Bildergalerie: 18 Tage Revolution

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Eine Chronik des Aufruhrs in Bildern (Stand 11.02.2011)

Demonstration in Kairo

Dienstag, 25. Januar 2011: Die erste Großdemonstration findet in Kairo statt. Aus allen Richtungen ziehen die Menschen ins Stadtzentrum. Am Ende sind es mehrere Zehntausend Menschen, die sich auf dem Tahrir-Platz versammeln, um gegen die Regierung und den Staatspräsident Hosni Mubarak zu demonstrieren. | Bildquelle: dpa

Demonstration in Kairo

Dienstag, 25. Januar 2011: Die erste Großdemonstration findet in Kairo statt. Aus allen Richtungen ziehen die Menschen ins Stadtzentrum. Am Ende sind es mehrere Zehntausend Menschen, die sich auf dem Tahrir-Platz versammeln, um gegen die Regierung und den Staatspräsident Hosni Mubarak zu demonstrieren.

Demonstration in Kairo

Auch in anderen Städten protestieren die Menschen: Hier zerstören Demonstranten in Alexandria ein riesiges Porträt des ägyptischen Präsidenten Hosni Mubarak. Vier Menschen werden während der Demonstrationen bei Zusammenstößen mit der Polizei getötet, Hunderte verletzt.

Demontsration in Kairo

Mittwoch, 26. Januar: Dennoch versammeln sich auch am nächsten Tag wieder Regierungsgegner. Die Behörden blockieren zeitweise den Zugang zu den Internet-Seiten von Twitter und Facebook, über die sich die Demonstranten vernetzen.

Demontsration in Kairo

Ägyptens Polizei ist bei Demonstrationen nicht zimperlich. Wer für seine Rechte auf die Straße geht, muss mit harten Schlägen rechnen. Mehr als 500 Demonstranten sind inzwischen festgenommen. Die Regierungen in Washington und Berlin mahnen Mubarak zur Besonnenheit.

Protest

Donnerstag, 27. Januar: Erneute Proteste in mehreren Städten Ägyptens, darunter Suez. In Sheik Suweid auf der Sinai-Halbinsel wird ein Mann von der Polizei erschossen. In Kairo versammeln sich Oppositionelle vor dem Außenministerium.

Mohammed ElBaradei im Demonstrationszug in Kairo

Der Oppositionspolitiker und frühere Chef der Internationalen Atomenergiebehörde, Mohammed ElBaradei, kehrt aus dem Ausland nach Kairo zurück. Er stellt sich an die Spitze der Demonstranten auf dem Tahrir-Platz.

Demo in Kairo

Freitag, 28. Januar: Nach dem Freitagsgebet setzen die Regierungsgegner ihre Proteste fort. Riesige Menschenmengen ziehen durch die ägyptische Hauptstadt. Später kommt es zu Gewaltausbrüchen: Das Hauptquartier der Regierungspartei NDP wird angezündet. Demonstranten versuchen auch, das Außenministerium und das Gebäude des staatlichen Fernsehens zu stürmen.

Demo in Kairo

In der Nacht werden die Proteste auch gewalttätig: Eine Polizeistation in Kairo geht in Flammen auf. Die Demonstranten haben immer ihre Handys zur Hand, um die Protestaktionen zu fotografieren und zu filmen.

Ägyptens Präsident Mubarak bei seiner Ansprache im Fernsehen

Militär in den Städten, ElBaradei wird unter Hausarrest gestellt. Die Regierung verhängt eine nächtliche Ausgangssperre und legt die Internetverbindungen und die meisten Mobilfunknetze lahm. Erstmals äußert sich Mubarak selbst zu den Protesten. In einer Fernsehansprache kündigt er die Bildung einer neuen Regierung an.

Demo in Kairo

Samstag, 29. Januar: Es wird nicht nur demonstriert, sondern auch geplündert. Vermutet werden dahinter kriminelle Banden und Unterstützer Mubaraks, die Unruhe stiften wollen. Mubarak ernennt den bisherigen Geheimdienstdienstchef Suleimann zum Vizepräsidenten und stellt eine neue Regierung vor, die weiterhin von seinen Unterstützern dominiert wird.

Demonstranten in Ägypten

Sonntag, 30. Januar: Die Armee rückt auch in den Touristenort Scharm al Scheich ein. Zwei Militärflugzeuge fliegen über Kairo und den Tahrir-Platz, auf dem sich die Demonstranten versammelten. Trotz dieser Drohgebärde schreitet das Militär aber nicht gegen die Demonstranten ein. Diese versuchen sich mit den Soldaten zu verbrüdern. Die Muslimbrüder, die sich bei den Protesten bisher sehr zurückgehalten haben, fordern den Rücktritt Mubaraks und die Bildung einer Regierung der nationalen Einheit.

