Bildergalerie: Wahlen im Iran

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Wahlen im Iran

Iranische Frau hält die Nationalflagge vor ihr Gesicht

Die Menschen im Iran wählen einen neuen Präsidenten. Sechs Kandidaten kämpfen um die Nachfolge von Mahmud Ahmadinedschad. Schon vor der Wahl steht fest: Die Chancen auf einen Kurswechsel sind gering. (Bildquelle: dpa)

Iranische Frau hält die Nationalflagge vor ihr Gesicht

Die Menschen im Iran wählen einen neuen Präsidenten. Sechs Kandidaten kämpfen um die Nachfolge von Mahmud Ahmadinedschad. Schon vor der Wahl steht fest: Die Chancen auf einen Kurswechsel sind gering.

Porträt des religiösen iranischen Führers Chamenei

Streng konservative Hardliner dominieren das Rennen um die Nachfolge von Mahmud Ahmadinedschad. Sie alle sind dem politischen und religiösen Führer Ajatollah Ali Chamenei treu ergeben. Er hat auch das letzte Wort in in Atom- und Militärfragen.

Präsidentschaftskandidat Dschalili umarmt den Vater eines Ermordeten Nuklarforschers

Said Dschalili (links) gilt als einer der aussichtsreichsten Präsidentschaftsanwärter. Für den Westen wäre Dschalili die schlechteste Option, er gilt als Hardliner. Als Atom-Chefunterhändler Ahmadinedschads hat er jeglichen Versuch eines Kompromisses in den Atomverhandlungen zunichte gemacht. Auch in seinem Wahlkampf lautete seine Devise: Widerstand und keine Kompromisse. Das Foto zeigt ihn auf einer Wahlveranstaltung in Teheran bei der Umarmung des Vaters eines ermordeten Nuklearforschers.

Welajati streckt seinen mit Tinte getränkten Finger in die Höhe

Der ehemalige Außenminister Ali Akbar Welajati zeigt seinen mit Tinte getränkten Finger, als er sich beim Innenministerium als Kandidat registriert. Traditionell konservativ hält er Kontakte zu beiden Lagern - den Erzkonservativen und den eher pragmatisch Orientierten. Der 67-jährige Arzt berät Chamenei in internationalen Angelegenheiten. Auch ihm werden Chancen auf den Wahlsieg eingeräumt.

Eine Frau läuft an einem Wahlkampfposter von Kalibaf vorbei.

Ein Wahlplakat zeigt den Kandidaten Mohammed Baker Ghalibaf. Der Bürgermeister von Teheran hat den Ruf eines charismatischen Managers, der die Stimmen der jungen Generation gewinnen könnte. Der Pilot und ehemalige Befehlshaber in der Revolutionsgarde gilt als pragmatisch konservativ.

Ein Mann hält das Wahlplakat von Resaie hoch.

Mohsen Resaie kandidierte bereits 2009 für das Präsidentenamt. Damals belegte er den vierten Platz. Er ist Mitglied eines Beratergremiums des Führers Chamenei. Die aktuelle Lage des Landes bewertet er kritisch: "Wir sind politisch und wirtschaftlich am Abgrund, so deutlich muss man das sagen".

Gharazi spricht am Mikrofon.

Mohammed Gharasi ist mit 71 Jahren der älteste und wahrscheinlich unbekannteste Kandidat. In den 1980er-Jahren war er Ölminister unter Ex-Präsident Rafsandschani. Im Wahlkampf trat er zurückhaltend auf. Er gilt als konservativ und bezeichnet sich selbst als Technokrat.

Eine iranische Frau hält ein Wahlplakat von Hassan Rohani aus einem Auto

Diese Frau favorisiert Hassan Rohani. Der moderate muslimische Geistliche ist die große Hoffnung der liberalen Opposition. Doch für ihn zu stimmen, ist nicht ohne Risiko. Einige seiner Anhänger wurden auf Wahlveranstaltungen verhaftet. Auf letzten Kundgebungen schallte Rohani tausendfach der Ruf entgegen: "Lang mögen Reformen leben." Rohani gilt als Befürworter eines weniger konfrontativen Kurses gegenüber dem Westen.

Protestanten der grünen Bewegung 2009 in Teheran.

Die Grüne Revolution von 2009 ist heute verstummt. Ihre Anführer Mir Hossein Mussawi und Mehdi Karrubi wurden mundtot gemacht. Seit 2011 stehen die Reformpolitiker unter striktem Hausarrest. Zur jetzigen Wahl treten ausschließlich regimetreue Kandidaten an.

Rafsandschani spricht am Rednerpult

Reformorientierte Politiker, darunter Ex-Präsident Akbar Haschemi Rafsandschani, wurden vom Wächterrat ausgeschlossen. Viele Anhänger Rafsandschanis kündigten deshalb an, dem Urnengang fernbleiben zu wollen.

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