Bildergalerie: So könnte ein Kabinett Merkel aussehen

Bilder

1/17

So könnte ein Kabinett Merkel aussehen

Angela Merkel

Angela Merkel bleibt Kanzlerin. Beinahe hätte sie mit einer absoluten Mehrheit allein regieren können. Die jetzige Situation bereitet ihr zweierlei Probleme: Merkel muss zum einen die Schwesterpartei CSU bedienen und zum anderem dem potenziellen Koalitionpartner SPD so viel Spielraum lassen, dass auch die Basis mitzieht. Über den Koalitionsvertrag entscheiden nämlich die SPD-Mitglieder in einer Befragung und nicht, wie üblich, die Delegierten eines Parteitags.

Angela Merkel

Angela Merkel bleibt Kanzlerin. Beinahe hätte sie mit einer absoluten Mehrheit allein regieren können. Die jetzige Situation bereitet ihr zweierlei Probleme: Merkel muss zum einen die Schwesterpartei CSU bedienen und zum anderem dem potenziellen Koalitionpartner SPD so viel Spielraum lassen, dass auch die Basis mitzieht. Über den Koalitionsvertrag entscheiden nämlich die SPD-Mitglieder in einer Befragung und nicht, wie üblich, die Delegierten eines Parteitags.

Frank-Walter Steinmeier

Frank-Walter Steinmeier (SPD) hat Chancen, ein altes Amt erneut zu ergattern. Man kann davon ausgehen, dass er das Angebot, Außenminister zu werden, nicht ausschlagen würde - denn in der ersten von Merkel regierten Großen Koalition 2005 machte dem damaligen Vizekanzler das Außenamt sichtlich Spaß. Das merkte jeder, der mal mit ihm in der Welt unterwegs war. Zudem ist Steinmeier im öffentlichen Auftritt ein stets besonnener, diplomatischer Mensch. Die Deutschen dankten es ihm damals mit hohen Umfragewerten, die sein Amtsnachfolger unter Schwarz-Gelb, Guido Westerwelle (FDP), nicht annähernd erreichen konnte.

Peter Altmaier

Peter Altmaier hat bewiesen, dass er ministrabel ist. Richtig erfolgreich war er als Umweltminister aber bisher noch nicht, zu kurz die Amtsdauer: Endlagersuche und Energiewende lassen sich nicht binnen weniger Monate stemmen. Doch er würde es gerne bleiben. Der Saarländer gilt als Strippenzieher, weswegen manche ihn im Kanzleramt sähen. Der Esstisch in Altmaiers Berliner Altbauwohnung soll schon Ort zahlreicher Verhandlungen und überraschender Einigungen gewesen sein.

Sigmar Gabriel

Sigmar Gabriel holt aus dem schwachen Wahlergebnis der Sozialdemokratie das Optimum für sich heraus. Der Vizekanzler in spe hat die Wahl zwischen verschiedenen Optionen. Als Arbeitsminister verwaltet er den größten Etat des Bundeshaushalts. Als Wirtschafts- und Energieminister sitzt er an der Schaltstelle für die Zukunft. Als Finanzminister kann er sogar gegenüber der Kanzlerin ein Veto aussprechen.

Jörg Asmussen ist der Mann mit der größten Expertise in Sachen Finanzen. Gleich fünf Finanzminister vertrauten auf ihn: Theo Waigel (CSU), Oskar Lafontaine (SPD), Hans Eichel (SPD), Peer Steinbrück (SPD), Wolfgang Schäuble (CDU). Als Direktoriumsmitglied der Europäischen Zentralbank zeichnet Asmussen für das Ressort "Internationales" verantwortlich. In der SPD aber ist er weit weniger vernetzt als in der Finanzwelt.

Jörg Asmussen ist der Mann mit der größten Expertise in Sachen Finanzen. Gleich fünf Finanzminister vertrauten auf ihn: Theo Waigel (CSU), Oskar Lafontaine (SPD), Hans Eichel (SPD), Peer Steinbrück (SPD) und Wolfgang Schäuble (CDU). Als Direktoriumsmitglied der Europäischen Zentralbank zeichnet Asmussen für das Ressort "Internationales" verantwortlich. In der SPD aber ist er weit weniger vernetzt als in der Finanzwelt.

Wolfgang Schäuble

So schlecht das Image des Amtes, so gut sind seine persönlichen Umfragewerte: Wolfgang Schäuble ist der Finanzminister, dem nicht nur die Frauen vertrauen. Mehr Macht kann Merkel ihm nicht bieten, nur mehr Prestige. Sollte die SPD das Finanzministerium für sich beanspruchen, könnte Schäuble Außenminister werden.

