Bildergalerie: Plastikmüll in Deutschland und weltweit

Infografiken

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Plastikmüll in Deutschland und weltweit

Haushaltstypische Abfälle 2015

Das EU-Parlament hat ein umfassendes Verbot von Einweg-Plastikprodukten in der Europäischen Union auf den Weg gebracht. Produkte wie Plastikstrohhalme und Plastikteller sollen ab 2021 nicht mehr verkauft werden dürfen. Der Vorschlag soll die Meeresverschmutzung verringern. Die genaue Verbotsliste müssen die Abgeordneten nun im Kompromiss mit der EU-Kommission und den Mitgliedsstaaten erarbeiten. In Deutschland macht der Plastikmüll 13 Prozent der haushaltstypischen Abfälle aus.

Haushaltstypische Abfälle 2015

Das EU-Parlament hat ein umfassendes Verbot von Einweg-Plastikprodukten in der Europäischen Union auf den Weg gebracht. Produkte wie Plastikstrohhalme und Plastikteller sollen ab 2021 nicht mehr verkauft werden dürfen. Der Vorschlag soll die Meeresverschmutzung verringern. Die genaue Verbotsliste müssen die Abgeordneten nun im Kompromiss mit der EU-Kommission und den Mitgliedsstaaten erarbeiten. In Deutschland macht der Plastikmüll 13 Prozent der haushaltstypischen Abfälle aus.

Verwertung der Kunststoffabfälle

Der Kunststoffverbrauch in Deutschland lag Angaben des Umweltbundesamtes zufolge 2015 bei 10,1 Millionen Tonnen. Das sind 4,6 Prozent mehr als im Jahr 2013. Im gleichen Zeitraum nahm die Menge der Kunststoffabfälle um 4,23 Prozent auf 5,92 Millionen Tonnen zu. Von dieser Menge wurden gut 99 Prozent (5,87 Millionen Tonnen, siehe Grafik oben) stofflich oder energetisch verwertet - das heißt, sie wurden zum Beispiel wiederverwertet oder energiegewinnend verbrannt.

Verpackungsmüll in der EU 2015

Zahlen der EU-Kommission zufolge fallen in Europa jährlich 26 Millionen Tonnen Plastikmüll an. Mit 37,4 Kilo pro Einwohner produziert Deutschland davon deutlich mehr als der EU-Durchschnitt (31,1 Kilo pro Einwohner). In dem EU-Ranking nimmt Deutschland jedoch nur den dritten Platz ein. Auf Platz ein steht Irland mit 60,7 Kilogramm Plastikverpackungsmüll pro Einwohner. Auf Platz zwei folgt Estland mit 46,5 Kilogramm. In Rumänien (16,9 Kilogramm) und Bulgarien (13,9 Kilogramm) produzieren die Menschen pro Kopf am wenigsten Plastikmüll in der EU.

Verwertungsquote von Kunststoffverpackungen

Im Durchschnitt wird EU-weit weniger als ein Drittel des entsorgten Plastiks derzeit recycelt. Deutschland steht mit 49 Prozent im Jahr 2015 (siehe Grafik oben) im oberen Drittel. Angaben der Statistikbehörde Eurostat zufolge hat sich der Wert im Vergleich zum Jahr 2010 jedoch nicht verändert. EU-weit landen der Deutschen Umwelthilfe zufolge jedes Jahr bis zu 500.000 Tonnen Plastik im Meer. Jährlich überfluten rund zehn Millionen Tonnen Plastikmüll die Weltmeere.

Schlecht entsorgter Plastikmüll

Vor allem in Asien wird der Plastikmüll achtlos in der Landschaft entsorgt. Laut Prognosen wird sich das wohl auch nicht ändern. Die Zahlen werden wahrscheinlich sogar stark zunehmen. Ein großes Poblem sind die Plastiktüten. Wie die Deutsche Umwelthilfe berichtet, werden weltweit jährlich eine Billion Plastiktüten verbraucht. Verlässliche Zahlen zu deren Entsorgung gibt es lediglich für Europa. Nur ein Bruchteil der dort verbrauchten Tüten wird der Umwelthilfe zufolge recycelt. Etwa 90 Prozent landen auf Mülldeponien und verrotten dort beziehungsweise werden vom Wind ins Meer getragen. In den Weltmeeren schwimmen den Angaben zufolge derzeit geschätzt 150 Millionen Tonnen Plastik.

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