Bildergalerie: Vor 100 Jahren wurde John F. Kennedy geboren (Mai 2017)

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Vor 100 Jahren wurde John F. Kennedy geboren (Mai 2017)

Rose Kennedy mit ihren Kindern Eunice, Kathleen, Rosemary, John und Joseph Junior

John Fitzgerald wird am 29. Mai 1917 als zweites von neun Kindern in Boston geboren. Seine Eltern Rose und Joseph Kennedy stammen von irischen Einwanderern ab. Rose lässt sich 1921 mit ihren Kindern Eunice, Kathleen, Rosemary, John und Joseph Junior (v.l.n.r.) fotografieren. Da gehören die Kennedys schon zur bürgerlichen Aristokratie. Joseph Kennedy, Sohn eines Kneipenwirts, ist bereits mit 25 Jahren der jüngste Bankdirektor des Landes. Auf die Frage, was er jetzt noch erreichen will, sagt er schlicht: "Alles".

Rose Kennedy mit ihren Kindern Eunice, Kathleen, Rosemary, John und Joseph Junior

John Fitzgerald wird am 29. Mai 1917 als zweites von neun Kindern in Boston geboren. Seine Eltern Rose und Joseph Kennedy stammen von irischen Einwanderern ab. Rose lässt sich 1921 mit ihren Kindern Eunice, Kathleen, Rosemary, John und Joseph Junior (v.l.n.r.) fotografieren. Da gehören die Kennedys schon zur bürgerlichen Aristokratie. Joseph Kennedy, Sohn eines Kneipenwirts, ist bereits mit 25 Jahren der jüngste Bankdirektor des Landes. Auf die Frage, was er jetzt noch erreichen will, sagt er schlicht: "Alles".

Joseph und John F. Kennedy im Jahr 1938

Nach dem Tod des ältesten Bruders Joseph Junior im Zweiten Weltkrieg, konzentriert sich der Ehrgeiz des Vaters ganz auf John. Joseph Kennedy hat sich inzwischen der Politik zugewandt. Er unterstützt die Demokraten und schmiedet große Pläne für seinen Sohn.

John F. Kennedy an Bord eines Schnellboots

Trotz einer Rückenkrankheit meldet John F. Kennedy sich im September 1941 freiwillig zur US-Marine. Er wird auf einem PT-Schnellboot geschult und besteht darauf, in ein Kampfgeschwader versetzt zu werden. 1943 wird das Schnellboot, das Kennedy kommandiert, im Südpazifik von dem japanischen Zerstörer "Amigari" versenkt. Kennedy schwimmt an Land, einen verletzten Soldaten im Schlepptau. Die amerikanische Presse feiert ihn als Kriegshelden.

John F. Kennedy

1946 lässt sich John F. Kennedy für den ärmsten Distrikt Bostons in das Repräsentantenhaus wählen. Sechs Jahre später bewirbt er sich um den Sitz im US-Senat für Massachusetts. Gesundheitlich bleibt er angeschlagen: Immer wieder ist er auf Krücken angewiesen - wie hier bei einer Teeparty 1952 in Boston. Zeitlebens schluckt Kennedy Schmerzmittel, Amphetamine und Hormone. Trotzdem macht er sich als Senator einen Namen. Gemeinsam mit seinem Bruder Robert kämpft er gegen Korruption und die organisierte Kriminalität.

John F. Kennedy und seine Frau Jacqueline beim Segeln

1953 heiratet John F. Kennedy die Journalistin und Verlagslektorin Jacqueline Bouvier. Ihre Garderobe, ihr Faible für Kunst und ihre Schönheit machen "Jackie" zur bewunderten Stilikone. "Ich bin der Mann, der Jacqueline Kennedy nach Paris begleitet", scherzt Kennedy 1961 bei einem Frankreich-Besuch.

