Bildergalerie: Angeklagte im Zusammenhang mit dem Krieg in Jugoslawien

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Angeklagte im Zusammenhang mit dem Krieg in Jugoslawien

Goran Hadzic

Am 16. Oktober 2012 beginnt der Prozess gegen den letzten Angeklagten: Goran Hadzic. Hadzic soll an Mord, Folter und Vertreibungen beteiligt gewesen sein. (Bildquelle: picture alliance / dpa)

Goran Hadzic

Am 16. Oktober 2012 beginnt der Prozess gegen den letzten Angeklagten: Goran Hadzic. Hadzic soll an Mord, Folter und Vertreibungen beteiligt gewesen sein.

Goran Hadzic

Goran Hadzic, der politische Führer serbischer Rebellen Mitte der 90er-Jahre, wurde am 20. Juli 2011 verhaftet. Er wurde im Juni 2004 wegen Mord, Folter und Deportation von Nicht-Serben aus Ost-Slawonien angeklagt. (Archivfoto aus dem Jahr 1993)

Goran Hadzic

Festgenommen wurde Hadzic in der Bergregion Fruska Gora nahe der nördlichen Stadt Novi Sad.

Ex-General Mladic

Nach Jahren auf der Flucht wurde der mutmaßliche Kriegsverbrecher Ratko Mladic am 26. Mai 2011 in Serbien gefasst.

Ratko Mladic

Die Zeitung "Politika" veröffentlicht kurz nach der Festnahme von Ratko Mladic dieses undatierte Foto des Ex-Generals.

Mladic vor UN-Tribunal

Am 29. Mai 2011 wurde Mladic aus Serbien nach Den Haag überstellt. Am 3. Juni ist der mutmaßliche Kriegsverbrecher erstmals vor dem UN-Tribunal für das ehemalige Jugoslawien in Den Haag erschienen. In der Anklageverlesung beschrieb der Vorsitzende Richter Alphons Orie von serbischen Verbänden angelegte Massengräber, Deportationen und Zwangslager. Im Anschluss sagte Mladic, es handele sich um "monströse Worte, von denen ich noch nie gehört habe".

Ratko Mladic

Ein Jahr nach der Verhaftung von Ratko Mladic beginnt am 16. Mai 2012 der Prozess beim Internationalen Kriegsverbrecher-Tribunal für das ehemalige Jugoslawien gegen den früheren Serben-General wegen Kriegsverbrechen im Bosnienkrieg.

Ratko Mladic

Der als "Schlächter vom Balkan" bekannte Ex-General wurde vom Haager UN- Kriegsverbrechertribunal unter anderem wegen des Massakers in der bosnischen Stadt Srebrenica 1995 angeklagt.

Ratko Mladic

Zusammen mit dem damaligen bosnischen Serbenführer Radovan Karadzic (rechts) soll Mladic sogenannte ethnische Säuberungen und Massaker an der muslimischen Bevölkerung Bosnien-Herzegowinas organisiert haben.

Gedenkstätte Potocari

Allein in Srebrenica wurden im Juli 1995 mehr als 8000 Männer und Jungen ermordet.

Gedenkstätte Potocari

In der Gedenkstätte Potocari wird der Opfer mit einer Tafel, auf der die Namen der Ermordeten verzeichnet sind, gedacht.

Ratko Mladic

Aufgespürt wurde Mladic Polizeiangaben zufolge im Dorf Lazarevo nahe der Stadt Zrenjanin, rund 100 Kilometer von Belgrad entfernt. Die EU begrüßte umgehend die Verhaftung von Mladic und forderte seine unverzügliche Überstellung nach Den Haag.

Karadzic in Den Haag

Dreimal Radovan Karadzic: Als serbischer Präsident, nach seiner Festnahme am 21. Juli 2008 und vor dem Kriegsverbrechertribunal in Den Haag. Mit stark verändertem Aussehen hatte er jahrelang als Wunderheiler unbehelligt in Belgrad gelebt. Seit Oktober 2009 muss er sich unter anderem wegen Völkermordes in Den Haag verantworten. Der Prozess läuft noch. Auch Karadzic gilt als mitverantwortlich an den Massenmorden von Srebrenica.

Slobodan Milosevic

Der serbische Ex-Präsident Slobodan Milosevic stand ebenfalls wegen Völkermordes und Kriegsverbrechen, darunter in Srebrenica, in Den Haag vor Gericht. Von serbischen Behörden festgenommen, wurde Milosevic 2001 an das Kriegsverbrechertribunal überstellt. Er starb im März 2006, kurz vor der Urteilsverkündung, als Untersuchungshäftling im UN-Gefängnis in Scheveningen.

Ante Gotovina

Der kroatische Ex-General Ante Gotovina (rechts) wurde im Dezember 2005 in Spanien gefasst und nach Den Haag überstellt. Mitte April 2011 wurde er für Kriegsverbrechen an serbischen Zivilisten zu 24 Jahren Gefängnis verurteilt. In einem Berufungsprozess wurden er und der Ex-General Mladen Markac im November 2012 freigesprochen. Es sei nicht erwiesen, dass die Vertreibung von rund 200.000 Serben am Ende des kroatischen Bürgerkrieges (1991-1995) durch Gotovina und Markac geplant war, urteilte das Gericht.

Ramush Haradinaj

Der frühere kosovarische Ministerpräsident Ramush Haradinaj (rechts) wird beschuldigt, als Kommandeur der Kosovo-Befreiungsarmee (UCK) für Mord, Vergewaltigung und Folter von Serben verantwortlich zu sein. Er wurde im März 2005 an das Tribunal ausgeliefert. Das ursprüngliche Verfahren endete im April 2008 mit einem Freispruch. 2010 wurde das Urteil jedoch zunächst aufgehoben. Eine Berufungskammer des Haager Gerichtshofs erklärte, das ursprüngliche Verfahren sei durch die Einschüchterung wichtiger Zeugen beeinträchtigt worden. Im November 2012 wurde er erneut freigesprochen. Hier ist er nach seinem Freispruch 2008 bei der Ankunft in Pristina (Kosovo) zu sehen.

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