Bildergalerie: Wolfgang Schäuble - Seine politische Karriere in Bildern

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Wolfgang Schäuble - Seine politische Karriere in Bildern

Wolfgang Schäuble

Wolfgang Schäuble im Jahr 1973. Damals war er Vorsitzender der Jungen Union. Dem Deutschen Bundestag gehört der Jurist aus Freiburg im Breisgau seit 1972 an. | Bildquelle: picture alliance / Lutz Rauschni

Wolfgang Schäuble

Wolfgang Schäuble im Jahr 1973. Damals war er Vorsitzender der Jungen Union. Dem Deutschen Bundestag gehört der Jurist aus Freiburg im Breisgau seit 1972 an.

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1981 wurde Wolfgang Schäuble zum Parlamentarischen Geschäftsführer der CDU/CSU-Fraktion gewählt.

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26.10.1984: Wolfgang Schäuble diskutiert im Deutschen Bundestag mit der Grünen-Abgeordneten Christa Nickels über Verfahrensfragen. Drei Wochen später übernimmt er die neue Stelle eines Ministers für besondere Aufgaben im Bundeskanzleramt.

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1987 bereitete Schäuble den ersten offiziellen Besuch des DDR-Staatsratsvorsitzenden Erich Honecker in der Bundesrepublik vor. Im Bild ist Schäuble an der Seite des damaligen Bundeskanzlers Helmut Kohl zu sehen.

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Wolfgang Schäuble nach der Ernennung zum Bundesinnenminister am 21.04.1989 mit den weiteren Mitgliedern des umgebildeten Kabinetts und ihren Vorgängern. Schäuble übernahm mit den Problemfeldern Datenschutz, Sicherheitsgesetze, Asylrecht und Ausländerpolitik ein schwieriges Erbe. Nach jahrelangem Patt verständigte er sich mit dem Koalitionspartner FDP auf ein neues Ausländerrecht. Später verhandelte Schäuble als Bundesinnenminister mit der DDR über den Einigungsvertrag.

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Händeschütteln und Handeln: Bundesinnenminister Wolfgang Schäuble (Mitte) und sein DDR-Amtskollege Peter-Michael Diestel (Zweiter von links) begrüßen sich am 1. Juli 1990 in Coburg. Die beiden Minister unterzeichneten hier das Abkommen über den Wegfall der Personenkontrollen an den deutsch-deutschen Grenzen und gaben anschließend die Grenze frei.

Wolfgang Schäuble

Unterschreiben für die Einheit: Bundesinnenminister Wolfgang Schäuble und DDR-Staatssekretär Günther Krause unterzeichnen die Urkunden am 31.08.1990 im Palais Unter den Linden in Berlin. Die Regierungen der beiden deutschen Staaten besiegelten den Beitritt der DDR zur Bundesrepublik am 3.10.1990. Mit der Ausgestaltung der Staatsverträge im deutsch-deutschen Vereinigungsprozess stieg Schäuble endgültig in die erste Reihe der Union auf.

Wolfgang Schäuble

Ein Attentat veränderte sein Leben: Knapp sechs Wochen danach gibt Wolfgang Schäuble in der Rehabilitationsklinik Langensteinbach bei Karlsruhe seine erste Pressekonferenz. Am 12.10.1990 wurde er bei einer Wahlkampfveranstaltung in seinem Wahlkreis in Oppenau in Mittelbaden von einem 37-jährigen Attentäter durch Pistolen-Schüsse schwer verletzt. Eine Kugel drang in die rechte Gesichtshälfte ein, die zweite verletzte die Brustwirbelsäule. Seit dem Attentat ist Schäuble auf den Rollstuhl angewiesen.

Wolfgang Schäuble

Wolfgang Schäuble bei seiner Rede zur Hauptstadt-Diskussion am 20.06.1991. Sie galt als entscheidender Wendepunkt in der damaligen Bundestagsdebatte.

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Im November 1991 wird Schäuble an die Spitze der CDU/CSU-Bundestagsfraktion gewählt. Daraufhin gibt er sein Amt als Bundesinnenminister auf. Das Bild zeigt ihn bei seiner Entlassung durch den damaligen Bundespräsidenten Richard von Weizsäcker am 26.11.1991 in Bonn mit den neuen Ministern.