John F. Kennedy mit seiner Frau Jacqueline und den Kindern Caroline und John Junior

Sie bekommen zwei Kinder, Caroline und John Junior. Ein weiteres Kind stirbt direkt nach der Geburt.

John F. Kennedy spricht bei einer Wahlveranstaltung im Jahr 1960

1960 tritt Senator Kennedy bei den Wahlen um das Amt des Präsidenten der Vereinigten Staaten gegen den Republikaner Richard Nixon an. Er startet einen beispiellosen Wahlkampf, unterstützt von seinem Bruder Robert.

Fernsehduell zwischen John F. Kennedy und Richard Nixon im Jahr 1960

Ganz neu für die Wähler sind die Fernsehduelle, bei denen die Kandidaten direkt gegeneinander antreten. Kennedy beschwört dabei eine neue Ära seines Landes und prägt das Schlagwort des "New Frontier", des Aufbruchs zu neuen Grenzen. Er präsentiert sich jung, dynamisch und idealistisch. Nach der düsteren Zeit der McCarthy-Ära und der Eisenhower-Jahre will er das Land aufrütteln und zu einem neuen Selbstverständnis führen.

Familienfoto des Kennedy-Clans (November 1960)

Kennedy gewinnt die Wahlen und der Kennedy-Clan ist auf dem Höhepunkt seiner Macht angekommen. John macht seinen Bruder Robert zum Justizminister und versucht, die geistige Elite der Vereinigten Staaten in seinem Kabinett zu versammeln. Auf ihrem Familiensitz in Hyannis Port kommt die große Familie jeden Sommer zusammen.

John F. Kennedy spricht 1961 vor dem Kongress

Kennedy tritt sein Amt in schwierigen Zeiten an. Der Kalte Krieg und die Gefahr eines Atomkriegs mit der Sowjetunion bestimmen die Außenpolitik der USA. Kennedy will sich für einen Ausgleich mit dem sowjetischen Staatschef Nikita Chruschtschow einsetzen. Der hat die stalinistischen Hardliner im Zentralkomitee der Kommunistischen Partei entmachtet und strebt eine Politik der "friedlichen Koexistenz" mit den USA an. Doch direkt nach seinem Amtsantritt macht Kennedy einen entscheidenden außenpolitischen Fehler.

Das Archivbild vom April 1961 zeigt eine Gruppe Exilkubaner nach ihrer Gefangennahme durch kubanische Milizen

Am 17. April 1961 landen etwa 1500 Exilkubaner in der "Schweinebucht" auf Kuba. Sie sind vom amerikanischen Geheimdienst CIA ausgebildet worden und sollen sich mit Castro-Gegnern auf der Insel zusammentun, um ihn zu stürzen. Geplant ist ein Putsch, der wie ein Volksaufstand aussehen soll. Die Beteiligung der USA ist geheim. Kennedy hat den Plan von seinem Vorgänger übernommen und gebilligt. Die Invasion wird zum Fiasko: Als die Exilkubaner auf Kuba landen, werden sie bereits von Castros Armee erwartet.

Der sowjetische Ministerpräsident Nikita Chruschtschow und der US-amerikanische Präsident John F. Kennedy vor der amerikanischen Botschaft in Wien.

Am 3. Juni 1961 trifft Kennedy Chruschtschow in Wien, um die Wogen zu glätten. Aber das Treffen wird kein Erfolg. Weder über eine mögliche Abrüstung noch über den Status von Berlin können sich Kennedy und Chruschtschow einigen. "Ich möchte Frieden", sagt Chruschtschow, "aber wenn Sie einen Atomkrieg wollen, können Sie ihn haben." Wenig später beginnt der Bau der Mauer. Kennedy schreitet nicht ein, was zu einer deutsch-amerikanischen Vertrauenskrise führt. Auch Kuba bleibt ein Brennpunkt des Ost-West Konfliktes.

Ein Aufklärungsflugzeug der US-Marine fliegt vor der Küste Costa Ricas über den sowjetische Frachter "Anosow".

