Bildergalerie: Peer Steinbrück - Kanzlerkandidat der SPD

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Peer Steinbrück - Kanzlerkandidat der SPD

Peer Steinbrück nach der Nominierung als Kanzlerkandidat durch den SPD-Sonderparteitag

Am 9. Dezember 2012 wählt der Bundesparteitag der SPD in Hannover Peer Steinbrück zum Kanzlerkandidaten. 93,5 Prozent der Delegierten stimmen für ihn. (Bildquelle: picture alliance / dpa)

Peer Steinbrück im Jahr 1990

Dieses Porträt zeigt Peer Steinbrück im Jahr 1990. Er ist damals 43 Jahre alt und leitet das Büro des nordrhein-westfälischen Ministerpräsidenten Johannes Rau. Der gebürtige Hamburger Steinbrück gehört seit 1969 der SPD an. Nach seinem Studium der Volkswirtschaftslehre arbeitet er zunächst für verschiedene Bundesministerien, bevor er 1986 Raus Büroleiter wird.

Peer Steinbrück

Von Nordrhein-Westfalen wechselt Steinbrück in die Landesregierung von Schleswig-Holstein - zunächst als Staatssekretär. 1993 beruft ihn die neue Ministerpräsidentin Heide Simonis als Wirtschafts- und Verkehrsminister in ihr Kabinett (Steinbrück ist in der hinteren Reihe als zweiter von rechts zu sehen).

Peer Steinbrück im Jahr 1997

Fünf Jahre bleibt Steinbrück als Minister in Kiel.

Peer Steinbrück

1998 kehrt er nach Nordrhein-Westfalen zurück und wird Wirtschaftsminister unter dem dem damaligen Ministerpräsidenten Wolfgang Clement (links).

Peer Steinbrück

Im Jahr 2000 übernimmt Steinbrück das Finanzministerium in Düsseldorf. Bei der Landtagswahl vom 14. Mai 2000 gewinnt er zudem im Wahlkreis Unna zum ersten Mal ein Landtagsmandat.

Peer Steinbrück

Als Wolfgang Clement nach der Bundestagswahl 2002 als Bundesminister für Wirtschaft und Arbeit nach Berlin wechselt, tritt Steinbrück im November 2002 seine Nachfolge als Ministerpräsident der rot-grünen Landesregierung von Nordrhein-Westfalen an - obwohl ihm Beobachter eher Sympathie für die FDP nachsagen. Clement schenkt ihm deshalb eine Machete und eine anspielungsreiche Torte.

Peer Steinbrück

Es gelingt Steinbrück kaum, ein Image als Landesvater in Nordrhein-Westfalen aufzubauen. Daran ändern auch öffentlichkeitswirksame Bergwerksbesuche nichts - wie hier mit seinen Töchtern in Hamm.

Peer Steinbrück

Peer Steinbrück ist seit 1975 mit seiner Frau Gertrud verheiratet, einer Lehrerin. Gemeinsam haben sie drei Kinder: Anne, Johannes und Katharina.

Peer Steinbrück am Abend der NRW-Landtagswahl 2005

Seine erste Wahl als Spitzenkandidat endet für Peer Steinbrück mit einem Debakel. Bei der Landtagswahl 2005 erreicht die SPD 37,1 Prozent - das schlechteste Ergebnis seit 1954. Steinbrück muss Platz machen für den neuen CDU-Ministerpräsidenten Jürgen Rüttgers - auch weil die NRW-Wahl als Stimmungstest für die angeschlagene rot-grüne Bundesregierung gilt. Bundeskanzler Gerhard Schröder entscheidet sich daraufhin, vorgezogene Neuwahlen anzustreben.

Peer Steinbrück

Bei der Bundestagswahl 2005 verliert Rot-Grün die Mehrheit. Doch Peer Steinbrück bekommt eine Chance als Bundesfinanzminister der Großen Koalition. Bundeskanzlerin Angela Merkel beruft ihn in ihr Kabinett. Im November 2005 legt Steinbrück seinen Amtseid ab.

