Bildergalerie: 70 Jahre Gründung SOS-Kinderdörfer

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70 Jahre Gründung SOS-Kinderdörfer

Hermann Gmeiner mit Mitarbeitern in seinem Büro der ''Societas Socialis'' in der "Rennweg-Baracke" in Innsbruck, 1949

Der Zweite Weltkrieg hatte viele Kinder zu Waisen gemacht. Sie sollten nicht in Heimen aufwachsen, sondern in familienähnlichen Gemeinschaften - so die Idee von Hermann Gmeiner (2.v.r. auf diesem Foto). Der österreichische Medizinstudent, der selbst von Kriegserlebnissen geprägt war, gründete deshalb am 25. April 1949 den Verein "Societas Socialis", der Spenden dafür sammeln sollte. | Bildquelle: SOS-Archiv

Hermann Gmeiner mit Mitarbeitern in seinem Büro der ''Societas Socialis'' in der "Rennweg-Baracke" in Innsbruck, 1949

Der Zweite Weltkrieg hatte viele Kinder zu Waisen gemacht. Sie sollten nicht in Heimen aufwachsen, sondern in familienähnlichen Gemeinschaften - so die Idee von Hermann Gmeiner (2.v.r. auf diesem Foto). Der österreichische Medizinstudent, der selbst von Kriegserlebnissen geprägt war, gründete deshalb am 25. April 1949 den Verein "Societas Socialis", der Spenden dafür sammeln sollte.

Bauarbeiten im ersten SOS-Kinderdorf in Imst 1950

"Ein Schilling im Monat" lautetet das Motto der Spendenaktion - und die fand sehr viel Zuspruch. Die Bauarbeiten für das erste SOS-Kinderdorf in Imst in Tirol konnten beginnen. 1951 wurde es eröffnet, 40 Kinder zogen mit ihren Kinderdorf-Müttern ein.

Maria Weber, Pionierin und SOS-Mutter der ersten Stunde mit ihren Schützlingen auf dem Balkon von ''Haus-Frieden''

In jedem Haus wohnt je eine SOS-Familie - bestehend aus den Kindern und der SOS-Mutter. Maria Weber war eine der ersten SOS-Mütter. Sie zog 1951 mit ihren Schützlingen ins "Haus Frieden" in Imst ein.

Bauarbeiten für das SOS-Kinderdorf in Dieߟen am Ammersee

Rastlos reiste der Österreicher Gmeiner um die Welt, um seine Vision auch in anderen Ländern umzusetzen. In Deutschland wurde das erste SOS-Kinderdorf 1956 eröffnet - in Dießen am Ammersee.

Rosina Irlacher, eine der ersten Kinderdorfmütter im SOS-Kinderdorf in Dieߟen am Ammersee, mit ihren Kindern

Eine der ersten SOS-Mütter in Dießen war Rosina Irlacher. Heute gibt es auch eine ganze Reihe von SOS-Eltern - wenn der Ehemann der Kinderdorf-Mutter mit einzieht. In den 50er-Jahren war daran aber noch nicht zu denken.

Hermann Gmeiner

Die Zahl der Länder, in denen Gmeiner SOS-Kinderdörfer eröffnen konnte, wuchs immer weiter. Heute gibt es sie in 135 Staaten der Erde. Viele davon haben ganz spezielle Probleme: So werden in Uganda etwa viele Kinder betreut, deren Eltern an Aids gestorben sind. In Syrien kümmert sich die Organisation an drei Orten um Kinder, die ihre Eltern in den Kriegswirren verloren haben.

Ariful Haque

In der Geschichte der SOS-Kinderdörfer gibt es zahlreiche positive Geschichten - wie die von Ariful Haque. Einst wurde er von Kinderhändlern in Bangladesch entführt, wurde befreit und kam ins SOS-Kinderdorf. Heute ist er Arzt.

Karna Soni Pandey

Karna Soni Pandey ist heute 75 Jahre alt und in Rente. In 25 Jahren hat sie als SOS-Mutter im SOS-Kinderdorf Sanothimi in Nepal 30 Kinder großgezogen.

Hermann Gmeiner begrüßt den Dalai Lama im SOS-Kinderdorf Hinterbrühl bei Wien, 1973

Immer wieder kamen Politiker und andere prominente Gäste zu Besuch in die SOS-Kinderdörfer - wie der Dalai Lama 1973 in Hinterbrühl bei Wien.

Philipp aus dem SOS-Kinderdorf in Imst hält seine Autogrammkarten von Bayern-Spieler Philipp Lahm und Steffen Hofmann (Archivbild aus dem Jahr 2007)

Bei den SOS-Kindern dürften aber prominente Sportler noch beliebter sein als der Dalai Lama. Philipp aus Imst bekam 2007 zum Beispiel Besuch von den Bayern-Spielern Philipp Lahm und Steffen Hofmann. Dieses erste SOS-Kinderdorf gibt es noch immer. Derzeit leben dort sechs Kinder und Jugendliche in zwei Familien.

Hermann Gmeiner im SOS-Kinderdorf Bangpoo in Thailand.

Im Laufe der Jahre hat sich das klassische SOS-Kinderdorf immer mehr gewandelt und der Zeit angepasst. Ging es am Anfang vor allem darum, Waisen eine neue Heimat zu geben, wurden später verstärkt Kinder aus Familien aufgenommen, die überfordert waren. Heute setzt die Organisation stark auf Programme, die gefährdeten Familien helfen sollen, "bevor der Punkt erreicht ist, an dem die Kinder nicht mehr bei ihnen belassen werden können", so SOS-Sprecher Louay Yassin.

Hermann Gmeiner zu Besuch im SOS-Kinderdorf Assomada auf der Hauptinsel Santiago in den Kapverden

Hermann Gmeiner - hier 1985 bei einem Besuch des SOS-Kinderdorfs Assomada auf den Kapverden - starb am 26. April 1986. Er hinterließ eine beeindruckende Organisation: Heute leben mehr als 80.000 Kinder in 572 SOS-Kinderdörfern und 744 SOS-Jugendbetreuungsprogrammen.

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