Bildergalerie: Karl-Theodor zu Guttenberg - Bilder seiner Karriere

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Karl-Theodor zu Guttenberg - Bilder seiner Karriere

Horst Seehofer und Karl-Theodor zu Guttenberg

Der Aufstieg von Karl-Theodor zu Guttenberg beginnt mit der Ernennung zum CSU-Generalsekretär im November 2008. Schon damals lobt Parteichef Horst Seehofer den Baron aus reichem Hause als "gewaltiges politisches Talent".

Horst Seehofer und Karl-Theodor zu Guttenberg

Der Aufstieg von Karl-Theodor zu Guttenberg beginnt mit der Ernennung zum CSU-Generalsekretär im November 2008. Schon damals lobt Parteichef Horst Seehofer den Baron aus reichem Hause als "gewaltiges politisches Talent".

Glos übergibt an Guttenberg: Der neue und der alte Minister zusammen mit Bundespräsident Köhler

Nach nur 100 Tagen im Amt steigt der 37-jährige Oberfranke zum jüngsten Wirtschaftsminister der deutschen Geschichte auf. CSU-Wirtschaftsminister Michael Glos war wegen Amtsmüdigkeit zurückgetreten. Hier gratuliert Glos seinem Nachfolger Guttenberg. Erfahrung für das Amt bringt dieser nicht mit - Guttenberg hatte sich bislang vor allem mit der Außenpolitik beschäftigt.

Bundeswirtschaftsminister zu Guttenberg in New York

Eine seiner ersten Reisen als Wirtschaftsminister führt Guttenberg nach New York. Hier präsentiert er sich zwischen Taxis, Türmen und Touristen als Mann von Welt auf dem Times Square.

Guttenberg und Steinbrück erläutern die Ergebnisse der Opel-Krisensitzung

Guttenberg muss sich vom Tag seiner Amtsübernahme an mit den Folgen der Finanzkrise beschäftigen. Bei Arcandor und Opel spricht sich Guttenberg offen für eine Insolvenz aus und droht sogar mit Rücktritt. Sein Kalkül: Sich nicht nur äußerlich von der Masse der Politiker abheben, sondern auch unpopuläre Maßnahmen vertreten. Die Bürger honorieren seine Standhaftigkeit mit guten Umfragewerten.

Karl-Theodor zu Guttenberg

Als aufgedeckt wird, dass er eine externe Anwaltskanzlei zur Erarbeitung eines Gesetzentwurfes beauftragt hatte, gerät Guttenberg erstmals ernsthaft in die Kritik. Trotzdem holt der populäre Politstar bei der Bundestagswahl 2009 in seinem Wahlkreis Kulmbach bundesweit unerreichte 68,1 Prozent der Erststimmen.

Karl-Theodor Guttenberg

Guttenberg pflegt auch im Wahlkampf sein Image als Politiker der anderen Art. Dazu gehört für den Dirigentensohn auch das demonstrative Bekenntnis zum Hardrock. Beim politischen Gillamoos-Frühschoppen in einem Bierzelt in Abensberg (Niederbayern) zieht er im Spetember 2009 nach seiner Rede eine schwarzes AC/DC T-Shirt über den Kopf (Bildkombo). Wegen seiner Vorliebe für die australische Band wird Guttenberg bei Veranstatungen gerne mit Liedern wie "Highway to Hell" empfangen.

Zapfenstreich

Nach der Bundestagswahl übernimmt zu Guttenberg im Oktober 2009 das Amt des Bundesverteidigungsministers. Auch hier ist er der jüngste Amtsinhaber in der Geschichte der Bundesrepublik. Am 28. Oktober verabschieden zu Guttenberg und der Generalinspekteur der Bundeswehr, General Wolfgang Schneiderhan, den scheidenden Verteidigungsminister Franz Josef Jung mit einem Großen Zapfenstreich.

Zerstörter Tanklaster nach dem Luftangriff von Kundus

Jung hinterlässt Guttenberg u.a. die Kundus-Affäre. Bei dem Bombenangriff mit NATO-Kampfjets auf zwei von Taliban entführte Tanklaster im nordafghanischen Kundus am 4. September 2009 hatte es mehr als 100 Tote und Verletzte gegeben, darunter viele Zivilisten. Jung hatte zunächst zivile Opfer ausgeschlossen. Später beschäftigt sich ein Untersuchungsausschuss mit dem Bombardement.

Karl-Theodor zu Guttenberg

Kaum im Amt, enthebt Guttenberg Ende 2009 kurzerhand die beiden höchsten Mitarbeiter seines Ministeriums ihrer Posten: Generalinspekteur Wolfgang Schneiderhan und Staatssekretär Peter Wichert. Begründung: Sie hätten ihm wichtige Berichte über die Bombardierung der Tanklaster bei Kundus nicht vorgelegt. Beide wehren sich und beharren vergeblich auf ihrer Version, den Minister letztlich unterrichtet zu haben.

