Bildergalerie: Zeitreise: Wahlwerbung der Parteien

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Wahlwerbung im Wandel der Zeit

Wahlplakate der CDU und der CDU aus dem Jahr 1949

Die ersten Wahlplakate nach dem Zweiten Weltkrieg erinnerten optisch stark an die Wahlwerbung der Weimarer Republik. Die CDU sprach gezielt 1949 die Angst vor dem sowjetischen Sozialismus an. Die CSU appellierte an die Sehnsucht vieler Deutscher nach einem Ende der kriegsbedingten Teilung des Landes. (Quelle: Archiv für Christlich-Demokratische Politik; Archiv für Christlich-Soziale Politik)

Wahlplakate der CDU und der CDU aus dem Jahr 1949

Die ersten Wahlplakate nach dem Zweiten Weltkrieg erinnerten optisch stark an die Wahlwerbung der Weimarer Republik. Die CDU sprach gezielt 1949 die Angst vor dem sowjetischen Sozialismus an. Die CSU appellierte an die Sehnsucht vieler Deutscher nach einem Ende der kriegsbedingten Teilung des Landes. (Quelle: Archiv für Christlich-Demokratische Politik; Archiv für Christlich-Soziale Politik)

Eine Plakatwand in Frankfurt am Main im September 1953

Eine Plakatwand in Frankfurt am Main vor der Bundestagswahl im September 1953. Die Regierung von Konrad Adenauer stellte sich damals zum ersten Mal zur Wiederwahl. Die Union steigerte ihr Ergebnis gegenüber 1949 um mehr als 14 Prozentpunkte und kam einer absoluten Mehrheit der Sitze nahe.

Wahlplakat der SPD aus dem Jahr 1957

Bei der Bundestagswahl 1957 konnte die SPD gegenüber 1953 um drei Prozentpunkte zulegen. Spitzenkandidat war zum zweiten Mal der Partei- und Fraktionsvorsitzende Erich Ollenhauer. (Quelle: Archiv der sozialen Demokratie der Friedrich-Ebert-Stiftung)

Wahlplakate von CDU und CSU aus dem Wahlkampf 1957

Die großen Wahlgewinner waren 1957 aber Bundeskanzler Adenauer und die Union. CDU und CSU feierten einen historischen Wahlsieg: Sie holten zusammen mehr als 50 Prozent der Wählerstimmen und damit die absolute Mehrheit im Bundestag. Als ein wichtiger Erfolgsfaktor galt der Wahlslogan "Keine Experimente". (Quelle: Archiv für Christlich-Demokratische Politik; Archiv für Christlich-Soziale Politik)

Wahlplakat des SPD-Kanzlerkandidaten Willy Brand aus dem Jahr 1961

1961 trat Willy Brandt, damals Regierender Bürgermeister von Berlin, erstmals als Kanzlerkandidat für die SPD an. Mit dem "Godesberger Programm" hatten die Sozialdemokraten zwei Jahre zuvor eine neue Richtung eingeschlagen und den Wandel von der Arbeiterpartei zur Volkspartei eingeleitet. Die SPD holte im Vergleich zur Bundestagswahl 1957 deutlich mehr Stimmen. Die Union verlor die absolute Mehrheit im Bundestag.

Wahlkampf 1972: CDU und FDP

Für die Bundestagswahl im November 1972 stellte die Union Rainer Barzel als Gegenkandidaten zu Willy Brandt auf, der seit 1969 Bundeskanzler einer sozialliberalen Koaliton war. Im April 1972 wollte sich Barzel bereits mit einem konstruktiven Misstrauensvotum zum Kanzler wählen lassen. Bei der Abstimmung im Bundestag fehlten ihm jedoch zwei Stimmen. Die Bundestagswahl 1972 bescherte Barzel und der Union eine weitere Niederlage.

Mehrere Wahlplakate des SPD Kanzlerkandidaten Willy Brandt aus dem Wahlkampf 1972

Die erste vorgezogene Bundestagswahl in der Geschichte der Bundesrepublik war auch eine Abstimmung über Willy Brandt und dessen neue Ostpolitik. Die SPD feierte einen historischen Wahlsieg: Sie holte zum ersten Mal mehr Stimmen als die Union und schaffte ihr bestes Ergebnis bei allen bisherigen Bundestagswahlen.

Wahlplakate der Union aus dem Wahlkampf 1976

Bei der Bundestagswahl 1976 versuchte die Union, mit einer jungen Kampagne Wähler zu gewinnen. Als Spitzenkandidat trat zum ersten Mal Helmut Kohl, damals Ministerpräsident von Rheinland-Pfalz, an. (Quellen: Archiv für Christlich-Demokratische Politik / Archiv für Christlich-Soziale Politik)

Wahlplakate der Spitzenkandidaten von CDU, SPD und FDP im Wahlkampf von 1976

Nach dem Rücktritt Willy Brandts war die Bundestagswahl von 1976 die erste Bewährungsprobe für seinen Nachfolger Helmut Schmidt. Die SPD-geführte Regierung wurde wiedergewählt, die Partei verlor jedoch ihre Position als stärkste Fraktion im Bundestag.

Wahlwerbung der Grünen und der SPD aus dem Jahr 1980.

Im Jahr 1980 kandidierten die Grünen zum ersten Mal für den deutschen Bundestag. Die Partei scheiterte aber an der Fünfprozenthürde. Die SPD holte 42,9 Prozent der Wählerstimmen, Helmut Schmidt behauptete sich gegen Franz Josef Strauß. (Quelle: Archiv Grünes Gedächtnis)

Wahlplakate der Union aus dem Wahlkampf 1980.

Nach der Niederlage von 1976 verzichtete der CDU-Vorsitzende Helmut Kohl bei der Bundestagswahl 1980 auf die Kanzlerkandidatur. Nach einer heftigen unionsinternen Auseinandersetzung wurde stattdessen der bayerische Ministerpräsident Franz Josef Strauß nominiert.(Quellen: Archiv für Christlich-Demokratische Politik / Archiv für Christlich-Soziale Politik)

Wahlplakate von SPD, CDU und FDP im Bundestagswahlkampf 1987.

Bei der Bundestagswahl von 1987 - Helmut Kohl war nach einem erfolgreichen Misstrauensvotum bereits seit 1982 Bundeskanzler - feierten die kleinen Parteien Erfolge. Die Grünen holten 8,3 Prozent, die FDP 9,1 Prozent der Wählerstimmen. Die großen Parteien büßten Stimmenanteile ein. Die konservativ-liberale Koalition von Helmut Kohl wurde allerdings im Amt bestätigt.

Wahlplakate der Grünen und der SPD im Wahlkampf 1990.

Bei der ersten Bundestagswahl im wiedervereinigten Deutschland galt 1990 in Ost- und Westdeutschland als Sonderregel eine getrennte Fünfprozentklausel. Die Grünen (West) verfehlten den Sprung ins Parlament, aber Bündnis 90/Die Grünen (Ost) gelang der Einzug in den Bundestag. Als Spitzenkandidat der SPD trat der saarländische Ministerpräsident Oskar Lafontaine an - und verlor gegen Helmut Kohl, für den die Union mit dem Slogan "Kanzler für Deutschland" warb. (Quelle: Archiv Grünes Gedächtnis / Archiv der sozialen Demokratie der Friedrich-Ebert-Stiftung)

Wahlkampf 1990 FDP

Bei der ersten Bundestagswahl nach der Wiedervereinigung holte die FDP mit ihrem Spitzenkandidaten Hans-Dietrich Genscher elf Prozent der Wählerstimmen und 79 Sitze im Bundestag. Die FDP blieb Juniorpartner im vierten Kabinett von Helmut Kohl.