Peer Steinbrück als Bundesfinanzminister im Jahr 2006

In seiner neuen Funktion setzt Steinbrück, hier im Jahr 2006, auf eine Stabilisierung der Staatsfinanzen und eine Reduzierung der Nettokreditaufnahme. Er gibt das Ziel aus, bis 2011 ohne neue Schulden auszukommen. Parallel setzt er eine Unternehmenssteuerreform durch.

Peer Steinbrück

Bankenkrise im Herbst 2008. Mit betroffenen Mienen treten Bundeskanzlerin Merkel und Finanzminister Steinbrück vor die Presse und geben den Bürgern ein Garantieversprechen für ihre Sparguthaben. Im Zusammenspiel mit Merkel erarbeitet sich Steinbrück einen Ruf als Krisenmanager.

Horst Köhler überreicht Peer Steinbrück die Entlassungsurkunde als Bundesfinanzminister

Nach der Bundestagswahl 2009 muss die SPD in die Opposition. Peer Steinbrück erhält vom damaligen Bundespräsidenten Horst Köhler seine Entlassungsurkunde als Bundesfinanzminister.

Peer Steinbrück

Fortan ist Steinbrück nur noch einfacher Bundestagsabgeordneter - aber ein gefragter Redner. Wie er später erläutert, erhielt er für Vorträge in den Jahren 2009 bis 2012 insgesamt rund 1,25 Millionen Euro.

Peer Steinbrück und Helmut Schmidt

Seit 2010 wird über Steinbrück als SPD-Kanzlerkandidaten spekuliert. Er erhält prominente Schützenhilfe. Altkanzler Helmut Schmidt sagt in der Sendung "Günther Jauch" in der ARD: "Er kann es."

Gabriel, Steinbrück und Steinmeier auf dem Bundesparteitag der SPD im Dezember 2011

Doch Steinbrück ist nicht der einzige potenzielle Kandidat. Auch dem SPD-Vorsitzenden Sigmar Gabriel und dem Fraktionsvorsitzenden Frank-Walter Steinmeier werden Ambitionen nachgesagt. Öffentlich präsentieren sich die drei als Troika - wie hier auf dem Bundesparteitag der SPD in Berlin im Dezember 2011.

Steinbrück wird Kanzlerkandidat

Am 28. September 2012 haben die Spekulationen ein Ende: SPD-Chef Sigmar Gabriel gibt bekannt, dass Steinbrück als Spitzenkandidat der SPD in den Bundestagswahlkampf 2013 ziehen soll. Wenige Tage später stimmt der SPD-Vorstand der Personalentscheidung eimütig zu.

Peer Steinbrück nach der Nominierung als Kanzlerkandidat durch den SPD-Sonderparteitag

Am 9. Dezember 2012 wählt der Bundesparteitag der SPD in Hannover Peer Steinbrück zum Kanzlerkandidaten. 93,5 Prozent der Delegierten stimmen für ihn.

Peer Steinbrück beim Parteitag in Augsburg

Nach seiner Nominierung zeigt sich Steinbrück kämpferisch. Doch in den ersten Wochen kämpft er mit einer Serie von Problemen: Erst muss er sich wegen seiner Honorare aus Vorträgen rechtfertigen, dann trennt er sich notgedrungen von seinem Online-Berater und schließlich kommt heraus, dass der SPD-Wahlkampfslogan "Das Wir entscheidet" bereits seit Jahren von einer Zeitarbeitsfirma genutzt wird.

Peer und Gertrud Steinbrück

Sehr emotionale Momente erlebt Peer Steinbrück bei einem gemeinsamen Auftritt mit seiner Frau Gertrud. Wie ihr Mann öffentlich beschrieben werde, das sei nicht der Mann, den sie kenne. "Ich halte es nicht aus, wenn ich sehe, dass eigentlich nur das herausgefiltert werden soll aus ihm, was negative Gefühle auslöst." Sie macht auch deutlich, dass sie von seiner Kanzlerkandidatur als Erstes aus den Medien erfahren hat.

Peer Steinbrück im Bundestag mit Angela Merkel und Vizekanzler Rösler im Hintergrund

An seinem Ziel ändern weder die Startschwierigkeiten noch die Umfragen etwas: Peer Steinbrück will mit der SPD die schwarz-gelbe Koalition ablösen und anstelle von Angela Merkel selbst als Bundeskanzler auf der Regierungsbank Platz nehmen.

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