Wolfgang Schäuble

Nach dem knappen Wahlsieg am 16. Oktober 1994 bleibt Wolfgang Schäuble Fraktionsvorsitzender der CDU/CSU. "Niedriger, einfacher, gerechter" - mit diesen Worten fasst er bei einer Pressekonferenz am 1. Oktober 1996 in Bonn das Ziel der Steuerreform zusammen, die er vorstellt. Mit diesem Modell reagierte die Bundesregierung nach eigener Darstellung auf die Verschlechterung der wirtschaftlichen Lage Mitte der 90er-Jahre: Die hohe Arbeitslosigkeit, Steuerausfälle, steigende Lohnneben- und Sozialhilfekosten zwangen die schwarz-gelbe Koalition zum Handeln.

Wolfgang Schäuble

Januar 1997: Wolfgang Schäuble stellt gemeinsam mit Bundesfinanzminister Theo Waigel (rechts) und dem FDP-Fraktionsvorsitzenden Hermann Otto Solms (links) auf einer Pressekonferenz in Bonn das Konzept der schwarz-gelben Koalition für eine große Steuerreform vor. Mit den niedrigsten Steuersätzen der Nachkriegszeit will die Bundesregierung einen Wachstumsschub auslösen und die Wende am Arbeitsmarkt schaffen. Der Spitzensteuersatz soll von 53 auf 39 Prozent sinken, die Eingangssteuer von fast 26 auf 15 Prozent. Im Gegenzug sollen viele Steuervorteile wegfallen. Außerdem sieht die große Steuerreform vor, ab 1998 auch Teile der Renten zu besteuern.

Wolfgang Schäuble

Ihr Verhältnis war freundschaftlich und schwierig zugleich: Wolfgang Schäuble und Bundeskanzler Helmut Kohl, hier im Bundestag in Bonn. Vor der Bundestagswahl 1998 gab es immer wieder Spekulationen über mögliche Ambitionen des damaligen CDU/CSU-Fraktionschefs Schäuble auf eine Kanzlerkandidatur. Nach der Abwahl bei der Bundestagswahl am 27. September 1998 übernimmt Helmut Kohl die politische Verantwortung und gibt den CDU-Vorsitz nach 25 Jahren ab. Auf dem CDU-Parteitag am 07. November 1998 wird Schäuble zum Vorsitzenden gewählt.

Wolfgang Schäuble

Die Spendenaffäre in der CDU rückte Wolfgang Schäuble Ende 1999 als Krisenmanager in den Mittelpunkt. Mehrfach bekundete er seinen Willen zur "rückhaltlosen Aufklärung". Mehr als zehn Jahre nach dem Skandal scheinen die Namen mancher Beteiligter fast vergessen. Brigitte Baumeister etwa war von 1992 bis 1998 für die CDU-Finanzen zuständig. Sie und Schäuble machten damals widersprüchliche Angaben zum Verbleib einer Spende des Waffenhändlers Karl-Heinz Schreiber an die CDU. Unklar ist, welche Rolle Baumeister im Zusammenhang mit der umstrittenen 100.000-Mark-Spende gespielt hat. Schäuble betonte damals stets, dass er das Geld von Schreiber entgegen genommen und an die Schatzmeisterei weitergeleitet habe.

Angela Merkel und Wolfgang Schäuble

Als CDU-Vorsitzender muss Wolfgang Schäuble Anfang Februar 2000 bei einer Pressekonferenz zur Spendenaffäre bekannt geben, dass auch die Bundes-CDU bis 1992 Konten in der Schweiz unterhielt – nicht nur der hessische Landesverband. Kurz zuvor war bekannt geworden, dass es ein weiteres Treffen Schäubles mit dem Waffenhändler Schreiber gegeben hatte, was der Parteivorsitzende bis dahin verschwiegen hat. Seiner Rolle als Aufklärer konnte Schäuble als langjährig verstrickter Teil des "Systems Kohl" damit nicht mehr glaubwürdig gerecht werden. Am 16. Februar 2000 erklärte er in Berlin seinen Rücktritt vom Partei- und Fraktionsvorsitz, um "einen Neuanfang einzuleiten und möglich zu machen". Mit am Tisch im Konrad-Adenauer-Haus in Bonn saß damals bereits Angela Merkel als Generalsekretärin der Christdemokraten. Im April sollte sie neue Parteivorsitzende der CDU werden.

