Bildergalerie: Umstrittenene Papst-Entscheidungen

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Chronik umstrittener Papst-Entscheidungen

Papst Benedikt XVI.

12.09.06: Papst Benedikt XVI. hält seine inzwischen berühmte "Regensburger Rede". Der theologisch-wissenschaftliche Vortrag beinhaltet ein Zitat aus dem Mittelalter, Mohammed habe der Welt nur Schlechtes und Inhumanes gebracht. Dieses sorgt für Empörung und Protesten in der gesamten islamischen Welt.

Papst Benedikt XVI.

12.09.06: Papst Benedikt XVI. hält seine inzwischen berühmte "Regensburger Rede". Der theologisch-wissenschaftliche Vortrag beinhaltet ein Zitat aus dem Mittelalter, Mohammed habe der Welt nur Schlechtes und Inhumanes gebracht. Dieses sorgt für Empörung und Protesten in der gesamten islamischen Welt.

Stanislaw Wielgus

07.01.07: Fehlstart ins neue Jahr - trotz seiner Kontakte zum einstigen kommunistischen Geheimdienst soll der bereits vom Vatikan ernannte neue Warschauer Erzbischof Wielgus in sein Amt eingeführt werden. Kurz vor der feierlichen Zeremonie erklärte Wielgus während der Messe dann doch seinen Rücktritt.

Der Papst in der Basilika von Aparecida

13.05.07: Bei seiner Lateinamerika-Reise löst der Papst heftige Kritik unter Indianer-Vertretern aus. Bei der Eröffnung einer Bischofskonferenz in der Basilika von Aparecida erklärt er, den Ureinwohnern sei durch die Verkündung des Evangeliums keine fremde Kultur aufgezwungen worden. Die Indianer hätten die Christianisierung vielmehr still herbeigesehnt. Historiker bezeichnen die Äußerung Benedikts XVI. als Geschichtsklitterung.

Ostern im Vatikan

27.06.07: Der Papst erleichtert die Sonderform der tridentinischen Messe. Das heißt: Auch Gottesdienste in Latein, bei denen der Priester mit dem Rücken zur Gemeinde steht, sind ohne große Ausnahmegenehmigungen wieder erlaubt. Dieser Schritt gilt als Zugeständnis an die Traditionalisten und er weckt Befürchtungen unter Katholiken in aller Welt: Solche nämlich, der Papst wolle auch andere Reformen rückgängig machen, die im Zuge des Zweiten Vatikanischen Konzils beschlossen wurden.

Der Palazzo Governatore in den vatikanischen Gärten

10.07.07: Der Vatikan bezeichnet die katholische Kirche in einem von Benedikt XVI. gebilligten Dokument als einzig wahre Kirche. Protestanten reagieren empört auf die Bemerkung, andere christliche Glaubensrichtungen seien keine Kirchen im eigentlichen Sinn...

Margot Käßmann

... Nach Aussagen führender Vertreter der evangelischen Kirchen in Deutschland hat der Papst damit Jahre der gemeinsamen ökumenischen Arbeit zunichte gemacht. Die hannoversche Landesbischöfin Margot Käßmann spricht von einem Trauerspiel.

Auftakt der Osterfeierlichkeiten im Petersdom

05.02.08: Der Papst führt eine neue Version der umstrittenen Karfreitagsfürbitte ein. Darin heißt es: "Lasst uns auch beten für die Juden, auf dass Gott, unser Herr, ihre Herzen erleuchte, damit sie Jesus Christus als den Retter aller Menschen erkennen." Nach Ansicht von Kritikern wird damit - zumindest indirekt - zur Missionierung der Juden aufgerufen. Eine schärfere Form der Fürbitte, in der von "treulosen" und "verblendeten" Juden die Rede gewesen war, hatte das Verhältnis zwischen den Religionen jahrhundertelang schwer belastet.

Die umstrittene Weihe von vier Bischöfen. Zweiter von links: Williamson.

24.01.09: Nach über 20 Jahren hebt Papst Benedikt XVI. die Exkommunizierung von vier Bischöfen der traditionalistischen Piusbrüderschaft des ultrakonservativen französischen Erzbischofs Marcel Lefebvre auf...

Bischof Richard Williamson

... unter ihnen ist auch der britische Bischof Williamson, der den Holocaust leugnet.

Papst Benedikt XVI.

Als Folge droht das Jerusalemer Rabbinat mit einem Abbruch der Beziehungen zum Vatikan, der Zentralrat der Juden bricht den Dialog mit der katholischen Kirche vorerst ab. Bundestagspräsident Lammert reagiert mit scharfer Kritik und Theologen wie Hans Küng kritisieren, die Kirche sei nach rechts abgedriftet. Der deutsche Kurienkardinal Kasper räumt Fehler im Kirchen-Management ein. (Text: Stefan Troendle, ARD Rom / AP)

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