Im Oktober 1962 sehen US-Aufklärer sowjetische Raketen auf Kuba. Nur 180 Kilometer von der amerikanischen Küste entfernt sind Atomraketen mit einer Reichweite von 2000 Kilometern stationiert. Kennedy lässt eine Seeblockade errichten und stellt Chruschtschow ein Ultimatum. US-Marineeinheiten nehmen Atombomben an Bord und stechen Richtung Sowjetunion in See. Die Welt steht am Rand eines Atomkrieges. In allerletzter Sekunde drehen die sowjetischen Schiffe ab, die Richtung Kuba unterwegs sind.
Chruschtschow beschließt den Abzug der Atomraketen von Kuba. Kennedy verspricht im Gegenzug, auf eine Invasion in Kuba ein für allemal zu verzichten.

Die Brüder Robert, Edward und John F. Kennedy

Eine wichtige Rolle bei der Bewältigung von politischen Krisen spielt Robert Kennedy. Als Justizminister und Bruder des Präsidenten zieht er im Hintergrund die Fäden. Robert Kennedy - hier links im Bild, neben dem jüngsten Bruder Edward (Mitte) - handelt die Einigung mit Chruschtschow aus und bringt die Hardliner im US-Militär auf Kurs. "Er hat ein hohes moralisches Niveau", sagt John F. Kennedy über ihn und "strenge politische Grundsätze". Der gläubige Katholik und Familienvater ist das moralische Gewissen seines Bruders.

US-Soldaten bringen sich vor einem Napalm-Abwurf in Vietnam in Sicherheit. (Archivbild von 1966)

In den Entwicklungsländern geht der Kampf um Einfluss zwischen den USA und der Sowjetunion weiter. Kennedy stockt den Rüstungshaushalt massiv auf und verstärkt die US-Truppen in Südvietnam. Die rund 16.000 amerikanischen Soldaten treten als "Militärberater" der südvietnamesischen Regierung auf. Schließlich stimmt Kennedy auch dem Einsatz von Napalm und Entlaubungsmitteln zu. Damit trägt er wesentlich zur Eskalation des Vietnamkrieges bei. Später in seiner Amtszeit spricht er mit seinen Beratern häufig über die schwierige Situation in Vietnam. Ob er die Truppen abziehen wollte, ist bis heute nicht geklärt.

Harry Belafonte und seine Frau Julie im Gespräch mit John F. Kennedy

Innerhalb der USA ist das gesellschaftliche Klima extrem angespannt. Die durch diskriminierende Gesetze benachteiligten Afroamerikaner fordern ihre Rechte als gleichberechtigte Staatsbürger ein. Eine ihrer Stimmen ist der Sänger und Entertainer Harry Belafonte - hier bei einem Besuch im Weißen Haus.
Kennedy, der von vielen Afroamerikanern gewählt worden war, taktiert lange in der Bürgerrechtsfrage. Sehr zum Unmut seines Bruders Robert, der die Bürgerrechtsbewegung unterstützt und ein enger Freund von Belafonte ist.

Martin Luther King winkt der Menge beim auf Washington am 28. August 1963 zu

Kennedy handelt erst, als es im Mai 1963 in Alabama zu schweren Unruhen kommt, die das Land zu spalten drohen. Schwarze demonstrieren dort friedlich für ihre Rechte. Sie setzen sich schweigend in Lokale, die bisher Weißen vorbehalten waren oder setzen sich im Bus auf für Weiße reservierte Sitze. Im Juni 1963 wirbt Kennedy in einer Fernsehansprache für die Gleichstellung der afroamerikanischen Bürger und legt dem Kongress ein entsprechendes Gesetz vor. Martin Luther King nennt das "einen Meilenstein auf dem Weg zur Gerechtigkeit." Hier ist King beim Marsch auf Washington am 28. August 1963 zu sehen.