Wolfgang Schäuble

Nach dem Aus in den Ausschuss: Der frühere CDU-Parteivorsitzende Wolfgang Schäuble wird am 13. April 2000 in Berlin vor dem Parteispenden-Untersuchungsausschuss befragt. Schäuble bekräftigte seine Version zu der 100.000 DM-Spende des Waffenhändlers Schreiber. Er hatte keine Erklärung für die unterschiedlichen Versionen zur Übergabe des Geldes an die CDU im Jahr 1994.

Wolfgang Schäuble

Im Oktober 2001 stellt die Berliner Staatsanwaltschaft das Ermittlungsverfahren gegen Wolfgang Schäuble wegen des Verdachts der Falschaussage in der CDU-Parteispendenaffäre ein. Die Angaben Schäubles über die persönliche Übergabe einer Barspende an die CDU in Höhe von 100.000 Mark durch den Waffenhändler Karlheinz Schreiber seien durch die Ermittlungen nicht widerlegt. Für viele gilt Schäuble als einziges Opfer des Spendenskandals.

Angela Merkel und Friedrich Merz

Zwei Nachfolger für Schäuble: Auf dem CDU-Bundesparteitag im April 2000 übernimmt Angela Merkel den Parteivorsitz und Friedrich Merz wird neuer Vorsitzender der CDU/CSU-Bundestagsfraktion. Das Foto zeigt sie beim Einzug Merkels ins Konrad-Adenauer-Haus in Berlin im Jahr 2000.

Das "Kompetenzteam" der Union für die Bundestagswahl 2002

Kompetenzteam I: Wolfgang Schäuble gehört Anfang September 2002 zum "Kompetenzteam" des Unions-Kanzlerkandidaten Edmund Stoiber für die bevorstehende Bundestagswahl in wenigen Wochen. Er sollte im Falle eines Wahlsiegs das Ressort Außenpolitik besetzen. Die Wahl am 22. September 2002 bestätigt jedoch knapp die rot-grüne Koalition unter Kanzler Gerhard Schröder im Amt.

Das "Kompetenzteam" der Union für die Bundestagswahl am 18. September 2005

Kompetenzteam II: Auch die CDU-Vorsitzende und Unions-Kanzlerkandidatin Angela Merkel setzt 2005 auf Wolfgang Schäuble. Er gehört als Kandidat für die Außenpolitik ihrem "Kompetenzteam" für die vorgezogene Bundestagswahl am 18. September 2005 an.

Regierungsbank im Bundestag

Wieder nicht Außenminister: Nach der Bundestagswahl im September 2005 reicht es weder für eine schwarz-gelbe noch für eine rot-grüne Koalition. In der schließlich gebildeten Großen Koalition beanspruchen die Sozialdemokraten den Posten des Außenministers. Wolfgang Schäuble wird Innenminister im Kabinett von Kanzlerin Angela Merkel. Während er neben Außenminister Frank-Walter Steinmeier nachdenklich schaut, freut sich Kanzlerin Merkel nach ihrer Vereidigung im November.

Wolfgang Schäuble

Terror-Abwehr als Hauptaufgabe: Als Innenminister erarbeitet Wolfgang Schäuble zahlreiche Vorschläge, mit denen er die Sicherheit und den Schutz der Bevölkerung erhöhen möchte. Insbesondere nach den versuchten Kofferbomben-Anschlägen auf Regionalzüge sorgten seine Überlegungen zur Vorbeugung und Bekämpfung von terroristischen Anschlägen aber auch für Zündstoff. Mit seinen Vorstößen geriet Schäuble immer wieder in Konflikt mit Bundesjustizministerin Brigitte Zypries von der SPD, die sich als Schützerin der Persönlichkeitsrechte verstand.

