Bildergalerie: Die Neonazi-Terrorgruppe NSU

Bilder

1/17

Bilder: Die Neonazi-Terrorgruppe NSU

Eine Reproduktion aus der Ostthüringer Zeitung aus dem Jahr 1998 zeigt Fahndungsbilder von Beate Z. (v.l.), Uwe B. und Uwe M..

Beate Zschäpe, Uwe Böhnhardt und Uwe Mundlos (v.l.): Sie sollen die rechtsextreme Terrororganisation "Nationalsozialistischer Untergrund" (NSU) gebildet haben - und für mindestens zehn Morde, mehrere Anschläge und zahlreiche Banküberfälle in ganz Deutschland verantwortlich sein. Das Foto aus der Ostthüringer Zeitung aus dem Jahr 1998 zeigt Fahndungsbilder der drei. Damals wurde nach ihnen im Zusammenhang mit einem versuchten Sprengstoffanschlag an Weihnachten 1997 gesucht. | Bildquelle: dapd

Eine Reproduktion aus der Ostthüringer Zeitung aus dem Jahr 1998 zeigt Fahndungsbilder von Beate Z. (v.l.), Uwe B. und Uwe M..

Beate Zschäpe, Uwe Böhnhardt und Uwe Mundlos (v.l.): Sie sollen die rechtsextreme Terrororganisation "Nationalsozialistischer Untergrund" (NSU) gebildet haben - und für mindestens zehn Morde, mehrere Anschläge und zahlreiche Banküberfälle in ganz Deutschland verantwortlich sein. Das Foto aus der Ostthüringer Zeitung aus dem Jahr 1998 zeigt Fahndungsbilder der drei. Damals wurde nach ihnen im Zusammenhang mit einem versuchten Sprengstoffanschlag an Weihnachten 1997 gesucht.

Mitglieder des "Thüringer Heimatschutz" halten auf einer Demonstration ein Transparent mit der Aufschrift "Der Gott, der Eisen wachsen ließ, der wollte keine Knechte".

Bereits Mitte der 1990er-Jahre waren Böhnhardt, Mundlos und Zschäpe im "Thüringer Heimatschutz" aktiv - einem Zusammenschluss von neonazistischen "Freien Kameradschaften" in Thüringen. Das Bild zeigt Aktivisten des THS auf einer Demonstration der NPD-Jugendorganisation im Februar 2001 in Jena.

Die Neonazis Uwe B. und Ralf W. gemeinsam auf einem Bild

Bönhardt, Mundlos und Zschäpe kommen aus der Jenaer Neonaziszene. Auf diesem Bild aus dem Herbst 1996 ist Böhnhardt (m.) gemeinsam mit Ralf Wohlleben (l.), dem späteren stellvertretenden NPD-Landesvorsitzenden Thüringens, zu sehen. Das Bild wurde in Erfurt im Umfeld eines Prozesses gegen den Holocaust-Leugner Manfred Roeder aufgenommen. Wohlleben soll den NSU unterstützt haben.

Polizisten der Spurensicherung in weißen Schutzanzügen arbeiten an einem Imbiss in Nürnberg, dessen Besitzer im Juni 2005 erschossen wurde.

Der NSU soll zwischen 2000 und 2007 in ganz Deutschland gemordet haben, allein fünf Menschen erschossen die Neonazis offenbar in Bayern. Im Juni 2005 wurde der Besitzer dieses Imbisses in Nürnberg ermordet. Polizisten sichern am Tatort Spuren - kommen den Tätern aber nicht auf die Spur.

Eine mit der Mordwaffe baugleiche Pistole wird im Polizeipräsidium in Dortmund vor eine Bilderwand mit den Porträts der Opfer der deutschlandweiten Mordserie gehalten, bei der Kleinunternehmer brutal getötet wurden (Archivfoto vom 07.04.2006).

Insgesamt soll der NSU neun Migranten getötet haben. Für die Polizei bleibt das einzige Verbindungsstück zwischen den Morden die Tatwaffe (hier ein baugleiches Modell).

Ein Absperrband der Polizei sichert nach einem Bombenanschlag in Köln-Mülheim den Tatort.

Im Juni 2004 fliegt in Köln-Mülheim, das als Zentrum des türkischen Geschäftslebens in der Stadt gilt, eine Nagelbombe in die Luft und verletzt 22 Menschen, vier davon schwer. Die Ermittler schließen schnell einen terroristischen Hintergrund aus, doch auch diese Tat geht offenkundig auf das Konto des NSU.

Ein Mann hält ein Fahndungsplakat mit dem Aufdruck "Mordserie in Deutschland - Die Polizei bittet um Ihre Mithilfe" in die Kamera.

