Bildergalerie: 60 Jahre Trabi

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60 Jahre Trabant

Fließband im VEB Sachsenring Automobilwerk Zwickau

Anfang des Jahres 1954 beschließt der Ministerrat der DDR den Bau eines Kleinwagens, der robust und sparsam sein soll. Das Automobilwerk Zwickau übernimmt die weitere Planung und entwickelt mit dem Projekt P 70 einen Vorläufer des nachfolgenden Trabi. Drei Jahre später, am 7. November 1957, rollt der erste "Trabant" vom Band. | Bildquelle: picture-alliance/ dpa

Fließband im VEB Sachsenring Automobilwerk Zwickau

Anfang des Jahres 1954 beschließt der Ministerrat der DDR den Bau eines Kleinwagens, der robust und sparsam sein soll. Das Automobilwerk Zwickau übernimmt die weitere Planung und entwickelt mit dem Projekt P 70 einen Vorläufer des nachfolgenden Trabi. Drei Jahre später, am 7. November 1957, rollt der erste "Trabant" vom Band.

Blick auf versandfertige Autos vom Typ "Trabant"

Das Geburtsdatum des Originaltrabis ist nicht zufällig gewählt: Plan der DDR-Führung ist es, den neuen Kleinwagen pünktlich zum 40. Jahrestag der sozialistischen Oktoberrevolution in der UdSSR vom Band laufen zu lassen. Schon im Folgejahr beginnt die Großserienfertigung. Zu Beginn der Produktion liegt der Preis für einen Trabi bei 7.500 DDR-Mark, im Laufe der Jahre steigt er auf rund 14.000 DDR-Mark.

Trabant "P 50"

Der Name des neuen Kleinwagens stammt aus einem Ideenwettbewerb in den 50er-Jahren, den das Zwickauer Automobilwerk ausgeschrieben hatte. "Trabant" kommt aus dem Tschechischen und bedeutet ursprünglich "Leibwächter" oder "Diener". Wer einen Trabi haben will, braucht Geduld: Bis zu 15 Jahren warten DDR-Bürger darauf, sich ihren eigenen "Leibwächter" kaufen zu können. Familien nehmen ihn deshalb wie ein neues Mitglied auf und nicht selten bekommt der Trabi einen Namen.

Ein Trabi als Transporter

Blech ist in den 50er-Jahren schwer zu bekommen. Der Trabi besteht deshalb aus einer Plastikkarosse aus zusammengepressten Lagen aus Baumwolle, Lumpen und verschiedenen Kunstharzen. Alle Wagen haben ein Stahlgerippe und einen Luft gekühlten Motor. Im Jahr 1962, fünf Jahre nach dem Start des 18 PS starken Trabant 500, wird sein Nachfolgemodell eingeführt: Der Trabant 600 hat einen Hubraum von 595 cm und einen Motor mit 23 PS.

Eine Trabi-Kolonne fährt über den Grenzübergang Herleshausen

Kurz vor der Wiedervereinigung wird in Zusammenarbeit mit VW ein Viertaktmotor für den Trabi entwickelt. Bis zum Produktionsende 1991 werden in Sachsen insgesamt 3.096.099 Trabant in verschiedenen Baureihen produziert. Der letzte seiner Art mit der Seriennummer 3096099 läuft am 30. April 1991 um 14.51 Uhr in Zwickau vom Band.

Trabantfahrertreffen in Zwickau

Nach der Wiedervereinigung sorgt der Film "Go Trabi Go" dafür, dass die Westdeutschen eine Ahnung davon bekommen, welchen Stellenwert der Trabant bei den Ostdeutschen hat. Auch in den alten Bundesländern erfreut sich der sogenannte "Plastebomber" bald großer Beliebtheit: Zahlreiche Trabi-Liebhaber finden sich in Fanclubs zusammen, tausende pilgern zu regelmäßig stattfindenden Trabi-Treffen. 1994 wird in Zwickau der Verein "Internationales Trabant-Register e.V." gegründet.

Trabi-Traktor

Bevor echte Liebhaber zum Schrottplatz fahren, legen sie lieber selbst Hand an. Der "Trabi-Traktor" kommt im September 2007 beim Treckertreffen in Trechwitz zum Einsatz, bei dem die Eigenkonstrutionen in einem Rennen ihre Schnelligkeit beweisen können.

Trabantfahrertreffen in Zwickau

Pünktlich zum 50. Geburtstag gab es Comeback-Pläne für den Trabi. Der fränkische Modellautohersteller Herpa will zusammen mit Partnern einen "new Trabi" auf die Straße bringen. Aus den Plänen wurde jedoch bis heute nichts.

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