Wolfgang Schäuble

Zweiter Schwerpunkt Schäubles: die Integration ausländischer Mitbürger. Er gründet eine Islam-Konferenz zum Austausch mit Vertretern der Muslime in Deutschland. Mit dem neuen Gremium möchte Innenminister Wolfgang Schäuble langfristig einen Gesellschaftsvertrag auf der Basis der deutschen Verfassungs- und Rechtsordnung mit den Muslimen ausarbeiten. Das Bild entstand Anfang Mai 2007 bei der zweiten Islam-Konferenz in Berlin.

Wolfgang Schäuble

Er wolle den Rechtsstaat in einen Überwachungsstaat umwandeln und den Unterschied zwischen Friedens- und Kriegsrecht aufheben, unterstellten Kritiker Innenminister Schäuble wegen seiner Bemühungen, den Verteidigungsbegriff neu zu definieren. Auf dem Postdamer Platz in Berlin versammeln sich Anfang September 2009 Menschen, die gegen Überwachung durch den Staat demonstrieren. Schäuble strebte mit seinen Vorschlägen an, für den Fall eines Terrorangriffs, rechtliche Voraussetzungen zu schaffen, um etwa Flugzeuge abschießen zu können.

Wolfgang Schäuble

Wahlkampf 2009: Bundesinnenminister Wolfgang Schäuble fährt in seinem Wahlkreis auf seinem Rollbike an einem CDU-Plakat mit Bundeskanzlerin Angela Merkel vorbei.

Wolfgang Schäuble

Finanzminister in schwierigen Zeiten: Nach der Bundestagswahl vom 27. September 2009 wechselt Wolfgang Schäuble an die Spitze des Finanzministeriums, wo er Nachfolger von Peer Steinbrück wird. Statt mit Maßnahmen zur Terror-Abwehr beschäftigt sich Schäuble nun insbesondere mit den Folgen und der Bekämpfung der weltweiten Finanz- und Wirtschaftskrise. Das Foto zeigt ihn, wie er Anfang Mai 2010 das Hilfsprogramm für Griechenland erläutert.

Wolfgang Schäuble und Michael Offer

Viele haben von Schäuble das Bild eines verbitterten, launischen, oft auch zynischen Menschen. Beigetragen hat dazu sein Ausbruch in einer Pressekonferenz im November 2010, in der er seinen Sprecher Michael Offer vor versammelter Mannschaft abkanzelte.

Wolfgang Schäuble

Im Herbst 2010, nach gesundheitlichen Rückschlägen, dachte Schäuble ernsthaft ans Aufgeben. Kanzlerin Merkel überredete ihn zu bleiben - und gab ihm Zeit zur Erholung.

Wolfgang Schäuble

Doch Schäuble ist längst wieder fit und spricht gerade, wenn es um Europa geht, mit großem Engagement. Immer wieder sorgt er mit Vorstößen für "mehr Europa" für Aufsehen. Mal bringt er eine Änderung der europäischen Verträge ins Spiel, um mehr Kooperation und mehr zentrale Steuerung zu ermöglichen, mal schlägt er eine Volksabstimmung über derartige Reformen vor. Auch einen europäischen Finanzminister fände er gut. Im politischen Berlin wird ihm gern unterstellt, dieses Amt selber ausüben zu wollen. Vorerst aber bleibt er der deutschen Politik erhalten: Im Juli kündigte er an, 2013 erneut für den Bundestag kandidieren zu wollen. Es wäre seine zwölfte Legislaturperiode im Parlament.

Wolfgang Schäuble

2013 kandidierte Wolfgang Schäuble erneut für den Bundestag. In der Großen Koalition hat er wieder das Amt des Finanzministers inne.

Wolfgang Schäuble

Schäuble ist erneut auch Spitzenkandidat der CDU Baden-Württemberg. Der Wiedereinzug ins Parlament ist ihm sicher. In der Partei und in seinem Wahlkreis ist er eine Macht: Nominiert von der Offenburger CDU wurde er mit 99,1 Prozent. Bei der Nominierung zur Wahl 2013 waren es 95,5 Prozent.

Wolfgang Schäuble

Nach seinem erneuten Einzug per Direktmandat in den Bundestag 2017 wird er von der CDU als Bundestagspräsident vorgeschlagen ...

Wolfgang Schäuble als Bundestagspräsident gewählt

... und am 24. Oktober 2017 in dieses Amt gewählt.

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