Zerstörung in Kairo

Montag, 31. Januar: In vielen Vierteln Kairos haben Bewohner Bürgerwehren gebildet, da die Polizei nicht der Plünderer Herr wird. Es kommt trotz Ausgangssperre erneut zu Massendemonstrationen. Die Armee sichert der Opposition zu: "Wir werden keine Gewalt gegen die Bürger einsetzen. Wir verstehen die Forderung der Bürger." Mubarak tauscht seinen Innenminister aus.

Demonstration auf Kairos Tahrir-Platz gegen Präsident Mubarak

Dienstag, 1. Februar: Die Opposition ruft zu einem "Marsch der Millionen" gegen die Regierung Mubarak auf. Mit Erfolg: Überall im Land gehen Mensch massenhaft auf die Straße und machen den ganzen Tag über ihrem Unmut über die Regierung Luft.

Ägyptens Präsident Mubarak kündigt in einer TV-Ansprache seinen Amtsverzicht an.

Am Abend kündigt Präsident Mubarak in einer weiteren Fernsehansprache seinen Amtsverzicht an - allerdings nicht sofort, sondern erst zum Ende seiner regulären Amtszeit im September 2011.

Wütende Demonstranten zeigen in Kairo ihre Schuhe als Zeichen ihrer Verachtung für Präsident Mubarak

Mittwoch, 2. Februar: Den Demonstranten reicht diese Ankündigung nicht - sie wollen den sofortigen Rücktritt Mubaraks. Als Zeichen ihrer Verachtung zeigen sie ihre Schuhe - eine schwere Beleidigung im arabischen Kulturkreis.

Demonstration in Kairo

Nach tagelangen Demonstrationen eskaliert die Gewalt auf dem Tahrir-Platz in Kairo: Zwischen Anhängern und Gegnern von Präsident Hosni Mubarak kam es zu Schlägereien, es flogen Steine und Flaschen. Am Nachmittag greifen Hunderte mutmaßliche Anhänger Mubaraks den Tahrir-Platz an, auf dem sich etwa 1500 Regierungsgegner versammelt hatten. Einige der Angreifer reiten auf Pferden und Kamelen auf den Platz.

Ausschreitungen in Kairo

Donnerstag, 03. Februar: Die Ausschreitung in Ägyptens Hauptstadt gehen weiter.

Friedliche Stimmung während des Freitagsgebets am Tahrir-Platz

Freitag, 04. Februar: Demonstranten beten auf dem Tahrir-Platz in Kairo. Demonstranten bereiten sich auf weitere Massenproteste nach den Freitagsgebeten vor, die den ägyptischen Präsidenten Hosni Mubarak zum Rücktritt zwingen sollen.

Soldat sichern die Zugänge zum Tahrir-Platz

Samstag, 05. Februar: Am Morgen drängen sich abermals Tausende Demonstranten an den Zugängen zum von Soldaten gesicherten Tahrir-Platz in Kairo, um Mubarak zum Rücktritt zu zwingen.

Vizepräsident Suleiman mit Oppositionsgruppen

Sonntag, 06. Februar: Das erste Mal seit Beginn der Massenproteste in Ägypten verhandelt Vizepräsident Suleiman (rechts) mit Oppositionsgruppen.

Demonstranten auf dem Tahrir-Platz

Dienstag, 08. Februar 2011: Die Regimegegner haben die "Woche der Standhaftigkeit" ausgerufen. Am Nachmittag versammeln sich wieder mehr als hunderttausend Demonstranten auf dem Tahrir-Platz.

Demonstranten auf dem Tahrir-Platz

Auch in der Nacht zum Mittwoch, den 09. Februar, lassen sich die Menschen nicht vom Platz verdrängen. Dieser Mann schläft vor einer Reihe von Plakaten, die Menschen zeigen, die bei den Protesten ums Leben gekommen sind.

Demonstranten auf dem Tahrir-Platz

Einige der Besetzer des Platzes haben ihr Lager um die Panzer aufgeschlagen. Sie wollen damit verhindern, dass die Armee abzieht und sie diesen Schutz verlieren.

Demonstranten auf dem Tahrir-Platz

Frauen, Männer und Kinder harren weiter auf dem Platz aus.

Der Tahrirplatz in Kairo am 10. Februar

10. Februar, der 17. Tag der Demonstrationen: Die Gerüchte verstärken sich, dass der Rücktritt des Präsidenten Mubarak bevorsteht. Überall im Land kommt es zu Streiks. Arbeiter und Staatsbedienstete legen die Arbeit nieder. Auf dem Tahrir-Platz im Zentrum von Kairo versammeln sich Tausende Menschen.

Menschenmassen auf dem Tahrir-Platz

Die Enttäuschung ist groß, als der Präsident nicht den erwarteten Rücktritt verkündet, sondern lediglich einen Teil seiner Macht an Vizepräsident Suleiman abgibt und Verfassungsänderungen ankündigt.

Jubel über den Rücktritt Mubaraks

Die Proteste gingen aber am Freitag, den 11. Februar, machtvoll weiter. Am Abend ließ Präsident Mubarak seinen Rücktritt erklären. Jubel brach aus in den Straßen Kairos.

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