John F. Kennedy spricht vor dem Schöneberger Rathaus in Berlin

Rund eine halbe Million Deutsche sind dabei, als Kennedy im Juni 1963 Berlin besucht. Zusammen mit Bürgermeister Willy Brandt und Bundeskanzler Konrad Adenauer tritt er vor das Schöneberger Rathaus und sagt den legendären Satz: "Ich bin ein Berliner!" Er erklärt West-Berlin, das wie eine Insel in der DDR liegt, zum Wahrzeichen der "freien Welt". "Die Mauer ist die abscheulichste und stärkste Demonstration für das Versagen des kommunistischen Systems ", sagt er den Bürgern der geteilten Stadt.

Robert und John F. Kennedy zusammen mit Marilyn Monroe

Ein seltenes Foto von John F. Kennedy und der Schauspielerin Marilyn Monroe. Sie trägt das Kleid, in dem sie ihm eben ihr berühmtes Ständchen "Happy Birthday Mr. President" im Madison Square Garden in New York gesungen hat. Abgelichtet wurden sie vom Fotografen des Weißen Hauses, der als einziger Zutritt zu der Geburtstagsparty hatte.

John F. Kennedy und seine Frau Jackie fahren mit einem offenen Wagen durch Dallas

22. November 1963: John F. Kennedy und Jackie besuchen die Stadt Dallas in Texas. Sie lächeln den vielen freundlich winkenden Menschen am Straßenrand zu. Es ist ein sonniger Morgen. Hätte es geregnet, wäre der Präsidenten-Lincoln mit einem kugelsicheren Verdeck verschlossen worden. Kennedy und Jackie sitzen hinten im Wagen. Vorne sitzt der texanische Gouverneur Connally mit seiner Frau. Als der Wagen in die Elm Street einbiegt, wendet die sich zum Präsidenten nach hinten: "Sie können nicht sagen, dass Dallas nicht freundlich zu Ihnen ist." Da fallen die Schüsse.

Bild vom Attentat auf John F. Kennedy

Nach den ersten Schüssen auf JFK klettert Jacqueline Kennedy auf den hinteren Teil des fahrenden Wagens. Ein Secret-Service-Agent, der hinter dem Wagen läuft, deckt sie und stößt sie einen Moment später in das Fahrzeug zurück. Weitere Schüsse treffen Kennedy und Gouverneur Connally. Der Chauffeur durchbricht die Konvoi-Ordnung und rast in das nächste Krankenhaus.

Lyndon B. Johnson wird an Bord der Airforce One als Präsident vereidigt

Um 13 Uhr erklären die Ärzte des Parkland Memorial Hospital John F. Kennedy für tot. Wenige Stunden nach dem Attentat wird Vizepräsident Lyndon B. Johnson an Bord der Airforce One als Präsident vereidigt.

Lee Harvey Oswald (mitte) wird nach seiner Festnahme vor der Presse präsentiert.

Kurz nach dem Mord an JFK läuft die Fahndung nach Lee Harvey Oswald an. Die Ermittler vermuten, dass er Kennedy aus dem Fenster eines Schulbuchdepots in der Elm Street erschossen hat. Oswald wird schnell gefasst.
Zwei Tage nach dem Attentat auf Kennedy wird er ermordet. Der Kneipier Jack Ruby erschießt ihn, als die Wachen ihn abführen. Ob Oswald das Attentat alleine verübte, wird nie zweifelsfrei geklärt. Bis heute kursieren verschiedene Verschwörungstheorien darüber, wer angeblich wirklich den Anschlag auf Kennedy ausführen ließ.

Trauerfeier für John F. Kennedy

Rund eine Millionen Amerikaner verabschieden sich am 25. November bei der Trauerfeier auf dem Nationalfriedhof Arlington von Präsident Kennedy. Die Beerdigung ist ein internationales Medienereignis. Auf der ganzen Welt verfolgen Menschen vor dem Fernseher, wie der kleine John Junior salutiert, als die Nationalgarde vorbeizieht.

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