Bildergalerie: Margaret Thatcher

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Margaret Thatcher - die "Eiserne Lady"

Margaret Thatcher

Margaret Thatcher, hier vor ihrem Porträt in der Ahnengalerie von Downing Street No. 10. Die konservative Politikerin war von 1979 bis 1990 britische Premierministerin. Sie blieb damit länger im Amt als jeder andere britische Regierungschef im 20. Jahrhundert. Am 8. April 2013 starb sie im Alter von 87 Jahren | Bildquelle: picture-alliance/ dpa

Margaret Thatcher

Margaret Thatcher, hier vor ihrem Porträt in der Ahnengalerie von Downing Street No. 10. Die konservative Politikerin war von 1979 bis 1990 britische Premierministerin. Sie blieb damit länger im Amt als jeder andere britische Regierungschef im 20. Jahrhundert. Am 8. April 2013 starb sie im Alter von 87 Jahren

Margaret Thatcher im Jahr 1945

Margaret Thatcher wurde am 13. Oktober 1925 in Grantham/Lincolnshire geboren. Das Foto zeigt sie als 20-Jährige mit ihren Eltern Alfred und Beatrice Roberts. Ihr Vater war Kolonialwarenhändler, Bürgermeister und methodistischer Laienprediger, die Mutter gelernte Hausschneiderin.

Margaret Thatcher im Jahr 1959 als Unterhausabgeordnete

Margaret Thatcher, hier als junge Unterhausabgeordnete im Jahr 1959, studierte zunächst Chemie und arbeitete dann als Chemikerin. Später schloss sie ein Jurastudium ab. Als Anwältin spezialisierte sie sich auf Steuerrecht. Gleichzeitig engagierte sie sich politisch. Nach zwei vergeblichen Anläufen bekam sie im Jahr 1959 ein Unterhausmandat für die Tories im Wahlkreis Finchley im Norden Londons.

Margaret Thatcher im Jahr 1970 als Ministerin

Im Jahr 1970 übernahm Thatcher, hier bei ihrem Amtsantritt, das Ministerium für Erziehung und Wissenschaft. Bereits von 1961 bis 1964 arbeitete sie als parlamentarische Sekretärin im Renten- und Versicherungsministerium der konservativen Regierung Harold Macmillans. Von 1964 bis 1970 war sie Sprecherin ihrer Partei im Unterhaus.

Margaret Thatcher im Jahr 1970 als Ministerin im Kabinett Heath

Gruppenbild mit Dame: Im Kabinett von Edward Heath (1970 bis 1974) war Margaret Thatcher die einzige Frau. Sie war erst die zweite Frau, die ein Ministeramt bei den britischen Konservativen ausübte. Als Erziehungsministerin bremste sie die Entwicklung hin zur Gesamtschule.

Margaret Thatcher im Jahr 1976 Parteivorsitzende

Nach den Wahlen im Jahr 1974 übernahm Labour die Regierung in London. Margarat Thatcher war zunächst umwelt- und finanzpolitische Sprecherin ihrer aus der Regierung abgewählten Partei. Im Februar 1975 übernahm sie dann die Führung der konservativen Opposition im Unterhaus. Im selben Monat wurde sie zur Parteivorsitzenden gewählt. Das Foto zeigt sie auf dem Parteitag in Brighton im Oktober 1976. 14 Jahre lang stand sie danach an der Spitze der Tories.

Familie Thatcher im Jahr 1976

Die "Eiserne Lady" und ihre Familie im Jahr 1976: 1951 heirateten Margaret und Denis Thatcher. Im Jahr 1953 kamen die Zwillinge Mark und Carol zu Welt. Denis Thatcher starb im Jahr 2003

Thatcher mit Mann und Tochter im Wahlkampf 1979

Margaret Thatcher mit ihrem Mann Denis und ihrer Tochter Carol im Wahlkampf im Jahr 1979. Am 28. März musste die Labour-Regierung zurücktreten. Die Konservative Partei erreichte bei der Unterhauswahl am 3. Mai 1979 die absolute Mehrheit.

Thatcher mit Mann und Tochter im Wahlkampf 1979

Am 3. Mai 1979 zog Margaret Thatcher als neue Premierministerin in Downing Street No. 10 ein. Am 10. Mai kam Kanzler Helmut Schmidt zu Besuch nach London. Er wurde von Außenminister Hans-Dietrich Genscher und Finanzminister Hans Matthöfer begleitet.

Thatcher mit Mann und Tochter im Wahlkampf 1979

Unmittelbar nach ihrem Amtsantritt kündigte Thatcher den wirtschafts- und sozialpolitischen Konsens auf. Sie verfolgte eine monetaristische Wirtschaftspolitik und setzte auf Inflationsbekämpfung statt Vollbeschäftigung, Steuersenkungen als Leistungsanreiz und die Streichung der Subventionierung der Staatsbetriebe. Sie beschnitt den Einfluss der Gewerkschaften. Ihre Politik, bald Thatcherismus genannt, brachte ihr den Namen "Eiserne Lady" ein. Allerdings steigerte ihr entschlossenes Vorgehen im Falklandkonflikt mit Argentinien - hier ist Thatcher bei einem Besuch auf den Inseln zu sehen - die Popularität der Regierungschefin.

Falklandkonflikt

Am 14. Juni 1982 hatten britische Truppen die Falklandinseln zurückerobert, die nach dem Bekanntwerden von Erdölvorkommen im April 1982 von Argentinien militärisch besetzt worden waren.

Thatcher nach der Wiederwahl im Jahr 1983

Die Haltung Thatchers im Falklandkonflikt war wohl ein wesentlicher Grund dafür, dass sie nach der Unterhauswahl im Juni 1983 jubeln konnte: Die Tories erreichten 397 Mandate, Labour lediglich 209.

Bergarbeiterstreik 1984/1985

In der zweiten Amtszeit Thatchers schritt die Privatisierung von Staatsbetrieben weiter voran. Arbeitskämpfe wurden rigoros niedergeschlagen, so der Ausstand der Drucker 1983 und die Proteste der Bergarbeiter, wie hier zu sehen. 1985 brachen die Kumpel ihren militant geführten Streik ergebnislos ab.

Wiederwahl 1987

Bei der Wahl im Juni 1987 konnten Margaret Thatcher und die Tories den Wahlerfolg wiederholen. Sie setzte ihre Politik der Privatisierung fort und nahm eine Reform der Sozialsysteme in Angriff.

Parteitag 1990

In den folgenden Jahren regte sich jedoch Widerstand in der eigenen Partei. Thatchers autoritärer Regierungsstil stieß auf Missfallen. Als sie Außenminister Geoffrey Howe unter beleidigenden Umständen entließ, weil er ihre antieuropäische Haltung nicht teilte, kam es 1989 auf dem Parteitag zu einer chancenlosen Gegenkandidatur durch Sir Anthony Meyer. Beim Parteitag am 9. Oktober 1990 in Bournemouth jedoch hatten sich ihre Gegner formiert (Foto): Thatcher erhielt nicht mehr die erforderliche Mehrheit für einen Parteivorsitz. Am Mikrofon: Erziehungsministerin Angela Rumbold.

Rücktritt 1990

Am 22. November 1990 gab Thatcher dem Drängen von Partei und Kabinett nach und stellte sich mit ihrem Ehemann vor Downing Street No. 10, um ihren Rücktritt vom Amt der Premierministerin zu erklären. Ihr Nachfolger wurde John Major.

Margaret Thatcher am Sarg von Ronald Reagan

Auch nach ihrer Ablösung als Premierministerin blieb Margaret Thatcher politisch aktiv und ging immer wieder auf Auslandsreisen. Diese wurden allerdings seltener, nachdem sie mehrere Schlaganfälle erlitten hatte. Im Jahr 2004 reiste sie nach Washington, um an der Trauerfeier für den verstorbenen US-Präsidenten Ronald Reagan teilzunehmen, der sie vor seinem Tod persönlich darum gebeten hatte.

Margaret Thatcher bei der Parlamentseröffnung 2010

Nach ihrem Rücktritt als Premierministerin hatte Margaret Thatcher zwar 1992 auf eine erneute Kandidatur als Abgeordnete für das Unterhaus verzichtet. Allerdings wurde sie im selben Jahr auf Lebenszeit zum Mitglied des Oberhauses ernannt. Regelmäßig nahm sie an den Sitzungen des House of Lords teil - wie hier bei der Parlamentseröffnung im Mai 2010.

Margaret Thatcher im Jahr 2010

Im Jahr 2008 wurde durch Veröffentlichungen von Thatchers Tochter bekannt, dass die frühere Premierministerin bereits seit Jahren an einer Demenzerkrankung litt. Dennoch zeigte sich die frühere Regierungschefin weiter in der Öffentlichkeit wie hier im Herbst 2010.

Margaret Thatcher und Meryl Streep

Noch zu Thatchers Lebzeiten wurde ihre Biografie verfilmt. Meryl Streep (rechts) übernahm 2011 die Hauptrolle in dem Film "Die Eiserne Lady". Sie wurde für ihre Darstellung der Politikerin unter anderem mit dem Oscar ausgezeichnet.

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