Bildergalerie: Die Kanzlerkandidaten der SPD

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Die Kanzlerkandidaten der SPD

Erich Ollenhauer

Erich Ollenhauer war nicht nur neun Jahre Fraktionsvorsitzender der SPD im Bundestag, sondern auch der Kanzlerkandidat der Sozialdemokraten. Zwei Mal trat Ollenhauer erfolglos gegen Konrad Adenauer (CDU) an. 1953 holte er 28,8 Prozent der Stimmen, 1957 waren es 31,8 Prozent. Hier hält er im März 1958 eine Rede bei der Kundgebung "Kampf gegen Atomtod" in Frankfurt am Main.

Kurt Schumacher (SPD)

Bei der Wahl zum ersten Bundestag 1949 trat die SPD mit Kurt Schumacher an der Spitze an. Er hatte den Wiederaufbau der SPD nach 1945 maßgeblich mitgestaltet. Während der Zeit des Nationalsozialismus war er viele Jahre als politischer Häftling in Konzentrationslagern eingesperrt. Mit Schumacher erreichte die Partei 29,2 Prozent und landete knapp hinter der Union auf Platz zwei, die 31 Prozent erzielte. Das Bild zeigt Schumacher Ende 1946 in einem Londoner Hotel.

Erich Ollenhauer

Erich Ollenhauer war nicht nur neun Jahre Fraktionsvorsitzender der SPD im Bundestag, sondern auch der Kanzlerkandidat der Sozialdemokraten. Zwei Mal trat Ollenhauer erfolglos gegen Konrad Adenauer (CDU) an. 1953 holte er 28,8 Prozent der Stimmen, 1957 waren es 31,8 Prozent. Hier hält er im März 1958 eine Rede bei der Kundgebung "Kampf gegen Atomtod" in Frankfurt am Main.

Die SPD-Kanzlerkandidaten seit Gründung der Bundesrepublik

Vier Mal führte Willy Brandt die SPD im Bundestagswahlkampf an: 1961 (36,2 Prozent), 1965 (39,3 Prozent), 1969 (42,7 Prozent), 1972 (45,8 Prozent). 1961 scheiterte der Berliner Oberbürgermeister gegen Adenauer, 1965 gegen Ludwig Erhard. 1969 wurde Brandt vom Vizekanzler der Großen Koalition zum Kanzler eines sozial-liberalen Bündnisses. 1972 verteidigte er seine Kanzlerschaft aus dem Amt heraus.

Die SPD-Kanzlerkandidaten seit Gründung der Bundesrepublik

Helmut Schmidt beerbte Brandt 1974 nach dessen Rücktritt im Amt des Bundeskanzlers innerhalb der Legislaturperiode. Den ersten Bundestagswahlkampf als Spitzenkandidat der SPD bestritt Schmidt daher 1976 bereits mit Amtsbonus - und holte gegen den Unions-Kandidaten Helmut Kohl 42,6 Prozent. 1980 trat Schmidt erfolgreich gegen Franz-Josef Strauß an (42,9 Prozent). Sein Amt verlor Schmidt nicht in einer Wahl, sondern durch den Bruch der sozialliberalen Koalition im Oktober 1982. Nachfolger wurde Helmut Kohl.

Hans-Jochen Vogel am Rednerpult

Hans-Jochen Vogel war 1983 SPD-Kanzlerkandidat. Er war der erste in einer langen Reihe von Sozialdemokraten, die vergeblich versuchten, Helmut Kohl aus dem Kanzleramt zu vertreiben. Vogel holte für die SPD 38,2 Prozent.

Die SPD-Kanzlerkandidaten seit Gründung der Bundesrepublik

Der SPD-Kanzlerkandidat Johannes Rau trat 1987 an und erhielt 37 Prozent der Stimmen - eine der wenigen Niederlagen seiner mehr als 40 Jahre dauernden politischen Karriere. Hier spricht er auf einer Wahlkampfkundgebung 1986 in Rendsburg.

Oskar Lafontaine

Oskar Lafontaine übernahm die undankbare Aufgabe, 1990 bei den ersten gesamtdeutschen Wahlen gegen den "Kanzler der Einheit" anzutreten. Er holte 33,5 Prozent. Das Foto zeigt ihn bei einem Wahlkampfauftritt in Köln-Mülheim. Nach der Rede wurde er von einer Frau niedergestochen.

Die SPD-Kanzlerkandidaten seit Gründung der Bundesrepublik

Hemdsärmelig und basisnah: Der Bundesvorsitzende und Kanzlerkandidat der SPD, Rudolf Scharping, umwirbt 1994 als Kanzlerkandidat auch die Friedensbewegung. Genutzt hat es nichts: Mit 36,4 Prozent bleibt die SPD in der Opposition.

Die SPD-Kanzlerkandidaten seit Gründung der Bundesrepublik

Mit einer groß angelegten Wahlkampfkampagne - der "Kampa" - gelingt dem niedersächsischen Ministerpräsidenten Gerhard Schröder (rechts) 1998 der Machtwechsel. Schröder holt 40,9 Prozent und wird Bundeskanzler. Irakkrieg und Elbhochwasser retten ihm 2002 die Wiederwahl (38,5 Prozent). 2005 holt er nur noch 34,2 Prozent und verliert sein Amt an Angela Merkel.

Die SPD-Kanzlerkandidaten seit Gründung der Bundesrepublik

Als Außenminister der Großen Koalition kann SPD-Kanzlerkandidat Frank-Walter Steinmeier 2009 nicht stark genug gegen Kanzlerin Angela Merkel punkten. Nur 23 Prozent der Wähler stimmen für die SPD - das schlechteste Ergebnis der Nachkriegszeit.

Peer-Steinbrück als Kanzlerkandidat der SPD (09.12.2012)

Ein weiterer Herausforderer für Angela Merkel: Peer Steinbrück sollte es bei der Bundestagswahl 2013 für die SPD richten. Fraktionschef Frank-Walter Steinmeier und Parteichef Sigmar Gabriel hatten zuvor auf die Kandidatur verzichtet. Die SPD legte leicht auf 25,7 Prozent zu und ging mit der Union (41,5 Prozent) eine Koalition ein.

SPD-Kanzlerkandidat Martin Schulz

Nach längerem Hin und Her soll nun Martin Schulz die SPD im diesjährigen Wahlkampf anführen, nachdem der Parteivorsitzende und Wirtschaftsminister Sigmar Gabriel seinen Verzicht auf die Kanzlerkandidatur erklärt hatte. Schulz, zuvor Präsident des Europaparlaments, übernimmt auch den Parteivorsitz der SPD.

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