Thomas de Maizière

Das Debakel um die Drohne "Euro Hawk" hat Thomas de Maizière getroffen. Der Verteidigungsminister musste sich sogar vor einem Untersuchungsaussschuss rechtfertigen. Sein Wahlergebnis war dennoch hervorragend. In zwei Jahren, so die Gerüchte, könnte de Maizière nach Brüssel zur NATO wechseln.

Peter Ramsauer

Peter Ramsauer als Verkehrsminister zählt zu den Wackelkandidaten. Zu Beginn seiner Amtszeit konnte er das Problem der Flugasche noch bewältigen. Der Pannen-Flughafen BER aber scheint eine Nummer zu groß. Der Bund der Steuerzahler schätzt, dass der Flughafen mehr als fünf Milliarden Euro kosten wird.

Alexander Dobrindt

CSU-Generalsekretär Alexander Dobrindt scheint sich eine Beförderung verdient zu haben. Bayern- wie Bundestagswahl hat er erfolgreich gemanagt. Sollte Peter Ramsauer auf den Posten des Wirtschaftsminister wechseln, könnte Dobrindt ihm als Verkehrsminister nachfolgen.

Andrea Nahles

Erst gemeinsam beim Italiener, dann gemeinsam am Kabinettstisch? Wie Dobrindt möchte auch SPD-Generalsekretärin Andrea Nahles die nächste Karrierestufe erklimmen. Seit Jahren beschäftigt sie sich mit den Thema "Wirtschaft und Soziales". Vorstellbar wären für sie aber auch das Familien- oder das Bildungsministerium, dann in direkter Konkurrenz zu SPD-Parteivize Manuela Schwesig.

Ursula von der Leyen

Familienministerin, Arbeitsministerin und beinahe Bundespräsidentin: Die Karriere der Ursula von der Leyen führte fast immer nur noch oben. Da erscheint eine nächste Verwendung als Gesundheitsministerin schon fast als Degradierung. Merkel könnte ihr das mit der Aussicht auf einen historischen Schritt schmackhaft machen und ihr als erster Frau das Verteidigungsministerium in Aussicht stellen - für den Fall dass es in diesem Ressort innerhalb der Legislatur einen Wechsel geben sollte.

Aydan Özoguz

Als SPD-Verhandlungsführerin der Unterarbeitsgruppe "Integration und Migration" empfieht sich Aydan Özoguz fürs Entwicklungshilfeministerium. Internationale Zusammenarbeit kennt die Hamburgerin aus ihrer Zeit bei der Körber-Stiftung. Dort zeichnete sie für deutsch-türkische Projekte verantwortlich.

Hans-Peter Friedrich

Hans-Peter Friedrich (CSU) bekleidet derzeit zwei Ämter. Zum einen führt er geschäftsführend das Innenministerium, zum anderen hat er kommissarisch das Verbraucherschutzministerium übernommen. Als Innenminister zeichnet sich Friedrich durch einen harten Kurs in Flüchtlings- und Asylfragen aus. Dieser Kurs stößt angesicht der Toten vor Lampedusa zunehmend auf Unverständnis. Nichtsdestotrotz würde Friedrich als Repräsentant der Konservativen fehlen.

Thomas Oppermann

Thomas Oppermann ist der vielleicht profilierteste Innenpolitiker der SPD. Für den ausgebildeten Juristen ist aber auch das Justizministerium vorstellbar. Oppermann wird auch für das Finanzministerium gehandelt. Ob er hierfür ausreichend fachliches wie politisches Gewicht mitbringt, ist fraglich.

Johanna Wanka

Johanna Wanka ist die Ministerin mit der kürzesten Amtszeit. Erst im Februar übernahm sie das Bildungsministerium von Annette Schavan, die wegen ihrer Plagiatsaffäre zurücktrat. Wanka konnte mit wenigen Auftritten überzeugen, muss sich aber noch gegen die mit älteren Rechten durchsetzen.

Ute Vogt

Die SPD-Politikerin Ute Vogt aus Baden-Württemberg empfiehlt sich für das Umweltministerium. Zuletzt machte die 49-jährige als Obfrau im Gorleben-Untersuchungsausschuss von sich reden.

Ronald Pofalla

Merkels Sorgenkind: Kanzleramtsminister Ronald Pofalla trug wenig zur Zufriedenheit seiner Chefin bei. Seine Umgangsformen gegenüber parteiinternen Kritikern waren zu rüde, die Äußerungen in Bezug auf die NSA-Spähaffäre zu radikal. Aber: Hinter Pofalla steht der mächtige weil große nordrhein-westfälische Landesverband. Das Verbraucherschutzministerium könnte eine saubere Zwischenlösung sein.

Darstellung: