Bildergalerie: Zum 70. Todestag von Mahatma Gandhi

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Zum 70. Todestag von Mahatma Gandhi

Mohandas Karamchand Gandhi als kleiner Junge

Am 2. Oktober 1869 wurde Mohandas Karamchand Gandhi, von seinen Anhängern Mahatma ("Große Seele") genannt, in der Küstenstadt Porbandar im heutigen Bundesstaat Gujarat (Indien) als jüngster von vier Söhnen der reichen Kaufmannsfamilie Karamchand Gandhi und dessen vierter Ehefrau Putali Bai geboren. Als Mitglieder der Sekte der Jai waren Gandhis Eltern dem Grundsatz der "Ahimsa" (Nichtanwendung von Gewalt) verpflichtet. | Bildquelle: picture alliance / CPA Media Co.

Mohandas Karamchand Gandhi als kleiner Junge

Am 2. Oktober 1869 wurde Mohandas Karamchand Gandhi, von seinen Anhängern Mahatma ("Große Seele") genannt, in der Küstenstadt Porbandar im heutigen Bundesstaat Gujarat (Indien) als jüngster von vier Söhnen der reichen Kaufmannsfamilie Karamchand Gandhi und dessen vierter Ehefrau Putali Bai geboren. Als Mitglieder der Sekte der Jai waren Gandhis Eltern dem Grundsatz der "Ahimsa" (Nichtanwendung von Gewalt) verpflichtet.

Mohandas Karamchand Gandhi und einer seiner Brüder

Nach Abschluss der Oberschule und bestandenem Zulassungsexamen für die Universität studierte Gandhi zunächst ab 1887 am Samaldas College in Bhavnagar (Gujarat), entschloss sich dann aber für ein Jura-Studium in London. Hier ist er (links) im Jahr 1883 mit einem seiner Brüder zu sehen.

Mohandas Karamchand Gandhi

1890 bestand Gandhi das juristische Examen und wurde am 10. Juni 1891 als Anwalt (Barrister) an englischen Obergerichten zugelassen. 1891 kehrte er nach Indien zurück und arbeitete bis 1893 als Rechtsanwalt in Bombay und in seiner Heimatstadt Rajkot.

Zeichnung von Mohandas Karamchand Gandhi als Rechtsanwalt in Südafrika

1893 schickte die Familie Gandhi in einer Rechtssache nach Pretoria in Südafrika. Als er 1893 ankam, plante er, nur ein Jahr zu bleiben. Nachdem er rassistische Diskriminierung erfahren hatte, führte er den politischen Widerstand der indischen Gemeinschaft gegen den Rassismus Südafrikas an und kehrte erst 1914 nach Indien zurück. In dieser Zeit wurde Gandhi als erster indischer Anwalt vom Obersten Gerichtshof in Natal als Anwalt zugelassen. 1903 ließ er sich als Rechtsanwalt in Johannesburg nieder

Gandhis Ehefrau Kasturba

1896 fuhr Gandhi nach Indien zurück, um seine Frau - hier im Bild - und seine Kinder nachzuholen.

Mohandas Karamchand Gandhi

Während des Zweiten Burenkriegs (1899-1902) und des Zulu-Aufstandes (1906) bewegte Gandhi über Tausend Inder dazu, die britischen Truppen zu unterstützen - als Sanitäter, denn Hindus dürfen aus Glaubensgründen keine Menschen töten. Er versprach sich von der Unterstützung der britischen Kolonialmacht Anerkennung und eine Verbesserung der Situation seiner Landsleute. Mit dem Indian Relief Act von 1914 wurde die Lage der indischen Bevölkerung in Südafrika schließlich deutlich verbessert.

Inder schließen sich den Protesten an

Zurück in Indien widmete sich Gandhi ab 1914 der indischen Sache in seiner Heimat und übernahm 1920 die Führung des INC. Als politische Druckmittel propagierte er die Nichtanwendung von Gewalt und die "Nichtzusammenarbeit": Alle indischen Angestellten und Unterbeamten sollten nicht mehr für die Kolonialmacht tätig werden, jegliche Kooperation sollte gewaltfrei verweigert werden. Wegen Anstiftung zum Aufruhr wurde Gandhi daraufhin zu sechs Jahren Haft verurteilt - wurde aber aus gesundheitlichen Gründen bereits zwei Jahre später wieder freigelassen.

Mohandas Karamchand Gandhi beim Salzmarsch

1930 rief er erneut eine Kampagne des zivilen Ungehorsams aus: den Salzmarsch (Salt Satyagraha; hier imBild). Über 388 Kilometer - von seinem Ashram bei Ahmedabad bis an die Küste nach Dandi (Gujarat) - folgten ihm Tausende Inder und riefen zu Brechung des britischen Salzmonopols auf.

Mohandas Karamchand Gandhi bei der 2. Konferenz des Runden Tisches in London

Zunächst wurde Gandhi wieder verhaftet, nahm dann aber im September 1931 als einziger Vertreter des INC an der 2. Konferenz des Runden Tisches in London teil, wo die indische Forderung erörtert wurde. Nachdem es zu keiner Einigung beider Parteien kam, wurde Gandhi wieder verhaftet und der "Ungehorsamkeitsfeldzug" brach von Neuem an, was die allmähliche Zermürbung der britischen Kolonialherrschaft einleitete.

Mohandas Karamchand Gandhi

Nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs signalisierte die britische Regierung, die Macht an die Inder abzugeben. Daraufhin verkündete Gandhi das Ende des Widerstands. Am 15. August 1947 wurde Indiens Unabhängigkeit schließlich Wirklichkeit.

Leichnam von Mohandas Karamchand Gandhi

Am 30. Januar 1948 wurde Gandhi auf dem Weg zu einer Gebetsversammlung von einem fanatischen Hindu erschossen.

Einäscherung von Mohandas Karamchand Gandhi

An der Einäscherung Gandhis nahmen Tausende Inder teil.

Der Sonderzug mit der Asche des Ermordeten Gandhi erreicht den Bahnhof von Allahabad

Zahlreiche Menschen umringten beim Eintreffen auf dem Bahnhof von Allahabad den Sonderzug mit der Asche des Ermordeten.

Die Asche Gandhis wird auf dem Ganges verstreut.

Die Asche des Führers der indischen Unabhängigkeitsbewegung wurde schließlich am 20. Februar 1948 in Allahabad auf dem Ganges verstreut. Auch hieran nahmen unzählige Inder teil.

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