Bildergalerie: Peter Hintze: Politiker mit Kampflust und Überzeugungen

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Peter Hintze: Politiker mit Kampflust und Überzeugungen

Peter Hintze vor dem Konrad-Adenauer-Haus in Bonn.

Aus dem Pfarramt in die Politik: Die Laufbahn von Peter Hintze in der CDU verlief schnell und ungewöhnlich. Der studierte Theologe wirkte zunächst als Pfarrer und Regionalpolitiker, bevor er 1983 Bundesbeauftragter für den Zivildienst wurde. | Bildquelle: picture alliance / Tim Brakemeie

Peter Hintze vor dem Konrad-Adenauer-Haus in Bonn.

Aus dem Pfarramt in die Politik: Die Laufbahn von Peter Hintze in der CDU verlief schnell und ungewöhnlich. Der studierte Theologe wirkte zunächst als Pfarrer und Regionalpolitiker, bevor er 1983 Bundesbeauftragter für den Zivildienst wurde.

Bundeskanzler Helmut Kohl und die Bundesministerin für Frauen und Jugend Angela Merkel und CDU Generalsekretär Peter Hintze während des CDU-Bundesparteitages.

1990 dann die Kandidatur für den Bundestag. Als neuer Abgeordneter wurde er gleich Parlamentarischer Staatssekretär im Familienministerium unter Angela Merkel. Auch sie war neu im Bonner Politikbetrieb.

Der damalige CDU-Generalsekretär Peter Hintze und der damaligen Bundeskanzler Helmut Kohl.

Nach etwas mehr als einem Jahr der nächste Karriereschritt: CDU-Chef Helmut Kohl beruft ihn zum Generalsekretär der Partei. Dort löst er Volker Rühe ab.

CDU-Generalsekretär Peter Hintze stellt am 18.7.1994 in Bonn mit dem Wahlplakat "Auf in die Zukunft ... aber nicht auf roten Socken" eine Aktion gegen die neue deutsche "Linksfront" vor.

Hintze tut, was seines Amtes ist: Er spitzt zu. In den Bundestagswahl 1994 zieht die CDU mit der "Rote-Socken-Kampagne". Mit ihr warnt die CDU vor einer Allianz aus Sozialdemokraten und SED-Nachfolgepartei PDS.

CDU-Generalsekretär Peter Hintze (r.) zeigt dem neuen SPD-Bundesgeschäftsführer Franz Müntefering den Blick aus seinem Büro im Bonner CDU-Hochhaus.

Der scharfe Angriff auf den Gegner ist das eine, die pragmatische Zusammenarbeit das andere. Hier zeigt Hintze seinem neuen Gegenüber von der SPD, Franz Müntefering, den Blick aus seinem Büro im Bonner CDU-Hochhaus.

Die Generalsekretäre der Koalitionsparteien, Guido Westerwelle (FDP), Bernd Protzner (CSU) und Peter Hintze (CDU) (v.l.)

Noch reibunsgloser verläuft die Kooperation in der damaligen christlich-liberalen Koalition. Dazu gehört auch, das eigene Wirken in das rechte Licht zu stellen, wie hier 1996 mit FDP-Generalsekretär Guido Westerwelle (l.) und CSU-Generalsekretär Bernd Protzner.

Der CDU-Generalsekretär Peter Hintze, der im Bonner Adenauerhaus ein CDU-Wahlplakat mit dem Schriftzug "Auf die roten Socken folgen die roten Hände" vorstellt.

1998 dann die nächste Wahlkampagne. Hintze versucht es mit Bewährtem. Aus den roten Socken werden die roten Hände, vor denen scharf zu warnen ist.

Nebeneinander sitzen Peter Hintze (l) und Helmut Kohl am Samstag (07.11.1998) auf ihren Plätzen beim CDU-Parteitag in Bonn.

Allein: Die Wähler sind davon nicht mehr zu beeindrucken, sie wollen den Wandel und schicken die Union in die Opposition. Hintze und sein Mentor Kohl müssen ihre Stühle räumen.

Der CDU/CSU-Fraktionsvorsitzende und künftige CDU-Chef Wolfgang Schäuble (l) unterhält sich am Donnerstag (22.10.1998) vor Beginn der CDU-Vorstandssitzung in der Bonner Parteizentrale mit Angela Merkel.

An ihre Stelle rücken Wolfgang Schäuble als CDU-Vorsitzender und Angela Merkel als Generalsekretärin. Hintzes enges Verhältnis zu Merkel wird dadurch aber nicht belastet.

Peter Hintze (CDU) bereitet seinen Umzug nach Berlin.

1999 zieht der Bundestag nach Berlin um. Die Abgeordneten packen Kisten. Hintze nimmt ein Porträt von Konrad Adenauer mit an die Spree.

Peter Hintze (CDU) in Hamburg bei dem Besuch des Airbus-Werks in Finkenwerder im Cockpit eines Airbus A321.

2005 kehrt die Union in die Regierung zurück und mit ihr Hintze. Nun ist er als Staatssekretär im Wirtschaftsministerium auch zuständig für die Koordination der Luft- und Raumfahrtpolitik der Bundesregierung.

Bundestagsvizepräsiden Peter Hintze (CDU) spricht im Deutschen Bundestag in Berlin.

2013 wechselt Hintze auf den Posten des Vizepräsidenten des Bundestages. Die Abgeordneten schätzen an ihm seinen rheinischen Humor und seine gelassene Art, Sitzungen zu leiten.

Bundestagsvizepräsiden Peter Hintze (CDU) spricht im Deutschen Bundestag in Berlin.

In ethischen Fragen tritt Hintze als unabhängiger Kopf auf. Im Bundestag plädiert er unter bestimmten Bedingungen für die Präimpantationsdiagnostik bei Embryonen und für die Zulassung von Sterbehilfe.

Peter Hintze

In der Nacht zum Sonntag stirbt Hintze im Alter von 66 Jahren an einem Krebsleiden. Er hinterlässt eine Ehefrau und ein Kind.

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