Bildergalerie: Geschichte der US-Raumfahrt

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Geschichte der US-Raumfahrt

Dwight D. Eisenhower

Am 1. Oktober 1958 gründete Präsident Dwight D. Eisenhower die US-Raumfahrtbehörde "National Aeronautics and Space Administration", kurz NASA. | Bildquelle: picture-alliance / akg-images

Dwight D. Eisenhower

Am 1. Oktober 1958 gründete Präsident Dwight D. Eisenhower die US-Raumfahrtbehörde "National Aeronautics and Space Administration", kurz NASA.

Satellit "Sputnik"

Die Gründung der NASA wurde durch Präsident Eisenhower vorangetrieben, da es der Sowjetunion bereits ein Jahr zuvor gelungen war, den Satelliten "Sputnik I" ins Weltall zu transportieren. Damit begann der Wettlauf um die Vorherrschaft im All.

Juri Gagarin

Doch zunächst blieben die Sowjets in dem vom Kalten Krieg geprägten Weltraum-Rennen weiterhin in Führung. Am 12. April 1961 schickten die Russen mit Juri Gagarin den ersten Menschen ins Weltall.

John Glenn

Fast ein Jahr später gelang es der NASA, ebenfalls einen Astronauten ins Weltall zu schicken: Der US-Amerikaner John Glenn umkreiste am 20. Februar 1962 die Erde in einer "Mercury"-Kapsel.

Wernher von Braun

Führender Kopf der NASA-Ingenieure war Wernher von Braun, der zuvor in Nazi-Deutschland an der Entwicklung der V2-Rakete gearbeitet hatte. Die Mitabeit von Brauns wurde deshalb zuerst geheimgehalten.

Die Mannschaft der Apollo 8

Am 21. Dezember 1968 startet die "Apollo 8" zur ersten bemannten Umkreisung des Mondes. An Bord des Raumschiffes sind die Astronauten James A. Lovell, William A. Anders und Frank Borman (v. l. n. r.). Die gelungene Mission ebnet den Weg für die spätere bemannte Landung auf dem Mond.

Mondmission von 1969

Der Präsident John F. Kennedy gab das große Ziel vor, bis zum "Ende des Jahrzehnts einen Menschen auf dem Mond zu landen und ihn wieder sicher zur Erde zurückzubringen". Dieses Ziel ist im Jahr 1969 erreicht: Neil Armstrong und Edwin Aldrin landen am 20. Juli mit der Mondfähre "Eagle" auf dem Erdtrabanten. Armstrong betritt als erster Mensch den Mond mit den Worten: "Dies ist ein kleiner Schritt für den Menschen, aber ein großer Sprung für die Menschheit".

Mannschaft der Apollo13

Doch nicht alle "Apollo"-Flüge verliefen erfolgreich. Knapp 56 Stunden nach dem Start der "Apollo 13"-Mission am 11. April 1970 meldeten die Astronauten James Lovell, Fred Haise und John Swigert den Funkspruch "Houston - wir haben ein Problem!" zur Erde. Sie hatten das Ausströmen von Gas in den Weltraum beobachtet. Der Sauerstoffgehalt und die Werte an elektrischer Energie an Bord sanken rapide, die lebenserhaltenden Systeme drohten auszufallen. In einer dramatischen Rettungsaktion stiegen die drei Astronauten zunächst in die Mondlandefähre "Aquarius" um, flogen um den Mond in Richtung Erde zurück und landeten schließlich am 17. April unverletzt mit der Apollo-Kapsel nur sieben Kilometer von dem Bergungsflugzeugträger entfernt im Meer. Ursache der Beinahe-Katastrophe war eine Explosion in einem Sauerstofftank.

Mitglied der Mannschaft der Apollo 17 auf dem Mond

Mit der Rückkehr der Crew von "Apollo 17" im Jahr 1972 endet nach sechs bemannten Mondlandungen das NASA-Programm zur Erforschung des Erdtrabanten.

Space Shuttle Columbia

1981 schickt die NASA mit dem Space Shuttle "Columbia" erstmals eine wiederverwendbare Raumfähre ins All.

Ulf Merbold

Ulf Merbold war der erste Nicht-Amerikaner, der 1986 an einer Weltraum-Mission der NASA teilnahm. Er ist der zweite Deutsche im All. Fünf Jahre zuvor war der Kosmonaut Sigmund Jähn als erster Deutscher an Bord der sowjetischen "Sojus 31" bereits ins All geflogen.

Landung der Endeavour

Die Transportsysteme, die wie eine Rakete starten und wie ein Flugzeug landen, sollten Raumflüge zu einer billigen Alltagsangelegenheit machen. Doch die hochkomplizierten Maschinen, die seit 1981 im Einsatz sind, erwiesen sich schließlich als viel zu teuer und störanfällig.

Explosion der Challanger 1986

Zu den schwersten Rückschlägen in der Geschichte der NASA zählt das "Challenger"-Unglück 1986, als die Raumfähre beim Start explodierte. Zu den sieben getöteten Astronauten zählt auch eine Geschichtslehrerin - die NASA hatte sie ausgewählt, um als erste Nicht-Astronautin ins All zu fliegen.

Absturz der Columbia 2003

Der Absturz der "Columbia" erschütterte die Nation siebzehn Jahre später ein zweites Mal. Beim Wiedereintritt in die Erdatmosphäre verglühte das Shuttle und stürzte zu Boden.

Start der Discovery im Jahr 2008

Zwischen 1981 und 2011 absolvierten die fünf Space Shuttles insgesamt 135 Flüge. Dabei wurden große Teile der Internationalen Raumstation (ISS) transportiert oder Satellitensysteme installiert. Hier startet die "Discovery" im Mai 2008 in Cape Canaveral zu ihrer Mission STS-124.

Internationale Raumstation in der Erdumlaufbahn

Die ISS befindet sich seit 1998 in ständigen Bau- und Reparaturarbeiten. Bei der bemannten Raumstation kooperieren Kanada, Russland, Europa, Japan und die USA.

Weltraumlabor Columbus

Im Frachtraum der Raumfähre "Atlantis" wurde im Februar 2008 das europäische Weltraumlabor "Columbus" transportiert, das mit der ISS verbunden wurde.

Hans Schlegel

Für die Erweiterung der ISS sind auch immer wieder Außeneinsätze der Astronauten nötig. Darunter sind auch immer wieder deutsche Astronauten, wie Hans Schlegel 2008 ...

Alexander Gerst beim Außeneinsatz an der ISS

... oder Alexander Gerst 2014.

Das Weltraumteleskop Hubble

Das 1990 von der NASA ins All gebrachte "Hubble"-Teleskop hat die Astronomie durch spektakuläre Aufnahmen revolutioniert. Seine Daten halfen Wissenschaftlern, das Alter und die Herkunft des Universums besser zu verstehen, weit entfernte Supernovae zu beobachten und Körper außerhalb des Sonnensystems zu entdecken und zu untersuchen. Das Teleskop ist ein Gemeinschftsprojekt der NASA und der Europäischen Weltraumbehörde ESA.

Marssonde Phoenix

Ein weiteres Projekt der NASA: Die Erforschung des Planeten Mars. Die Marssonde "Phoenix" bei ihrer Landung auf dem roten Planeten (Modellzeichnung). Mithilfe der "Phoenix" wurde erstmalig das Vorkommen von Eis auf dem Mars bewiesen. Am 2. November 2008 funkte die Sonde jedoch zum letzten Mal Signale zur Erde.

Mars-Roboter "Curiosity" bei der Arbeit auf der Marsoberfläche

Seit 2012 erforscht der Roboter "Curiosity" den Mars.

George W. Bush

Um wieder für die rechte Weltraumbegeisterung zu sorgen, gab Präsident George W. Bush neue Ziele vor: "Zurück zum Mond, zum Mars und darüber hinaus", heißt das Programm. Im Jahr 2020 soll wieder ein Amerikaner seinen Fuß auf den Mond setzten, es soll sogar eine ständige Mondbasis gebaut werden, sozusagen als "Sprungbrett" für weitere Missionen. 2037 soll dann erstmals ein Amerikaner auf dem Mars landen.

Landung der Endeavour 2012

Im Juli 2011 endete das Space-Shuttle-Programm der NASA, die Raumgleiter landeten - wie hier die Endeavour - im Museum.

Sojus-Rakete

Für die ISS bedeutet das: Seither fliegen vor allem russische Sojus-Raketen zur Raumstation.

Raumkapsel Dragon

Doch auch private Unternehmen sind in das Geschäft eingestiegen und versorgen die Astronauten auf der ISSR mit Nachschub, wie etwa die Raumkapsel Dragon.

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