Bildergalerie: Katastrophen der Ölförderung

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Die größten Katastrophen der Ölförderung

Die Ölbohrinsel

Die "P-36" war einst die größte Ölbohrinsel der Welt: Sie wog 31.400 Tonnen, war höher als der Kölner Dom und kostete eine halbe Milliarde Dollar. Zehn Monate förderte "P–36" im Auftrag des Konzerns Petrobras vor der brasilianischen Küste täglich zwölf Millionen Liter Öl und 1,3 Millionen Kubikmeter Gas aus der Tiefe. (Bildquelle: picture-alliance / dpa)

Die Ölbohrinsel "P-36" vor Brasilien.

Die "P-36" war einst die größte Ölbohrinsel der Welt: Sie wog 31.400 Tonnen, war höher als der Kölner Dom und kostete eine halbe Milliarde Dollar. Zehn Monate förderte "P–36" im Auftrag des Konzerns Petrobras vor der brasilianischen Küste täglich zwölf Millionen Liter Öl und 1,3 Millionen Kubikmeter Gas aus der Tiefe.

Die Ölbohrinsel "P-36" vor Brasilien.

Am 15. März 2001 gab es plötzlich drei schwere Explosionen: Bei Reinigungsarbeiten war Gas unkontrolliert in einen Tank entwichen und hatte zu einem Überdruck geführt. Als der Tank platzte, entzündete sich das vorhandene Öl-Gas-Gemisch.

Die Ölbohrinsel "P-36" vor Brasilien.

Elf Arbeiter starben bei dem Unfall, die Plattform versank am 20. März endgültig in den Tiefen des Ozeans. Wie viel Öl genau auslief, ist unklar. Fest steht aber, dass Brasilien glimpflich davon kam: Dank günstiger Winde blieb der Küste im Bundesstaat Rio de Janeiro die befürchtete Umweltkatastrophe erspart. Der riesige Giftteppich wurde aufs Meer hinaus getrieben und verteilte sich auf hoher See.

Brennende Bohrinsel Deepwater Horizon

22. April 2010: Im Golf von Mexiko ereignete sich eine Explosion auf der Ölbohrinsel "Deepwater Horizon" der Firma BP. Sie brannte aus und sank. Elf Menschen kamen dabei ums Leben - eine riesige Umweltkatastrophe nahm ihren Lauf.

Die Ölpest im Golf von Mexiko.

87 Tage lang konnte die Welt auf die Bilder der Unterwasserkameras am Bohrloch im Golf von Mexiko blicken. Täglich strömten mehrere Millionen Liter Rohöl ins Meer. Erst im August gelang es, die sprudelnde Ölquelle zu verschließen.

Ölpest im Golf von Mexiko

Das Öl trieb an die Küsten der nahegelegenen US-Bundesstaaten Louisiana, Florida, Mississippi und Alabama. Tausende Vögel und andere Tiere verendeten qualvoll in den klebrigen Massen. Es war nicht die erste Havarie im Golf von Mexiko.

Der Bohrturm "Kab 101" brannte nach der Kollision mit der Plattform Usumacinta aus.

Bei schwerem Wellengang stießen im Oktober 2007 die Ölbohrinsel "Usumacinta" und der kleinere Bohrturm "Kab 101" vor der Küste Mexikos zusammen. Dabei kamen mindestens 20 Menschen ums Leben. "Kab 101" brannte völlig aus.

Der Bohrturm "Kab 101" brannte nach der Kollision mit der Plattform Usumacinta aus.

Acht Meter hohe Wellen und Windgeschwindigkeiten von bis zu 130 Stundenkilometer erschweren die Rettungsarbeiten. Der Unfall ereignete sich nur 30 Kilometer vor der Küste.

Die "Piper Alpha" brannte 1988 aus.

Mit 167 Todesopfern ist der Untergang der "Piper Alpha" der bislang gravierendste Unfall in der Geschichte der Öl- und Gasförderung in der Nordsee. Auf der Bohrinsel war Anfang Juli 1988 ein Feuer ausgebrochen, ...

Die "Piper Alpha" brannte 1988 aus.

... das sich durch ein Gasleck rasend schnell auf der gesamten Plattform ausbreitete.

Die "Piper Alpha" brannte 1988 aus.

Die Löscharbeiten konnten nicht verhindern, dass die "Piper Alpha" komplett abbrannte. Sie versinkt 176 Kilometer vor der schottischen Stadt Aberdeen in der Nordsee. Schätzungen zufolge kostete die Katastrophe die Betreiberfirma Occidental über 15 Milliarden Dollar.

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