Bundesweit arbeiten 160 Polizisten an der Aufklärung der Mordserie - ohne Erfolg. Erst nach dem Tod von Bönhardt und Mundlos sowie dem Auftauchen von Bekenner-DVDs im November 2011 werden die Zusammenhänge erkannt.

Beate Zschäpe, Uwe Bönhardt und Uwe Mundlos sitzen vor einem Wohnwagen an einem Campingtisch.

Die Rechtsterroristen blieben trotz der Mordserie über Jahre unerkannt. Sie lebten in Sachsen, Urlaub machten sie an der Ostsee. Hier sind die drei mutmaßlichen NSU-Mitglieder vermutlich im Jahr 2009 auf einem Zeltplatz zu sehen.

Polizisten in weißen Schutzanzügen untersuchen den Tatort auf der Heilbronner Theresienwiese, an dem zuvor eine Polizeibeamtin getötet und ein weiterer Beamter schwer verletzt wurde.

Auch für den Heilbronner Polizistenmord soll der NSU verantwortlich sein: Beamte der Spurensicherung arbeiten am 25. Juli 2007 auf der Heilbronner Theresienwiese, wo zuvor eine Polizeibeamtin erschossen und ein weiterer Beamter schwer verletzt wurde. Von den Tätern fehlt zunächst jede Spur.

Ein Polizist steht vor einem qualmenden Wohnmobil, in dem die Leichen von Uwe Bönhardt und Uwe Mundlos entdeckt wurden.

Die Serie von Verbrechen der Neonazis endet am 4. November 2011 in Eisenach-Stregda. Nach einem Banküberfall entdeckt die Polizei in einem ausgebrannten Wohnwagen die Leichen von Böhnhardt und Mundlos. Außerdem finden sie zwei Polizeidienstwaffen - die Verbindung zum Polizistenmord von Heidelberg.

Polizisten untersuchen in Zwickau die Trümmer eines explodierten Hauses.

In Zwickau soll derweil Beate Zschäpe die Wohnung, in der die drei Neonazis gewohnt hatten, in die Luft gejagt haben, um Spuren zu vernichten. Auf dem Bild untersuchen Polizisten am 8. November 2011 die Trümmer des Hauses, in denen die Ermittler noch zahlreiche Hinweise finden.

Eine Bekenner-DVD des "Nationalsozialistischen Untergrunds", die der Bundesanwaltschaft vorliegt.

In einer DVD bekannte sich der "Nationalsozialistische Untergrund" (NSU) zu Morden und Anschlägen.

In dem NSU-Bekennervideo verhöhnen die Neonazis ihre Opfer.

In dem NSU-Bekennervideo verhöhnen die Neonazis ihre Opfer.

Beate Zschäpe, mutmaßliches Mitglied der rechtsextremen Gruppe NSU

Beate Zschäpe stellte sich am 8. November 2011 der Polizei in Jena. Wenige Tage später erließ der Bundesgerichtshof Haftbefehl gegen Zschäpe - wegen des dringenden Verdachts auf Gründung und Mitgliedschaft in einer terroristischen Vereinigung.

Der mutmaßliche Rechtsextreme Holger G. wird in Handschellen von zwei Beamten in ein Gebäude geführt.

Kurz darauf wird der erste Unterstützer des Trios festgenommen: Holger G. wird am 14. November dem Ermittlungsrichter vorgeführt. Gegen den Neonazi wird wegen des Verdachts auf Unterstützung einer terroristischen Vereinigung Haftbefehl erlassen. Laut Bundesanwaltschaft soll er der NSU seinen Führerschein und seinen Reisepass überlassen haben. Am 25. Mai 2012 wird der Haftbefehl aufgehoben, da G. nicht dringend tatverdächtig sei. Der ehemalige NPD-Funktionär Ralf Wohlleben bleibt hingegen in Haft.

Fahndungsplakat, das die Terrorverdächtigen Uwe B., Uwe M. und Beate Z. auf mehreren kleinen Fotos zeigt und ihr Geburtsdatum auflistet

Bundesanwaltschaft und Bundeskriminalamt versuchen mit Fahndungsplakaten, Hinweise aus der Bevölkerung auf die Aktivitäten der Terrorzelle in den vergangenen Jahren zu bekommen.

Der Rechtsterror-Untersuchungsausschuss vor Beginn der Sitzung in Berlin.

Der Bundestag und mehrere Landtage setzen Untersuchungsausschüsse ein, die das Versagen der Sicherheitsbehörden im Fall des NSU beleuchten sollen.

Darstellung: