Katrin Göring-Eckardt zieht mit Jürgen Trittin als Spitzenkandidatin für die Grünen in den Bundestagswahlkampf 2013. Sie gehört dem Realo-Flügel an und kann als Frau aus dem Osten den Gegenpart zu Trittin geben, der den linken Flügel der Partei repräsentiert. Die Thüringerin war beim Umbruch 1989 in der DDR als Bürgerrechtlerin aktiv und war Gründungsmitglied von "Bündnis 90". Zuletzt hatte die 46-Jährige keine Führungsfunktion in der Partei inne. Ihre Spitzenkandidatur hatte sie nur verklausuliert angekündigt. Vielleicht rührte ihre Zurückhaltung daher, dass sie schlechte Erfahrungen mit Abstimmungen bei den Grünen gemacht hat. 2005 wurde sie nach drei Jahren als Fraktionssprecherin abgewählt. Vor allem vom linken Flügel schlug ihr damals wegen ihrer christlichen Orientierung und einiger konservativer Ansichten Skepsis entgegen. 2009 wurde die Mutter von zwei Kindern zur Präses der Synode der Evangelischen Kirche gewählt. Als langjährige Vizepräsidentin des Bundestags genießt Göring-Eckardt parteiübergreifend Respekt. (Foto: dpa)