierung von öffentlichem Grundbesitz, hat aber als Abgeordneter des Repräsentantenhauses auch für Gesetze gestimmt, die Umweltauflagen in solchen Gebieten aufweichen.

Betsy DeVos

Betsy DeVos soll das Bildungsministerium übernehmen. DeVos stammt aus einer reichen Unternehmerfamilie und engagiert sich seit Langem für eine konservative Bildungsreform. Sie engagiert sich etwa für Schulprivatisierungen und staatliche Subventionen für religiöse Schulen.

Wilbur Ross

Wilbur Ross ist der zweite Wall-Street-Kenner, der im künftigen Kabinett Trump sitzt. Der 79-jährige Investor ist schwerreich. Er soll das Handelsministerium übernehmen. Im Senat mahnte er ausländische Unternehmen an, sich an die in den USA geltenden Regeln zu halten. Er liegt damit ganz auf der Linie Trumps, der internationalen Konzernen - etwa deutschen Autobauern - mehrfach mit hohen Strafzöllen gedroht hatte.

Andrew Puzder

Das Arbeitsministerium geht an Andrew Puzder. Der 66-Jährige ist Chef des Fast-Food-Imperiums CKE. Puzder ist vehement gegen einen staatlichen Mindestlohn, der höher als neun Dollar pro Stunde liegt. Ein solches Einkommen schade der Profitabilität und es sei zu befürchten, dass durch einen entsprechenden Mindestlohn Geschäfte geschlossen werden müssten.

Elaine Chao

Elaine Chao hat bereits Erfahrung als Ministerin. Im Kabinett von George W. Bush leitete sie das Arbeitsressort. Bei Trump ist sie für das Verkehrsministerium zuständig. Chao wurde in Taipeh geboren, ist 63, und mit dem republikanischen Mehrheitsführer im Kongress, Mitch McConnell, verheiratet.

Tom Price

Gesundheitsminister wird der 62 Jahre alte Tom Price. Er war bislang republikanischer Abgeordneter und gilt als scharfer Kritiker der Gesundheitsreform von Barack Obama. Price ist Orthopäde und Abtreibungsgegner.

Ben Carson

Ben Carson ist ebenfalls Mediziner. Der 65-jährige frühere Neurochirurg übernimmt das Ressort Wohnungsbau und Stadtentwicklung. Er war im März aus dem Rennen um die Präsidentschaftskandidatur bei den Republikanern ausgestiegen und hatte daraufhin Trump unterstützt. Er ist der einzige Schwarze im künftigen Kabinett.

Jeff Sessions

Zum Justizminister will Trump den ultrakonservativen Senator Jeff Sessions ernennen. Er war einer der ersten Senatoren, der sich auf die Seite von Trump stellte. Sessions, ehemaliger Bundesstaatsanwalt, vertritt bei der Einwanderung einen harten Kurs.

Nikki Haley

Die Gouverneurin des südlichen Bundesstaates South Carolina, Nikki Haley, wird UN-Botschafterin der USA mit Kabinettsrang. Die 44 Jahre alte Haley ist indischer Abstammung. Sie verurteilt die Verabschiedung einer Resolution gegen die israelische Siedlungspolitik im Dezember, bei der die USA unter Obama sich überraschend enthalten hatten. "Nirgendwo ist das Versagen der UN konsequenter und abscheulicher gewesen als in den Vorurteilen gegen unseren engen Verbündeten Israel", sagte Haley im Senat.

Stephen Bannon

Zum Chefstrategen im Weißen Haus ernannte Trump seinen ultrarechten Wahlkampfmanager Stephen Bannon, den früheren Leiter der erzkonservativen Website "Breitbart News". Über seine Plattform hatte er extrem rechte Parolen und Verschwörungstheorien verbreitet.

Jarde Kushner

Zu einem seiner einflussreichsten Berater macht der designierte US-Präsident Donald Trump seinen Schwiegersohn Jared Kushner. Der 36-jährige Ehemann von Trumps Tochter Ivanka kommt als Senior Adviser ins Weiße Haus. Kushner hatte sich während des Wahlkampfs vor allem um die digitale Strategie gekümmert.

Kellyanne Conway

Sie managte schon seinen Wahlkampf: Kellyanne Conway. Die 50-jährige Meinungsforscherin wird auch künftig Trump beraten. In den US-Medien ist sie regelmäßig präsent, um ihren Chef zu verteidigen.

Sean Spicer

Sean Spicer ist erster Ansprechpartner für die Medien in der US-Regierung: Als Pressesprecher Trumps muss er sich mit den Journalisten auseinandersetzen, mit denen Trump bereits jetzt über Kreuz liegt. Der langjährige Sprecher der Republikaner pflegt dabei offenbar einen ebenso rauen Umgang mit der Presse wie sein Chef. Die "Washington Post" zitierte eine anonyme Washingtoner Journalistin, die von regelmäßigen Schrei-Anfällen Spicers am Telefon berichtete.

Carl Icahn

Der schwerreiche 80-jährige Carl Icahn, bekannt als scharfer Kritiker staatlicher Reglementierung, dient Trump als Sonderberater. Er wird keinen Regierungsposten innehaben, kein Gehalt für seine Tätigkeit beziehen und keinen ethischen Regeln unterworfen sein, die seine Geschäfte als Investor einschränken. Er kündigte an, Trump vor allem auf eine Reform des Banken- und
Umweltrechts drängen zu wollen.

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