Bildergalerie: Die Überlebenden von Utöya

Bilder

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Porträts der Überlebenden von Utöya

Fotografie aus der Fotoreihe

Die norwegische Fotografin Andrea Gjestvang ist die Gewinnerin des Sony World Photography Awards 2013. Ihre Fotoreihe "One Day in History" zeigt Porträts von überlebenden Jugendlichen des Massakers auf der norwegischen Insel Utoya. Bei dem Attentat auf ein Jugendlager im Juli 2011 wurden 67 Menschen erschossen und Hunderte verletzt. Dieses Foto zeigt die fünfzehnjährige Ylva Schwenke aus Tromso. Sie erlitt mehrere Schusswunden an Schulter, Bauch und den Oberschenkeln. "Ich trage meine Narben mit Würde, weil sie für etwas stehen, woran ich glaube", sagte sie der Fotografin. (Bildquelle: Andrea Gjestvang)

Fotografie aus der Fotoreihe "One Day in History" von Andrea Gjestvang

Die norwegische Fotografin Andrea Gjestvang ist die Gewinnerin des Sony World Photography Awards 2013. Ihre Fotoreihe "One Day in History" zeigt Porträts von überlebenden Jugendlichen des Massakers auf der norwegischen Insel Utoya. Bei dem Attentat auf ein Jugendlager im Juli 2011 wurden 67 Menschen erschossen und Hunderte verletzt. Dieses Foto zeigt die fünfzehnjährige Ylva Schwenke aus Tromso. Sie erlitt mehrere Schusswunden an Schulter, Bauch und den Oberschenkeln. "Ich trage meine Narben mit Würde, weil sie für etwas stehen, woran ich glaube", sagte sie der Fotografin.

Fotografie aus der Fotoreihe "One Day in History" von Andrea Gjestvang

Iselin Rose Borch konnte nach den Erlebnissen auf Utoya nicht mehr schlafen. Ihre Eltern entschieden sich dafür, ihr einen Hund zu schenken. "Jetzt schläft mein Hund jede Nacht bei mir auf dem Bauch". Die Fünfzehnjährige versteckte sich hinter einem Gebäude und wurde von Touristen mit einem Boot gerettet.

Fotografie aus der Fotoreihe "One Day in History" von Andrea Gjestvang

Cecilie Herlovsen ist 17 Jahre alt. "Mein Leben hat sich sehr verändert. In der Grundschule haben Kinder mich gehänselt. Ich war unglücklich und habe mich komplett zurückgezogen. Nach Utoya habe ich mein wahres Ich gefunden. Natürlich gibt es Momente, in denen mich das, was passiert ist, traurig macht. Aber im Großen und Ganzen bin ich positiver eingestellt, sozialer und schätze das Leben." Cecilie hat das Attentat schwer verletzt überlebt. Sie wurde am Arm, an der Schulter und am Kinn von Kugeln getroffen. Ihr rechter Arm musste amputiert werden.

Fotografie aus der Fotoreihe "One Day in History" von Andrea Gjestvang

"Im Herbst 2011 musste ich mich an ein Leben ohne meinen besten Freund Andreas gewöhnen. Wir haben jeden Tag zusammen rumgehangen und jetzt ist er nicht mehr da. Übrig ist eine Leere. Die Sehnsucht nach ihm ist immer noch vorhanden." Marius Hoft (18) versteckte sich hinter einem Felsen, um sich so vor den Schüssen zu schützen. Andreas fiel herunter und starb als er versuchte, die Felsen herunterzuklettern und das Versteck seines besten Freundes zu erreichen.

Fotografie aus der Fotoreihe "One Day in History" von Andrea Gjestvang

Victoria Froyd (18) und Sofie Nilsen (17) sind beste Freundinnen. Sie versteckten sich zusammen in einem Gebäude auf der Insel, bis sie von der Polizei gerettet wurden.

Fotografie aus der Fotoreihe "One Day in History" von Andrea Gjestvang

"Die Zeit danach war sehr ruhig. Ich habe fast immer daran gedacht. Ich dachte darüber nach, was passiert war und was hätte passieren können, wenn ich dies getan hätte anstatt das. Nach einer Weile musste ich mich zwingen, in andere Richtungen zu denken. Jetzt sind mir Ungerechtigkeiten in der Welt bewusster. Was können wir machen, um den Krieg zu stoppen? Ich glaube, dass sich mein Einfühlungsvermögen und der Umgang mit anderen Menschen verbessert haben." Alexander Sandberg (16) versteckte sich bis zur Rettung durch die Polizei unter einem Sofa in einem Schulgebäude.

Fotografie aus der Fotoreihe "One Day in History" von Andrea Gjestvang

Bei dem Versuch jüngere Freunde zu schützen, wurde Eirin Kristin Kjær (20) dreimal angeschossen.

Fotografie aus der Fotoreihe "One Day in History" von Andrea Gjestvang

Ina Libak (21) wurde mindestens viermal angeschossen. Sie überlebte das Attentat, weil andere Jugendliche sie im Wald versteckten und ihre Wunden zudrückten.

Fotografie aus der Fotoreihe "One Day in History" von Andrea Gjestvang

"Ich sitze gerne hier, weil ich glaube, dass meine toten Freunde in der Natur um mich herum sind. Hier sind sie mir ganz nahe - auch wenn sie gegangen sind." Aina Helgheim (19) aus Eidsvoll versteckte sich zusammen mit drei anderen Mädchen in einer Spalte zwischen zwei Felsen. Zwei Stunden nach dem Ende der Schießerei wurden sie mit Booten gerettet.

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