Bildergalerie: Es geht eine Mütze auf Reisen

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Die Mütze des Entwicklungsministers kommt ins Museum (07.03.2013)

Niebelmütze ins Museum

Ein Mann und seine Sachen: Ein denkwürdiger Moment war das für Dirk Niebel. Noch ein letztes Mal hielt er seine heißgeliebte Mütze aus seligen Bundeswehrzeiten in der Hand.

Niebelmütze ins Museum

Ein Mann und seine Sachen: Ein denkwürdiger Moment war das für Dirk Niebel. Noch ein letztes Mal hielt er seine heißgeliebte Mütze aus seligen Bundeswehrzeiten in der Hand.

Niebelmütze ins Museum

Seit 1984 hatte sie immer wieder den markanten Kopf des FDP-Politikers geziert. Zu dieser Zeit allerdings war nicht abzusehen, dass sie eines Tages Ministertracht werden würde. Damals war Niebel Soldat bei den Fallschirmspingern in Calw.

Niebelmütze im Museum: 2011 in Äthiopien

Er erwarb das gute Stück während eines Einzelkämpferlehrgangs in einem NATO-Shop - denn das gemeinhin von den Fallschirmjägern getragene Barett entsprach nicht den Vorstellungen Niebels von einem wehrhaften Erscheinungsbild. Diesen Akt des Ungehorsams musste Niebel mit 50 Liegestützen büßen. Danach durfte er die Mütze weiter tragen. Heute, so Niebel, würde er diesen sportlichen Akt nicht mehr versuchen. Wie gut, dass er als Minister frei über seine Kopfbedeckung entscheiden kann.

Bundesentwicklungsminister Niebel im Virunga Nationalpark in einer Berggorilla-Waisenstation am 10.01.2010

2010 war es, da überraschte Niebel erstmals die Öffentlichkeit mit seinem ungewöhnlichen Kopfschmuck. Was seine Gastgeber in der DR Kongo von der leichten militärischen Note hielten, ist nicht überliefert.

Niebelmütze: Hatzerim Israel 2012

In der deutschen Öffentlichkeit sorgte das Erscheinungsbild des Ministers für gewisse Irritationen. Hier und da wurde von einer Militarisierung der Entwicklungspolitik geraunt. Das gefiel dem gelegentlich rauflustigen Niebel. Er entschied: Die Mütze bleibt - jetzt erst recht.

Niebelmütze im Museum: Afghanistan 2010

Also ging die Mütze als überwiegend baumwollhafte Botschafterin liberaler Entwicklungspolitik mit um die Welt und wurde 2010 auch in Afghanistan aufgetragen.

Niebel auf dem Weg nach Afghanistan 2011

Das praktische an einer vielfach bewährten Armeemütze: Sie schützt nicht nur vor Sonne, sondern sorgt auch an eher zugigen Orten für Wohlbefinden. Kein Wunder, dass der Minister sie auch auf einem Flug nach Afghanistan trug.

Niebelmütze im Museum

Und so blieb es dabei: Das Minister-Hemd mochte wechseln, der Bundeswehr-Look blieb. Ob im Gazastreifen...

Niebelmütze: Schulprojekt im Makueni-Distrikt in Kenia August 2011

.... ob bei der Besichtigung eines Schulprojekts in Kenia...

Niebel im Januar 2013 in Indonesien

... oder beim Besuch eines Geothermiekraftwerks in Indonesien: Immer kam Niebel obenrum olivgrün daher.

Niebelmütze ins Museum

Nun aber hieß es Abschiednehmen. Ein letzter, vielleicht gerührter Blick auf die Kopfbedeckung, und dann wanderte sie in das Archiv des Hauses der Geschichte in Bonn. Ob sie aber jemals wieder der geneigten Öffentlichkeit gezeigt wird, ist ungewiss. "Ausgestellt wird sie erstmal nicht", sagte ein Museumssprecher recht unsentimental.

Niebelmütze im Museum

Was mag Niebel nun tragen? Schließlich ist er noch mindestens bis zur Bundestagswahl Minister. Wird ein farbenfroher Bauarbeiterhelm zur neuen Standardbekleidung werden? Auch das wäre als politisches Signal in stürmischen Zeiten nicht zu unterschätzen.

Niebelmütze im Museum

Eher unwahrscheinlich ist, dass sich der Minister öfter mit solch einem Schirm zeigen wird. Die Anmutung ist - siehe Fallschirmspringer - doch eher wenig niebelig.

Niebel und seine Mütze

Nun, die Antwort ist ganz einfach: Einmal Armeemütze, immer Armeemütze. Dirk Niebel wird auf Auslandsreisen künftig Imitate seiner Mütze tragen - selbstverständlich aus fair gehandelter Baumwolle. Es soll keiner sagen, der Minister bliebe sich nicht treu.

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