Bildergalerie: 100 Tage GroKo

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100 Tage GroKo

Angela Merkel

Die Suchende: Es ist Angela Merkels dritte GroKo, aber nichts ist mehr, wie es war. Zu Hause hat sie mit CSU und SPD zwei Koalitionspartner, die diesmal stärker auf Krawall gebürstet sind. In Europa und der Welt läuft vieles gegen Merkel. Die mutmaßlich letzte Regierungszeit der Kanzlerin ist bislang ihre mit Abstand schwerste. Den richtigen Weg hat Merkel noch nicht gefunden. | Bildquelle: REUTERS

Angela Merkel

Die Suchende: Es ist Angela Merkels dritte GroKo, aber nichts ist mehr, wie es war. Zu Hause hat sie mit CSU und SPD zwei Koalitionspartner, die diesmal stärker auf Krawall gebürstet sind. In Europa und der Welt läuft vieles gegen Merkel. Die mutmaßlich letzte Regierungszeit der Kanzlerin ist bislang ihre mit Abstand schwerste. Den richtigen Weg hat Merkel noch nicht gefunden.

Horst Seehofer

Der Rauflustige: Mit dem von ihm angezettelten Asylstreit hat Innenminister Horst Seehofer die Union und die Koalition an den Rand des Bruchs geführt. Er scheint entschlossen, Kanzlerin Merkel das politische Leben so schwer wie möglich zu machen.

Olaf Scholz

Der Zögerliche: Um das Finanzministerium hatte die SPD verbissen gekämpft. In den ersten 100 Tagen wurde Olaf Scholz das Etikett "Olaf Schäuble" verpasst. Sozialdemokratisches Profil beim Vize-Kanzler? Bislang allenfalls in Umrissen zu erkennen.

Jens Spahn

Die Lautstarken: Vor allem Jens Spahn hat vom ersten Tag an keine Schlagzeile ausgelassen, der Gesundheitsminister provoziert gerne auch bei fachfremden Themen. Fachlich auf der Habenseite: sein Sofortprogramm Pflege.

Julia Klöckner

Julia Klöckner redet ebenfalls gerne mal Klartext, versucht vor allem, die konservative Seele der Union zu streicheln. Als Bundesagrarministerin steht Klöckner verlässlich an der Seite der traditionellen Landwirte - zum Beispiel in ihrem Widerstand gegen ein schnelles Aus von Glyphosat.

Katarina Barley

Die Eifrigen: Eine-für-alle-Klage, Mietpreisbremse, Durchgreifen gegen Facebook, Datenschutz - Justizministerin Katarina Barley ist bislang die Hyperaktive im Kabinett. Mit dem Gesetz zur Sammelklage kann sie auch den ersten Erfolg verbuchen.

Franziska Giffey

Ganz fix war Familienministerin Franziska Giffey, das "Gute-Kita-Gesetz" war eine der ersten Initiativen des neuen Kabinetts. Die SPD-Politikerin - bisher ohne erkennbare Schwierigkeiten beim Sprung von der Bezirks- in die Bundespolitik.

Heiko Maas

Die Umstrittenen: Die Linke Sahra Wagenknecht hat Heiko Maas als "Azubi im Außenamt" gescholten, auch in seiner eigenen Partei bekam Maas Gegenwind für seinen betont harten Kurs gegen Russland. Bislang noch kein Außenminister von Statur.

Andreas Scheuer

Verkehrsminister Andreas Scheuer steht im Kreuzfeuer der Kritik von Umwelt- und Verbraucherverbänden. Zu zahm sei sein Auftreten im Dieselskandal. Aber: Seine Mercedes-Rückrufaktion zeigt, dass Scheuer auch anders kann.

Hubertus Heil

Der Erfolgreiche: Arbeitsminister Hubertus Heil hatte den Auftrag seiner SPD, mit dem Brücken-Teilzeitgesetz ein sozialdemokratisches Herzensprojekt zum Erfolg zu bringen. Auftrag erledigt, das Gesetz hat grünes Licht im Kabinett bekommen. Heil, einer der Sieger der ersten 100 Tage.

Ursula von der Leyen

Die Rastlosen: Kampf um mehr Geld - vor allem damit war Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen bislang beschäftigt. Mit noch mäßigem Erfolg. Punkte machen konnte sie bei der von ihr lange gewünschten Drohnenbeschaffung.

Peter Altmaier

Wirtschaftsminister Peter Altmaier hat sich in den ersten 100 Tagen von alternativen Energien bis zu Zöllen zu fast jedem Thema seines Ressorts geäußert. Gesetze hat er bislang noch nicht auf den Weg gebracht.

Svenja Schulze

Die Unauffälligen: Bei Umweltministerin Svenja Schulze ist die Unauffälligkeit ein Makel. Ihre Vorgängerin Hendricks trat im Diesel-Abgasskandal kerniger als Kämpferin für den Umweltschutz auf.

Gerd Müller

Von Entwicklungsminister Gerd Müller war diese Rolle zu erwarten. Seine große Genugtuung: Die Entwicklungskosten steigen parallel mit den Verteidigungsausgaben. Ein echter Coup.

Anja Karliczek

Die Leisen: Von Anja Karliczek, die ein Zukunftsministerium führt, könnte mehr kommen. Als Neue im Wissenschafts- und Bildungsbereich hat sie noch Anlaufschwierigkeiten.

Helge Braun

Für Kanzleramtschef Helge Braun gehört das Wirken jenseits des Scheinwerferlichts zur Arbeitsplatzbeschreibung.

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