Bildergalerie: Beben, Tsunami, Super-GAU

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Beben, Tsunami, Super-GAU: Chronologie der Katastrophen (11.03.-15.04.2011)

Tsunami

11. März: Das stärkste jemals gemessene Erdbeben in Japan mit einer Stärke von 9,0 erschüttert die Nordostküste des Landes. Kurz nach dem Beben erreicht eine bis zu zehn Meter hohe Tsunami-Welle die Küste. Das Bild ist bei Minamisoma in der Präfektur Fukushima aufgenommen worden.

Tsunami

11. März: Das stärkste jemals gemessene Erdbeben in Japan mit einer Stärke von 9,0 erschüttert die Nordostküste des Landes. Kurz nach dem Beben erreicht eine bis zu zehn Meter hohe Tsunami-Welle die Küste. Das Bild ist bei Minamisoma in der Präfektur Fukushima aufgenommen worden.

Japan Erdbeben

Kilometerweit drang die Welle ins Land vor. Mit unvorstellbarer Kraft riss sie alles mit sich, wie hier die Häuser der Stadt Natori, die ins Meer gerissen wurden. Feuer brachen aus.

Region bei Sendai

Satellitenbilder lassen das Ausmaß der Verwüstung erahnen: Etwa 130 Kilometer vor der Nordostküste in der Präfektur Miyagi lag das Epizentrum des schweren Bebens, das den Tsunami auslöste.

Atomkatastrophe Japan

Bald stellt sich heraus, dass eine weitere Katastrophe von den zahlreichen Atomkraftwerken droht, die in dem vom Tsunami und Erdbeben zerstörten Gebiet stehen. In Folge der Naturkatastrophe werden elf der insgesamt 54 japanischen Kernkraftwerke heruntergefahren. Vor allen von den sechs Reaktorblöcken von Fukushima I geht eine große Gefahr aus. In dem 250 Kilometer nördlich von Tokio gelegenen Atomkraftwerk wird das Kühlsystem eines der insgesamt sechs Reaktoren beschädigt, der Kühlwasserpegel sinkt. Die japanische Regierung ruft den atomaren Notstand aus, die Behörden fordern Tausende Anwohner des Kraftwerks auf, ihre Häuser zu verlassen. Diese Aufnahme zeigt, wie das Wasser am 11. März in die Anlage strömte.

Rauch steigt aus dem Atomkraftwerk Fukushima 1 auf

Samstag, 12. März: Der Kampf gegen den drohenden Supergau beginnt. Eine schwere Explosion im Reaktor 1 von Fukushima I zerstört Dach und Mauern des Reaktorgebäudes, Radioaktivität tritt aus. Die japanische Atomaufsicht stuft die Explosion zunächst als "Unfall" der Stufe vier auf einer Skala von null bis sieben ein. Laut dem Betreiber Tepco wird die Sicherheitshülle des Reaktors nicht beschädigt. Die Behörden schließen nicht aus, dass eine Kernschmelze im Gang ist.

Evakuierung Fukushima

Der Evakuierungsradius um Fukushima 1 wird von zunächst zehn auf 20 Kilometer ausgeweitet. Zehntausende Menschen müssen ihre Häuser verlassen. In den Evakuierungszentren werden sie - wie diese Kinder - auf Radioaktivität untersucht.

Reaktor 3

Sonntag, 13. März: Im Reaktor 3 von Fukushima I fallen alle technischen Vorkehrungen aus, um den nötigen Kühlwasserstand aufrecht zu erhalten. Einsatzteams pumpen Meerwasser in die beschädigten Reaktoren und versuchen, so den Ausfall der Kühlsysteme zu kompensieren. Auch im Reaktor 3 wird eine Kernschmelze befürchtet.

Erdbebenfolgen in Japan

Diese atomare Katastrophe findet inmitten der Verwüstung statt, die der Tsunami angerichtet hat, hier in der Stadt Minamisanriku in Miyagi. Allein in der Präfektur Miyagi sind mehr als 10.000 Menschen vermisst. Die Zahl der Todesopfer ist noch ungewiss.

Frau trauert um Kind und Mutter

Eine Frau in Miyago bricht zusammen, als der Tod ihres kleinen Kindes und ihrer Mutter zur Gewissheit wird.

Erdbebenkatastrophe in Japan

Ein andere Frau hofft, auf einer Liste der Überlebenden ihre Verwandten zu finden.

Rettung eines vier Monate alten Babys

Auch drei Tage nach der verheerenden Naturkatastrophe gibt es noch Hoffnung: In den Trümmern eines Hauses in Ishinomaki, im Norden Japans, konnten Rettungskräfte ein vier Monate altes Mädchen retten.

Evakuierte Fukushima

Nach Angaben des Betreibers Tepco überschreitet die radioaktive Strahlung in dem AKW die zulässigen Höchstwerte. Bereits rund 230.000 Menschen wurden aus der Gefahrenzone gebracht, z.B. in diese Notunterkunft in Kawamata.

Zerstörter Kernkraftswerksblock in Fukushima

Ein Satellitenbild vom 14. März zeigt das AKW Fukushima I. Im Reaktor 2 bricht das Kühlsystem an diesem Tag zusammen. Das Kühlwasser sinkt so stark ab, dass die Brennstäbe vollkommen freiliegen. Betreiber Tepco schließt nicht aus, dass es auch in diesem Reaktor zu einer Kernschmelze kommen könnte. Die japanische Atomaufsicht schließt eine Katastrophe wie vor 25 Jahren in Tschernobyl aus. Das Land bittet die Internationale Atomenergiebehörde (IAEA) angesichts der Nuklearkrise aber um die Entsendung eines Expertenteams. Auch die USA werden offiziell um Hilfe gebeten.

Zerstörter Kernkraftswerksblock in Fukushima

Dienstag, 15. März: Im Reaktor 2 des AKW Fukushima I ereignet sich eine Explosion. Über die Frage, ob der Schutzmantel beschädigt wurde, gibt es zunächst widersprüchliche Angaben. Die IAEA erklärt am Abend, dass es geringe Schäden am Reaktorkern geben könne. Ein Tepco-Sprecher sagt, er sehe keine andere Möglichkeit mehr, als die Reaktoren von außen - etwa durch Löschhubschrauber - zu kühlen. Im Reaktor 4 (Foto) bricht nach einer Explosion ein Feuer aus - radioaktive Partikel gelangten in die Atmosphäre. Der Brand konnte von fünf Soldaten der US-Armee mit mobilen Wasserkanonen gelöscht werden.

Ein Toter

Soldaten und Rettungskräfte bergen einen Toten in Kesennuma. Am fünften Tag nach der Katastrophe schwindet die Hoffnung, noch Überlebende unter den Trümmern zu finden.

Zerstörter Kernkraftswerksblock in Fukushima

16. März: Auch die anderen fünf Reaktoren des AKW Fukushima I bereiten weiter massive Probleme. Drei weitere Reaktoren sind schwer beschädigt. In allen sechs Reaktoren des AKW gibt es Schwierigkeiten, die Brennelemente ausreichend zu kühlen. Die größte Gefahr geht von Block 4 aus. Experten warnten vor einer massiven Verstrahlung, sollte es nicht bis Freitag gelingen, das Wasserniveau im Abklingbecken von Reaktor 4 zu heben.

Ein Hubschrauber nimmt Wasser aus dem Meer auf

17. März: Mithilfe von Hubschraubern soll Wasser durch Löcher im teilweise zerstörten Dach in Block 4 geschüttet werden, um die Brennstäbe im Innern zu kühlen. Aufgrund der hohen Strahlenbelastung wird der Einsatz wieder abgebrochen. Ein hoher Vertreter der Internationalen Atomenergiebehörde (IAEA) sagt, die Lage habe sich nicht wesentlich verschlechtert, sei aber weiter "sehr ernst". Brennstäbe in zwei Reaktoren seien nur zur Hälfte mit Wasser bedeckt, in einem dritten nur zu einem Drittel. Die Betreiberfirma TEPCO hingegen sieht bereits erste Erfolge. Ein erster Schritt in Richtung Erholung sei getan, sagt ein Sprecher. Die Strahlung habe sich auf niedrigem Niveau stabilisiert, eine Notstromleitung zum Kraftwerk stehe kurz vor der Fertigstellung und auch die Hubschrauberflüge hätten Wirkung gezeigt.

Löschfahrzeuge

18. März: Feuerwehrleute aus dem ganzen Land werden zusammengezogen, um die gefährliche Arbeit der Kühlung der Reaktorblöcke von Fukushima zu übernehmen. Die Versuche, die Reaktoren mit Wasserwerfern und Löschfahrzeugen zu kühlen, zeigen kleine Erfolge. Stromkabel werden zu den Blöcken 1 und 2 verlegt. 120 Menschen arbeiten inzwischen auf dem Gelände.

Kühlung

19. und 20. März: Mit Wasserwerfern und Feuerwehrequipment werden die Reaktoren gekühlt. In einem 13-stündigen Einsatz hatte ein Feuerwehrfahrzeug Wasser aus dem Meer auf Block 3 gepumpt. Auf den erheblich beschädigten Block sind vermutlich mehr als 2000 Tonnen Wasser niedergegangen. Auch Block 4 wurde für zunächst etwa eine Stunde mit Wasser bespritzt. Ziel war es, den Wasserstand des Abklingbeckens mit abgebrannten Kernbrennstäben zu erhöhen.

Verstrahlte Lebensmittel

Am Samstag teilt die Regierung mit, dass Lebensmittel aus der Umgebung des Atomkraftwerks Fukushima I radioaktiv belastet sind und ordnet einen Verkaufsstopp an. Die Strahlenwerte für Spinat und Milch aus der Präfektur Fukushima überschritten die zulässigen Höchstgrenzen, berichtete Regierungssprecher Edano. Auch in der südlicheren Präfektur Ibaraki sei belasteter Spinat entdeckt worden. Die Gärtner und Bauern fürchten um ihre Ernten, hier eine Gärtnerin in der Präfektur Ibaraki.

Atomare Katastrophe in Japan

21. März: Nachdem am Sonntag die Lage in Fukushima I sich zu bessern versprach - es wurden Stromverbindungen gelegt, die Kühlung funktionierte wieder -, gibt es am Montag Rückschläge. Über Block 3, dann auch über Block 2, steigt dunkler Rauch auf. Sorge bereiten den Menschen in Japan zunehmend auch die Meldungen über belastete Lebensmittel aus der Region rund um das AKW. Für die vier Präfekturen Fukushima, Ibaraki, Tochigi und Gunma verhängte die Regierung ein Lieferverbot für Milch und mehrere Gemüsesorten.

Todesopfer nach dem Beben

Immer noch suchen die Rettungskräfte nach Opfern der Erdbeben- und Tsunamikatastrophe. Diese Männer sprechen ein Gebet für einen Toten, den sie aus den Trümmern geborgen haben.

Fukushima

Am 23. März wird die Lage im Atomkraftwerk Fukushima als stabil, aber gefährlich beschrieben. Zwar gibt es in den Blöcken wieder Strom, die atomatische Kühlung funktioniert jedoch nicht. Am Kraftwerk kämpfen die Mitarbeiter der Betreiberfirma Tepco bei enormer Strahlung und Hitze.

Arbeiterin in Fukushima

24. März: Die besorgniserregenden Nachrichten aus dem AKW Fukushima reißen nicht ab. Drei Arbeiter wurden lebensgefährlich verstrahlt. Die Behörden fordern die Menschen außerhalb der Sperrzone auf, ihre Häuser nicht zu verlassen und die Fenster zu verschließen. Erstmals werden Fotos gezeigt, die die Arbeiter - teilweise im Schein von Taschenlampen - bei ihrer Arbeit in dem AKW Fukushima I zeigen.

Japanerin in einer Notunterkunft

In Tokios Trinkwasser wird so viel radioaktives Jod nachgewiesen, dass die Behörden eine Warnung herausgeben. Babys und Kleinkinder dürfen kein Leitungswasser mehr trinken. Für Kinder wird unbelastetes Trinkwasser ausgegeben.

Katastrophen in Japan

25. März: Vor zwei Wochen hat die Katastrophe begonnen und es gibt immer neue Hiobsbotschaften aus dem Kernkraftwerk Fukushima I. Im Untergeschoss der Turbinenräume an den Meilern 1 und 2 gefunden wird radioaktives Wasser gefunden. Spätere Messungen ergeben 10 000-fach erhöhte Strahlung. Und es gibt eine neue Gefahr: Salz. Durch den tagelangen Einsatz von Meerwasser zur Kühlung der hochradioaktiven Brennstäbe lagerten sich in den Abklingbecken und den Reaktordruckbehältern große Mengen Salz ab. Verkrustungen könnten nun die zur Verhinderung einer vollständigen Kernschmelze dringend notwendige Ableitung von Wärme massiv behindern.

Katastrophen in Japan

Das extrem verseuchte Wasser an Block 3 deutet darauf hin, dass die Katastrophe längst da ist: Vermutlich seien an Block 3 der Reaktorbehälter oder das Abklingbecken für abgebrannte Kernbrennstäbe beschädigt, berichtete der Betreiber Tepco. Auch die Atomaufsichtsbehörde NISA vermutete, dass das Wasser in dieser Anlage vom Kern des Reaktors kommt. Es kann von einem schleichenden Super-GAU gesprochen werden.

Atomkatastrophe in Japan

28. März: Der Direktor der Atom- und Industrieaufsichtsbehörde NISA, Hidehiko Nishiyama, gibt seine tägliche Pressekonferenz. Die japanische Regierung hat eine partielle Kernschmelze in Reaktor 2 von Fukushima I eingeräumt. Aus Sorge vor radioaktiver Strahlung wies Japans Gesundheitsministerium Wasseraufbereitungsanlagen im ganzen Land an, kein Regenwasser mehr zu verwenden und Becken mit Plastikplanen abzudecken. Da radioaktive Partikel aus dem schwer beschädigten Atomkraftwerk Fukushima I über das Regenwasser in Flüsse gelangen könnten, sollte aus Flüssen kein Trinkwasser mehr entnommen werden, hieß es.

Japan Tsunami Super-Gau

Fukushima I, aufgenommen am 29. März vom Hubschrauber der Nachrichtenagentur Kyodo aus 1500 Meter Höhe und 30 Kilometer Entfernung. Man sieht von links die Blöcke 1 bis 4. Japans Ministerpräsident Naoto Kan hat die Lage im AKW Fukushima I als "unvorhersehbar" bezeichnet. Vor einem Parlamentsausschuss sagte Kan nach Angaben der Nachrichtenagentur Jiji, seine Regierung sei in "höchster Alarmbereitschaft". Arbeiter versuchen weiter, radioaktiv verseuchtes Wasser aus den Turbinengebäuden der Reaktoren 1 bis 3 abzupumpen. Erst wenn dieses beseitigt ist, können sie versuchen, die wichtigen Kühlsysteme wieder in Gang zu bringen.

Obdachlose

Die Atomkatastrophe von Fukushima lässt die Lage der Überlebenden der Tsunamikatastrophe in den Hintergrund rücken. Diese Menschen stehen in der Stadt Yamada in der Präfektur Iwate in einer langen Schlange nach Wasser und Reis an. Hunderttausende Menschen haben ihre Wohnungen durch das Beben und den Tsunami verloren. In der vierten Woche nach Beginn der Katastrophen leben noch an die 165.000 Menschen in Notunterkünften.

Fukushima

5. April: Das japanische Verteidigungsministerium veröffentlicht Fotos von den Arbeiten am havarierten Kernkraftwerk von der Seeseite aus. Seit Tagen muss radioaktives Wasser ins Meer abgelassen werden. Die Belastung des Meerwassers in der Umgebung ist stark gestiegen. Einen Tag später meldet der Betreiber Tepco, dass das Leck im Reaktorblock 2 abgedichtet werden konnte und kein stark radioaktiv kontaminiertes Wasser mehr ins Meer fließen würde. Weniger belastetes Wasser wird weiter in den Pazifik gepumpt.

Japan

Soldaten suchen die Küste in der Nähe der Stadt Miyako/Präfektur Iwate nach Todesopfern der Katastrophe ab. Insgesamt gelten mehr als 27.000 Menschen als tot oder vermisst. Bisher sind 12.321 Todesfälle bestätigt. Mehr als 10.000 Opfer sind identifiziert und ihren Familien übergeben.

Katastrophe in Japan - 25-Kilometer-Zone Fukushima

7. April: Erstmals gehen Polizei und Armee in die 25-Kilometer-Sperrzone um das AKW Fukushima, um Opfer zu bergen. Sie tragen Schutzanzüge. Manche Menschen kommen jetzt in ihre Heimatorte zurück, obwohl dies gefährlich sein kann. Arbeiter leiten Stickstoff in den Reaktorblock 1 ein, um zu verhindern, dass es erneut - wie zu Beginn der Krise - zu Wasserstoffexplosionen in den Gebäuden kommen kann.

Katastrophe in Japan

Knapp eine halbe Stunde vor Mitternacht erschütterte das schwerste Nachbeben nach dem Tsunami am 11. März die Katastrophenregion. Das Epizentrum lag 60 Kilometer östlich der Stadt Senmdai und hatte eine Stärke von 7,1. Drei Menschen sind in den Präfekturen Miyagi und Yamagata ums Leben gekommen, meldete die Nachrichtenagentur Kyodo.

Katastrophe in Japan

8. April: Das Nachbeben wirkte sich wieder auf die Atomkraftwerke in der Region aus. Das Atomkraftwerk Onagawa in der Präfektur Miyagi bekam mehrere Lecks. Wasser lief aus. Die Atomruine Fukushima I liegt 150 Kilometer vom Epizentrum entfernt.

Katastrophe in Japan

Inzwischen sind Polizei- und Armeekräfte in die Sperrzone vorgedrungen und finden dort Menschen, die geblieben sind, wie den Bauern Kunio Shiga in Minamisoma. Seit dem Erdbeben lebt der 75-Jährige allein in seinem Bauernhaus.

Demonstration in Tokio

Jedes Wochenende demonstrieren die Menschen nun in Tokio gegen Atomkraft, und es werden immer mehr. Klein und Groß, Jung und Alt sind am Sonntag, den 10. April, auf die Straße gegangen.

Wetterhügel in Natori

11. April: Einen Monat nach Beginn der Katastrophe gedachte das Land mit einer Schweigeminute der 13.000 Toten, die gefunden wurden, und der 14.600 Menschen, die immer noch vermisst werden. Auch auf dem Wetterhügel in Natori in Japan, einer der wenigen Stellen der Stadt, die nicht vom Tsunami verwüstet wurden. Der künstliche Hügel hat seinen Namen davon, dass die Fischer von dort aus das Wetter begutachteten, bevor sie hinaus aufs Meer fuhren. An diesem Tag wird die Region erneut von einem schweren Nachbeben der Stärke 7,0 erschüttert.

Tsunami- und Atomkatastrophe in Japan

Foto eines Klassenzimmers einer Grundschule in Ishinomaki/Miyagi. 74 der 108 Schüler sind beim Tsunami ums Leben gekommen, nur einer der 12 Lehrer und Lehrerinnen überlebte.

Atomkatastrophe Japan

12. April: Die Atombehörde hebt die Gefahr des Atomstörfalls im AKW Fukushima auf die höchste Stufe an. Der Unfall hat damit jetzt die Einstufung 7, was bisher nur die Tschernobyl-Katastrophe hatte. Bisher galt für Fukushima die Stufe 5.

Tsunami- und Atomkatastrophe in Japan

13. April: Aus Block 4 wird hoch radioaktives Wasser in einen Betontransporter gepumpt. Gewaltige Mengen hoch radioaktiven Wassers müssen entsorgt werden.

Tsunami- und Atomkatastrophe in Japan

Die Regierung kündigt eine Entschädigung der Katastrophenopfer an. Dieser Bauer, der 50 Kilometer von Fukushima entfernt wohnt, bringt täglich 1200 Liter Milch auf seinen Feldern aus. Die Behörden konnten ihm noch nicht sagen, ob die Milch noch verkauft werden darf.

Kaiser in Evakuierungszentrum

14. April: Kaiser Akihito und Kaiserin Michiko sind zum ersten Mal in das vom Tsunami verwüstete Gebiet gereist. Nachdem sie vor einiger Zeit schon ein Evakuierungszentrum in Tokio besucht haben, spendeten sie nun Menschen in der Stadt Asahi in der Präfektur Chiba Trost.

Katastrophen in Japan

In einer Turnhalle in Natori haben Einwohner und Rettungskräfte Bilder und Fotoalben zusammengetragen, die sie in den Trümmern gefunden haben. Sie hoffen, dass Menschen ihre Bilder und Erinnerungen wiederfinden.

Vermisstensuche um das AKW Fukushima

15. April: In dem verstrahlten Gebiet um das AKW Fukushima I (im Hintergrund zu sehen) suchen Rettungs-und Bergungsmannschaften nach Todesopfern und Vermissten.

Japan Fukushima

Unterdessen wird für immer mehr Menschen in der Nähe des zerstörten AKW Fukushima gewiss, dass sie ihre Heimat für lange verlassen müssen. So für die Bewohner des Dorfes Iitate, ein Dorf 40 Kilometer vom Unglücksort entfernt, die von ihrem Bürgermeister über die Maßnahmen informiert werden. Am Freitag gab die Regierung bekannt, dass jeder Haushalt in der Evakuierungszone mit umgerechnet 8.300 Euro (1 Million Yen) entschädigt wird.

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