Jair Lapid tritt bei der israelischen Parlamentswahl für die Partei "Es gibt eine Zukunft" an.
Er gilt als der liberale Gegenentwurf zu Netanjahu: Der in Israel sehr prominente Ex-Fernsehmoderator Jair Lapid wollte mit seiner Zukunftspartei Jesch Atid die säkulare politische Mitte Israels erobern. Der wortgewandte 49-Jährige tritt für eine Zweistaaten-Lösung ein, fordert aber Zugeständnisse von den Palästinensern.
Lapid erklärte, keiner Koalition beizutreten, die nicht einen neuen Friedensanlauf unternehme. Dann allerdings wäre er auch zu einer Zusammenarbeit mit der Regierung Netanjahu bereit. Lapid fordert – angesichts der massive Preis- und Mietsteigerungen in Israel - mehr Wohnraum und ein striktes Eintreten gegen Privilegien für Religiöse. Er umwirbt damit die jüngere Mittelschicht.
Prominenz ist er von Kindesbeinen an gewohnt: Sein verstorbener Vater war Justizminister, seine Mutter ist eine bekannte Autorin.