Seitenueberschrift

Bilder

1/8

Das Werk des Kinderbuchautors Otfried Preußler

Preußlers Bücher sind häufig verfilmt worden. Hier huscht "Das kleine Gespenst" durch die Nacht. Der Animationsfilm soll im Oktober 2013 in die Kinos kommen. Filmproduzent Jakob Claussen bedauert sehr, dass der Autor vor seinem Tod nicht mehr die Verfilmung seines Kinderbuchklassikers sehen konnte. (Foto: dpa/Universum Film)

"Das kleine Gespenst" huscht durch die Nacht (undatierte Filmszene).

Preußlers Bücher sind häufig verfilmt worden. Hier huscht "Das kleine Gespenst" durch die Nacht. Der Animationsfilm soll im Oktober 2013 in die Kinos kommen. Filmproduzent Jakob Claussen bedauert sehr, dass der Autor vor seinem Tod nicht mehr die Verfilmung seines Kinderbuchklassikers sehen konnte.

Das Kinderbuch "Das kleine Gespenst" von Otfried Preußler

Das Original erschien bereits 1966. Zu der Zeit war Preußler noch Lehrer und Rektor an einer Schule im bayerischen Rosenheim. Erst ab 1970 widmete er sich ausschließlich dem Schreiben. Die Quelle des "Kleinen Gespensts" ist eine Erzählung seiner Großmutter.

Das Kinderbuch "Die kleine Hexe" von Otfried Preußler

Für das Kinderbuch "Die kleine Hexe" erhielt Preußler 1958 den Deutschen Jugendbuchpreis. An der Beliebtheit des Werks konnte auch die christliche Elterninitiative im bayerischen Lehrberg im Jahr 1992 nicht rütteln. Diese wollte das Buch aus dem Regal des örtlichen Kindergartens verbannen, weil es die Kinder angeblich anfällig für "okkulte Praktiken" machen könnte.

Als "Räuber Hotzenplotz" posiert der deutsche Schauspieler Gert Fröbe

Preußlers vielleicht berühmtestes Werk ist der "Räuber Hotzenplotz". Es machte ihn im Jahr 1962 bekannt und wurde bald darauf als Hörspiel vertont. In der Verfilmung posiert der deutsche Schauspieler Gert Fröbe im Jahr 1973 - in der Hand das gleichnamige Buch.

Horst Seehofer und Otfried Preußler

Otfried Preußler im Jahr 1993 beim Signieren des Räuber Hotzenplotz

Horst Seehofer und Otfried Preußler

Preußler erhielt im Laufe seines Lebens zahlreiche Auszeichnungen, darunter den Sonderpreis des Deutschen Jugendbuchpreises, den Eichendorff-Literaturpreis und das Bundesverdienstkreuz 1. Klasse. Im Jahr 2010 übergibt Bayerns Ministerpräsident Seehofer in der Residenz in München den Bayerischen Maximiliansorden an den Schriftsteller.

Die Kinderbücher "Das kleine Gespenst", "Die keine Hexe", "Der kleine Wassermann", "Der Räuber Hotzenplotz", "Neues vom Räuber Hotzenplotz" und "Hotzenplotz 3"

Preußlers Bücher wurden in fast 60 Sprachen übersetzt und verkauften sich weltweit über 50 Millionen Mal. Zu seinen erfolgreichsten Geschichten gehören "Das kleine Gespenst" (spanisch: "El pequeño Fantasma"), "Die keine Hexe" (italienisch: "La piccola Strega"), "Der kleine Wassermann" (englisch: "The little Water-Sprite"), "Der Räuber Hotzenplotz" (französisch: "Le Brigand Briquambroque").

Theaterstück "Krabat"

Auch für das Theater wurden Preußlers Stücke umgesetzt. Hier eine Szene aus "Krabat", inszeniert von Markus Bothe am Deutschen Schauspielhaus in Hamburg. In der Geschichte geht es um einen Müllerburschen, der in den Bann schwarzer Magie gerät, aus dem ihn nur Freundschaft und Liebe befreien können. Viele seiner Geschichten stammen aus der eigenen Kindheit, häufig benutzte er Stoffe aus der slawischen und der deutschen Sage. Der Stoff für Krabat basiert auf einer sorbischen Volkssage.

Darstellung: