Bildergalerie: Die Malediven: Ein Paradies nur für die Touristen

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Die Malediven: Ein Paradies nur für die Touristen

Reportage Sandra Petersmann: Malediven

Die Malediven sind ein touristisches Traumziel, das sich 2016 als Gastland auf der ITB in Berlin präsentierte. | Bildquelle: Sandra Petersmann/ARD

Reportage Sandra Petersmann: Malediven

Die Malediven sind ein touristisches Traumziel, das sich 2016 als Gastland auf der ITB in Berlin präsentierte.

Reportage Sandra Petersmann: Malediven

ARD-Korrespondentin Sandra Petersmann hat die Inseln im Indischen Ozean besucht und berichtet über die dunklen Seiten des Urlaubsparadieses.

Reportage Sandra Petersmann: Malediven

Parlament in der Hauptstadt Malé. Im winzigen Tropenparadies tobt ein Machtkampf zwischen den Kräften des alten Regimes, das die Malediven 30 Jahre lang mit harter Hand regiert hat, und der Demokratiebewegung von 2008, die freie Wahlen erkämpfte.

Reportage Sandra Petersmann: Malediven

Die Kräfte des alten Regimes haben zurzeit die Oberhand. Seit November 2013 werden die Malediven von Präsident Abdulla Yameen regiert.

Reportage Sandra Petersmann: Malediven

Solidaritäts-Plakat für den ehemaligen Präsidenten Mohammed Nasheed, den Kopf der Demokratiebewegung von 2008. Der erste frei gewählte Präsident der Malediven ist ein verurteilter Mann. Er schied im Februar 2012 unter zweifelhaften Umständen aus dem Amt. Nasheed wurde zu 13 Jahren Haft verurteilt, konnte aber Ende Januar überraschend nach London ausreisen.

Reportage Sandra Petersmann: Malediven

Die Anführer der Demokratiebewegung von 2008 sitzen im Gefängnis, auf der Anklagebank oder sie sind im Exil.

Reportage Sandra Petersmann: Malediven / Mutter und Schwester von Rihwan

Viele Einwohner der Malediven leben in Angst. Mutter und Schwester des Bloggers Ahmed Rilwan zeigen ein Foto von ihm. Rilwan wurde am 8. August 2014 zum letzten Mal lebend gesehen. Seitdem ist er verschwunden. Er schrieb über die politische Krise auf den Malediven, über Jugendkriminalität und kriminelle Banden, über religiösen Extremismus.

Reportage Sandra Petersmann: Malediven / Zaheena Rashid vor dem Suchplakat für Rilwan

Zaheena Rashid ist die Chefredakteurin der Online-Zeitung, für die Rilwan bis zu seinem Verschwinden gearbeitet hat. Hinter ihrem Schreibtisch hängt das Plakat, mit dem sie und ihre Kollegen nach Rilwan suchen. "Nachdem Rilwan verschwunden war, wurde unser Büro angegriffen. Sogar eine Machete steckte in unserer Tür. Ich bekam Drohungen, dass ich die nächste sein würde. Der Mann, der unser Büro angegriffen hat, läuft heute immer noch frei herum, obwohl seine Tat von der Überwachungskamera gefilmt wurde. Dazu ständige Todesdrohungen. Auch die Justiz droht uns, vor allem, wenn wir über die Verfahren gegen Oppositionsführer berichten."

Reportage Sandra Petersmann: Malediven

Die Bevölkerung zieht sich immer mehr ins Private zurück. Die religiöse Radikalisierung nimmt zu.

Reportage Sandra Petersmann: Malediven

Moschee in der Hauptstadt Malé: Auch aus den muslimischen Malediven reisen Kämpfer zum selbsternannten Islamischen Staat nach Syrien und in den Irak.

Reportage Sandra Petersmann: Malediven

Die Malediven leben vom Tourismus, und Touristen produzieren viel Müll. Auf der Insel Thilafushi wird der Großteil davon entsorgt. Die dramatische Lage auf Thilafushi spiegelt auch die politische Krise des Landes wider.

Reportage Sandra Petersmann: Malediven

Zwischen 300 und 500 Tonnen werden jeden Tag mit Booten Tag angeliefert. Und je mehr Touristen kommen, desto mehr Müll müssen die kleinen Malediven verkraften. 

Reportage Sandra Petersmann: Malediven

Sonnencremeflaschen, Ölfässer, Batterien, Lackeimer, alte Medikamente und Essensreste gehen in Flammen auf. Die künstliche Insel ist aus einer Lagune entstanden. Seit 1992 wird hier der Müll abgeladen.

Reportage Sandra Petersmann: Malediven

Gastarbeiter aus Bangladesch sorgen gegen einen Hungerlohn dafür, dass der Müll brennt. "Der Müll zerstört unsere Korallenriffe und Mangrovenwälder, die uns vor den Folgen des Klimawandels schützen sollen. Die Expansion des Tourismus auf die unbewohnten Inseln hat auch für die Bevölkerung Folgen. Die Menschen verlieren ihre Freizeiträume. Und die Inseln, auf denen sie Holz sammeln können", sagt der Umweltaktivist Ali Rilwan.

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