Karl-Theodor zu Guttenberg

Guttenberg weiß die Kraft der Bilder geschickt für sich zu nutzen. Als Verteidigungsminister fliegt er regelmäßig zu Truppenbesuchen nach Afghanistan.

Verteidigungsminister zu Guttenberg und seine Frau Stephanie in Kundus

Eine Afghanistan-Reise zieht besondere Kritik auf sich: Im Dezember 2010 besucht Guttenberg in Begleitung seiner Frau und des TV-Moderators Johannes B. Kerner die deutschen Truppen am Hindukusch.

Kerner-Talkshow mit Verteidigungsminister zu Guttenberg

Vor Ort tritt Guttenberg in einer Talkshow von Johannes B. Kerner auf.

Angela Merkel in Kundus

Kurze Zeit später besucht Guttenberg zusammen mit Bundeskanzlerin Angela Merkel die Truppen in Afghanisten. Überschattet wird der Besuch vom Tod eines deutschen Soldaten, der kurz vor Merkels Besuch bei einem Unfall starb. Erst im Januar kommt heraus, dass der Soldat gestorben ist, als sich aus der Waffe eines Kameraden ein Schuss gelöst hatte. Guttenberg gerät wegen seiner Informationspolitik in die Kritik.

Feldpost

Im Januar kommen dann noch weitere Affären in der Bundeswehr zu Tage: Feldpostbriefe von Bundeswehrsoldaten aus Afghanistan sollen in Deutschland unerlaubt geöffnet worden sein.

Gorch Fock

"Gorch Fock"-Affäre: Ausgangspunkt ist der Tod einer Kadettin auf dem Segelschulschiff im November. Anschließend kommt es zu Auseinandersetzungen zwischen Offiziersanwärtern und der Stammbesatzung. Berichte über chaotische Zustände auf dem Schiff machen die Runde, Vorwürfe der Drangsalierung und sexuellen Belästigung stehen im Raum. Die Marine hat eine Untersuchungskommission eingesetzt. Guttenberg verliert mit der eiligen Suspendierung des "Gorch Fock"-Kommandanten Norbert Schatz weiteres Ansehen bei den Streitkräften.

Doktorarbeit von Verteidigungsminister zu Guttenberg

Im Februar wird Guttenberg vorgeworfen, er habe bei seiner Doktorarbeit getäuscht. Es soll Passagen geben, die wörtlich mit Formulierungen anderer Autoren übereinstimmen, ohne dass er dies gekennzeichnet hat.

Karl-Theodor zu Guttenberg

Guttenberg nennt die Vorwürfe gegen ihn zunächst abstrus. Dann räumt er auf einer Pressekonferenz ein, möglicherweise seien Fußnoten durcheinander geraten. Seinen Doktortitel will er nun solange nicht führen, bis die Universität Bayreuth die Überprüfung abgeschlossen hat. Angela Merkel erklärt, sie habe "volles Vertrauen" in ihren Verteidigungsminister.

Karl-Theodor zu Guttenberg

Der Minister will trotz der Vorwürfe an seinem Amt festhalten. Er gehe im Sturm nicht von Deck, sagt Guttenberg auf einer CDU-Veranstaltung am 21. Februar in Kelkheim bei Frankfurt am Main. Auf seinen Doktortitel will er jetzt aber dauerhaft verzichten. Er bittet die Universität Bayreuth, den Titel zurückzunehmen.

Karl-Theodor zu Guttenberg

23. Februar: Guttenberg räumt im Bundestag ein, er habe eine "offensichtlich sehr fehlerhafte Doktorarbeit geschrieben". Fremde Hilfe habe er aber nicht in Anspruch genommen. Minister wolle er bleiben. Die Opposition wirft ihm vor, er habe "getäuscht, betrogen, gelogen" - und müsse gehen. Am Abend erkennt die Uni Bayreuth Guttenberg den Titel ab.

Karl-Theodor zu Guttenberg

Die Kritik am Minister aber reißt nicht ab. Zahlreiche Wissenschaftler sind empört, dass Guttenberg trotz eines offenkundigen Täuschungsversuchs am Amt klebt, und auch innerhalb der Union will die Kritk nicht verstimmen. Am 1. März tritt Guttenberg von seinem Amt als Verteidigungsminister zurück.

Zapfenstreich für zu Guttenberg

Am 10. März 2011 wird Karl Theodor zu Guttenberg mit einem Großen Zapfenstreich in Berlin verabschiedet. Er hat sich dafür das Lied "Smoke on the Water" gewünscht. Neben ihm: sein Nachfolger im Verteidigungsministerium: Thomas de Maizière.

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