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Peer Steinbrück - Kanzlerkandidat der SPD

Peer Steinbrück

Dieses Porträt zeigt Peer Steinbrück im Jahr 1990. Er war damals Büroleiter bei Johannes Rau, dem Ministerpräsidenten von Nordrhein-Westfalen. 1947 wurde Steinbrück in Hamburg geboren. 1969 trat er in die SPD ein. Nach dem Wehrdienst studierte er Volkswirtschaft und Soziologie in Kiel. (Foto: picture-alliance / dpa)

Peer Steinbrück

Dieses Porträt zeigt Peer Steinbrück im Jahr 1990. Er war damals Büroleiter bei Johannes Rau, dem Ministerpräsidenten von Nordrhein-Westfalen. 1947 wurde Steinbrück in Hamburg geboren. 1969 trat er in die SPD ein. Nach dem Wehrdienst studierte er Volkswirtschaft und Soziologie in Kiel.

Peer Steinbrück

1993 wurde Steinbrück im rot-grünen Kabinett von Heide Simonis Minister für Wirtschaft, Technik und Verkehr in Schleswig-Holstein (hinten zweiter von rechts). Dieses Amt übte er bis 1998 aus.

Peer Steinbrück

1998 wechselte Steinbrück - hier mit dem damaligen Ministerpräsidenten Wolfgang Clement - als Wirtschafts- und Verkehrsminister in die Landesregierung von Nordrhein-Westfalen. Im Jahr 2000 übernahm er das Finanzministerium des Bundeslandes. Bei der Landtagswahl vom 14. Mai 2000 gewann er im Wahlkreis Unna ein Mandat und blieb auch in der Neuauflage der rot-grünen Koalition Finanzminister.

Peer Steinbrück

Als Wolfgang Clement nach der Bundestagswahl vom September 2002 Bundesminister für Wirtschaft und Arbeit wurde, trat Steinbrück am 6. Nov. 2002 an die Spitze der rot-grünen Landesregierung, obwohl ihm Beobachter eher Sympathie für die FDP nachsagten. Von seinem Vorgänger bekam er deshalb eine Machete und eine anspielungsreiche Torte geschenkt.

Peer Steinbrück

Als Landesvater in Nordhrein-Westfalen konnte sich der gebürtige Hanseat nur schwer etablieren. Daran änderten auch öffentlichkeitswirksame Bergwerksbesuche nichts - wie hier mit seinen Töchtern in Hamm.

Peer Steinbrück

Peer Steinbrück mit seiner Ehefrau Gertrud und den Kindern Anne, Johannes und Katharina.

Peer Steinbrück

Die Landtagswahl in Nordrhrein-Westfalen 2005 schließt Steinbrück mit dem schlechtesten SPD-Ergebnis seit 1954 ab. Er muss das Amt des Ministerpräsidenten an Jürgen Rüttgers (CDU) übergeben. Seine politische Karriere geht jedoch weiter: Im November 2005 beruft ihn Bundeskanzlerin Angela Merkel als Bundesfinanzminister in ihr Kabinett.

Peer Steinbrück

Bankenkrise im Herbst 2008. Mit betroffenen Mienen treten Bundeskanzlerin Merkel und Finanzminister Steinbrück vor die Presse und geben den Bürgern ein Garantieversprechen für ihre Sparguthaben.

Peer Steinbrück

2009 wird die Große Koalition aus Union und SPD von einem Regierungsbündnis von CDU/CSU und FDP abgelöst. Steinbrück - hier mit Franz Müntefering und Wolfgang Schäuble - ist seither Bundestagsabgeordneter. Nach der Wahlniederlage der SPD legte er den stellvertretenden Parteivorsitz nieder. Angebote aus der Wirtschaft lehnte er ab. Sein Thema bleibt aber die Finanzpolitik.

Peer Steinbrück und Helmut Schmidt

Seit 2010 wird über Steinbrück als SPD-Kanzlerkandidaten spekuliert. Er erhält prominente Schützenhilfe. Altkanzler Helmut Schmidt sagt in der Sendung "Günther Jauch" in der ARD: "Er kann es."

Gabriel, Steinbrück und Steinmeier auf dem Bundesparteitag der SPD im Dezember 2011

Doch Steinbrück ist nicht der einzige potenzielle Kandidat. Auch dem SPD-Vorsitzenden Sigmar Gabriel und dem Fraktionsvorsitzenden Frank-Walter Steinmeier werden Ambitionen nachgesagt. Öffentlich präsentieren sich die drei als Troika - wie hier auf dem Bundesparteitag der SPD in Berlin im Dezember 2011.

Steinbrück wird Kanzlerkandidat

Am 28. September 2012 haben die Spekulationen ein Ende: SPD-Chef Sigmar Gabriel gibt bekannt, dass Steinbrück als Spitzenkandidat der SPD in den Bundestagswahlkampf 2013 ziehen soll.

Peer Steinbrück

Am 1. Oktober 2012 in der SPD-Parteizentrale in Berlin: Der SPD-Vorstand votiert einstimmig für Peer Steinbrück als Herausforderer von Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU). Damit erhielt er auch Unterstützung von Parteilinken, die ihm teilweise kritisch gegenüberstehen. Das Votum gebe ihm Rückenwind, sei aber auch eine große Herausforderung, sagte Steinbrück. Endgültig zum Kanzlerkandidaten gekürt wird er auf einem SPD-Sonderparteitag am 9. Dezember in Hannover.

SPD-Kanzlerkandidat Peer Steinbrück

Unmittelbar nach der Entscheidung setzte Kritik an Steinbrück wegen seiner Nebeneinkünfte ein. Steinbrück hat auf seiner Bundestags-Homepage angegeben, seit 2009 rund 80 bezahlte Vorträge und Reden gehalten zu haben. Bei etlichen Einträgen sind statt der wahren Auftraggeber nur die Redneragenturen aufgeführt, die seine Vorträge vermittelten.

Peer Steinbrück

Peer Steinbrück während der Debatte des Bundeshaushalts 2013. Amtsinhaberin Angela Merkel erreicht in den Umfragen immer noch die besseren Werte.

Steinbrück ist SPD-Kanzlerkandidat

Am 9. Dezember wählt der Bundesparteitag der SPD in Hannover Peer Steinbrück zum Kanzlerkandidaten. 93,5 Prozent der Delegierten stimmten für ihn.

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