Bildergalerie: 50. Todestag von Martin Luther King

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Martin Luther King: Bilder aus dem Leben des Bürgerrechtlers

Martin Luther King

Dieses Foto zeigt den Bürgerrechtler Martin Luther King jr. am 3. April 1968 bei seinem letzten öffentlichen Auftritt. Einen Tag später wurde er auf dem Balkon seines Hotels in Memphis/Tennessee erschossen. Er wurde nur 39 Jahre alt. | Bildquelle: AP

Martin Luther King

Dieses Foto zeigt den Bürgerrechtler Martin Luther King jr. am 3. April 1968 bei seinem letzten öffentlichen Auftritt. Einen Tag später wurde er auf dem Balkon seines Hotels in Memphis/Tennessee erschossen. Er wurde nur 39 Jahre alt.

Martin Luther King

Der Bürgerrechtler war nach Memphis gekommen, um die fast ausschließlich schwarzen Arbeiter der Müllabfuhr bei einem Streik zu unterstützen.

Attentäter James Earl Ray

Am 4. April 1968 um sechs Uhr abends erschoß James Earl Ray (links) King auf dem Balkon eines Motels. Ray wurde 65 Tage später in London festgenommen und ausgeliefert. Er gesteht die Tat zunächst, widerruft später aber sein Geständnis. 1969 verurteilt ihn ein Gericht zu 99 Jahren Haft.

Martin Luther King

Der Bürgerrechtler wurde als Michael King jun. am 15. Januar 1929 in Atlanta (USA) als Sohn eines Geistlichen und einer Lehrerin geboren. Der Vorname wurde später aus Bewunderung für den Reformator in "Martin Luther" umgewandelt.

Dexter Avenue Baptist Church in Montgomery (Alabama)

Seit 1954 war Martin Luther King Pastor im Pfarrbezirk der Dexter Avenue Baptist Church in Montgomery (Alabama). Von dort aus organisierte er den gewaltlosen Kampf für die Bürgerrechte des schwarzen Bevölkerungsteils. Er war für den Beitritt der Gemeindemitglieder zu Bürgerrechtsorganisationen.

Rosa Parks auf einem für Weiße reservierten Platz in einem Bus in Montgomery

Die Aufhebung der Rassenschranken in den öffentlichen Verkehrsmitteln von Montgomery war Kings erster großer Erfolg. 1956 erklärte das oberste US-Gericht die Rassentrennung in öffentlichen Verkehrsmitteln für verfassungswidrig. Das Foto zeigt Rosa Parks, eine der Aktivistinnen dieses Kampfes.

Martin Luther und Coretta Scott King

Martin Luther und seine Ehefrau Coretta Scott King im März 1956: Sie verlassen das Gericht in Montgomery, wo Martin Luther King zu einer Geldstrafe wegen Anstiftung zum Boykott des öffentlichen Nahverkehrs für schuldig befunden wurde. Das Paar heiratete im Jahr 1953 und hatte vier Kinder.

Eine weiße Schülerin beschimpft Elizabeth Eckford auf dem Weg zur Schule

Schulskandal in Little Rock (Arkansas) im September 1957, wo neun schwarze Schülerinnen und Schüler von Weißen am Schulbesuch gehindert werden sollten: Martin Luther King warnte davor, dass der Kampf um Bürgerrechte gewalttätig werden könne, wenn die Verfolgung durch die Weißen nicht aufhöre.

Präsident Eisenhower setzte die Bundestruppen ein, um die neun Schülerinnen und Schüler zu schützen

Präsident Eisenhower setzte die Bundestruppen ein, um die sogenannten "Little Rock Nine" beim Schulbesuch zu schützen.

Martin Luther King

Seine Redekunst half Martin Luther King, die Proteste durch die ganzen USA zu tragen. Höhepunkt war im August 1963 der Marsch auf Washington. Rund 250 000 Menschen nahmen teil und versammelten sich vor dem Lincoln Memorial.

Marsch auf Washington

"I have a Dream", rief King der Menge in seiner Rede zu, in der er die Vision der Gleichheit von Schwarz und Weiß entwarf.

Einen Tag nach dem Marsch auf Washington empfing Präsident Kennedy Martin Luther King und andere Bürgerrechtler im Weißen Haus.

Einen Tag nach dem Marsch auf Washington empfing Präsident Kennedy Martin Luther King und andere Bürgerrechtler im Weißen Haus. Präsident John F. Kennedy hatte bereits im Juni 1963 einen Gesetzentwurf zur Gleichberechtigung vorgelegt, konnte sich aber zunächst nicht durchsetzen. Im November 1963 wurde Kennedy ermordet. Doch sein Nachfolger Lyndon B. Johnson führte den Plan zu Ende. Am 2. Juli 1964 wurde der Civil Rights Act verabschiedet.

Martin Luther King Willy Brandt

Der damalige Regierende Berliner Bürgermeister Willy Brandt lud Martin Luther King im September 1964 nach Berlin ein. King besuchte den Tag der Kirche in West-Berlin. Einen Tag später predigte er in der Marienkirche in Ost-Berlin.

Martin Luther King

Der friedliche Widerstand gegen Rassendiskriminierung machte Martin Luther King zu einer Symbolfigur. Am 10. Dezember 1964 wurde ihm der Friedensnobelpreis verliehen. Er war der bis dahin jüngste Preisträger. "Ich weigere mich zu akzeptieren, dass die Menschheit an die sternenlose Nacht von Rassismus und Krieg gefesselt ist, so dass sie das Morgenlicht des Friedens und der Brüderlichkeit niemals zur Wirklichkeit werden lässt", sagte er bei der Verleihung.

Martin Luther King Marsch auf Selma

Sein Kampf war damit aber längst nicht abgeschlossen. Die sogenannte Rassengleichheit existierte nur auf dem Papier. Im März 1965 kam es in Selma (US-Bundesstaat Alabama) zu Protestmärschen. King organisierte eine große Demonstration, die bis ins nicht weit entfernte Montgomery führen sollte. Bei den ersten beiden Versuchen hielten Polizisten den Zug auf. Beim dritten Anlauf kamen die Demonstranten ans Ziel. Im selben Jahr wurde der Voting Rights Act verabschiedet, nach dem Minderheiten bei Wahlen nicht mehr benachteiligt werden dürfen.

Drei schwarze US-Amerikaner sitzen in Memphis mit erhobenen Händen auf dem Bürgersteig einer Straße und werden von bewaffneten Angehörigen der Nationalgarde bewacht

Die Nachricht vom Tode Kings am 4. April 1968 löste landesweit Rassenunruhen aus. Drei schwarze US-Amerikaner sitzen am Tag nach der Ermordung in Memphis mit erhobenen Händen auf dem Bürgersteig einer Straße und werden von bewaffneten Angehörigen der Nationalgarde bewacht. All die Jahre hatte King Todesdrohungen erhalten.

Martin-Luther-King-Memorial

Seit 16. Oktober 2011 gibt es ein Memorial Martin Luther King auf der National Mall in Washington. Der Geburtstag Martin Luther Kings, der 15. Februar ist ein gesetzlicher Feiertag in den USA.

Martin-Luther-King-Memorial

Seit 16. Oktober 2011 gibt es ein Memorial Martin Luther King auf der National Mall in Washington. Der Geburtstag Martin Luther Kings, der 15. Februar ist ein gesetzlicher Feiertag in den USA.

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