Wahlplakate von SPD und PSD im Wahlkampf 1994

Die SPD schickte 1994 ihren Parteivorsitzenden Rudolf Scharping ins Rennen. Seiner Nominierung zum Kanzlerkandidaten waren harte parteiinterne Auseinandersetzungen mit Oskar Lafontaine und Gerhard Schröder vorausgegangen. Im Wahlkampf traten sie als Troika auf - verbunden mit dem Wahlslogan "Gemeinsam sind wir stark". Die PDS gewann zwar mit ihrer Kampagne nicht genug Wähler, um die Fünfprozenthürde zu überspringen. Dank vier gewonnener Direktmandate in Berlin profitierte sie aber von einer Sonderregelung des Wahlrechts und war mit 30 Abgeordneten im Parlament vertreten. (Quelle: Archiv der sozialen Demokratie der Friedrich-Ebert-Stiftung; TRIALON)

Wahlplakat der CDU zur Bundestagswahl 1994

Helmut Kohl kandidierte 1994 zum fünften Mal als Spitzenkandidat für die Union. Seine schwarz-gelbe Regierung wurde nur mit einer knappen Mehrheit im Amt bestätigt. Der Slogan "Politik ohne Bart" spielte dabei auf Kohls SPD-Herausforderer Scharping an. (Quelle: Archiv für Christlich-Demokratische Politik)

Wahlplakate von Union und SPD im Wahlkampf 1998

Bei der Bundestagswahl 1998 wurde erstmals in der Geschichte der Bundesrepublik eine gesamte Regierung abgewählt. Bis dahin war immer nur einer der Koalitionspartner in die Opposition gewechselt. Der Sozialdemokrat Gerhard Schröder löste CDU-Chef Helmut Kohl nach 16 Jahren als Bundeskanzler ab. Die SPD stellte nach der Wahl erstmals seit 1972 die stärkste Bundestagsfraktion. Die Grünen übernahmen zum ersten Mal Regierungsverantwortung im Bund.

Wahlplakate aller im Bundestag vertretenen Parteien im Wahlkampf 2002

Die Bundestagswahl von 2002 führte dazu, dass Gerhard Schröder seine rot-grüne Koalition weiterführen konnte. Als Spitzenkandidat der Union trat Edmund Stoiber an. Damit stellte die CSU zum ersten Mal seit 1980 wieder den Kanzlerkandidaten der Union.

Wahlwerbung von Bündnis 90/ Die Grünen und der Linkspartei.PDS im Bundestagswahlkampf 2005.

Bei der vorgezogenen Bundestagswahl 2005 zog die PDS als viertstärkste Kraft ins Parlament ein. Die Partei holte mehr Stimmen als die Grünen und sicherte sich 54 Sitze im Bundestag. (Quelle: Archiv Grünes Gedächtnis; DiG TRIALON)

Wahlplakate von CDU, FDP und SPD im Wahlkampf 2005

Die Union zog 2005 mit knappem Vorsprung als stärkste Kraft in den Bundestag ein und die CDU-Vorsitzende Angela Merkel wurde als erste Frau an die Spitze der Bundesregierung gewählt. Die FDP blieb aber in der Opposition. Für die Union reichte es nur durch eine große Koalition mit der SPD zur Rückkehr in die Regierungsverantwortung.

Wahlplakat mit SPD-Kanzlerkandidat Frank Walter Steinmeier im Bundestagswahlkampf 2009.

Der SPD bekam die Zeit als Juniorpartner der Großen Koalition nicht gut. Sie erzielte bei der Bundestagswahl 2009 das schlechteste Ergebnis ihrer Parteigeschichte. Spitzenkandidat Frank Walter Steinmeier war zuvor Außenminister in der Großen Koalition gewesen. Ihre besten Wahlergebnisse überhaupt feierten dagegen die FDP (14,6 Prozent), die Partei Die Linke (11,9 Prozent) und Bündnis 90/Die Grünen (10,7 Prozent).

Wahlkampf 2009: Wahlplakat von CDU-Spitzenkandidatin Angela Merkel.

Angela Merkel trat bei der Bundestagswahl 2009 erneut als Spitzenkandidatin der Union an. Während die Wahlergebnisse der CDU im Bund im Vergleich zu 2005 relativ stabil blieben, holte die CSU in Bayern sechs Prozentpunkte weniger. Die Wahlbeteiligung lag insgesamt bei knapp 70 Prozent und erreichte damit einen historischen Tiefpunkt.

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