Bildergalerie: Kolumbiens blutiger Konflikt

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Kolumbiens blutiger Konflikt

Marcos Calarca, Jairo Martinez und Alberto Martinez (alle COL/FARC Negotiating Committee)

1964 begann der Krieg zwischen dem kolumbianischen Staat und der FARC. Die FARC hatte im Kampf gegen Großgrundbesitzer und die Regierung zu den Waffen gegriffen. Grund für den Konflikt ist soziale Ungleichheit und eine ungerechte Landverteilung. | Bildquelle: imago stock&people

Marcos Calarca, Jairo Martinez und Alberto Martinez (alle COL/FARC Negotiating Committee)

1964 begann der Krieg zwischen dem kolumbianischen Staat und der FARC. Die FARC hatte im Kampf gegen Großgrundbesitzer und die Regierung zu den Waffen gegriffen. Grund für den Konflikt ist soziale Ungleichheit und eine ungerechte Landverteilung.

Mitglieder der FARC

Später kamen paramilitärische Todesschwadronen, Drogenbanden und weitere kriminelle Vereinigungen als Kriegsparteien hinzu.

Manuel Marulanda

Der Rebellenführer Manuel Marulanda hatte die Revolutionären Streitkräfte Kolumbiens, die unter der Bezeichnung FARC bekannt wurden, gegründet.

Belisario Betancur

Im August 1982 beginnen unter Präsident Belisario Betancur die Friedensverhandlungen mit der FARC. 1987 verstößt die FARC gegen einen ohnehin brüchigen Waffenstillstand und tötet im Süden Kolumbiens 25 Soldaten. Im August 1991 verhandeln die FARC und zwei weitere Rebellengruppen in Venezuela mit Regierungsvertretern. Später werden die Gespräche in Mexiko fortgesetzt. Doch im Oktober 1992 enden die Verhandlungen ohne Ergebnis.

Andrés Pastrana

Präsident Andrés Pastrana kündigte 1998 neue Friedensbemühungen mit der FARC an. Im Süden Kolumbiens solle eine entmilitarisierte Zone geschaffen werden, wo Gespräche stattfinden sollen. 2002 entführen Rebellen ein Flugzeug und nehmen einen Senator gefangen, der Mitglied der Friedenskommission ist. Daraufhin bricht Pastrana die Verhandlungen ab und beordert die Sicherheitskräfte zurück in die entmilitarisierte Zone.

Rodrigo Granda

Im Dezember 2004 entführen kolumbianische Agenten in Venezuela Rodrigo Granda, der als Außenminister der FARC gilt, und bringen ihn nach Kolumbien.

Hugo Chávez

Venezuelas Präsident Hugo Chávez bietet sich 2007 als Vermittler zwischen der FARC und Präsident Álvaro Uribe an. Er scheitert nach wenigen Monaten.

Leichnam von Raúl Reyes

2008 tötet die kolumbianische Luftwaffe bei einem Luftangriff auf ein Rebellenlager im benachbarten Ecuador das FARC-Führungsmitglied Raúl Reyes.

Jorge Briceño

FARC-Gründer Marulanda stirbt nach mehr als 40 Jahren Kampf gegen die Regierung eines natürlichen Todes. 2010 wird die Nummer Zwei der FARC, Chefstratege Jorge Briceño (hier im Bild), bei einem Luftangriff getötet. Knapp ein Jahr später töten Militärs den führenden FARC-Kommandeur Guillermo Sáenz.

FARC-Rebellen

Am 26. Februar 2012 kündigt die FARC das Ende ihrer Lösegelderpressungen an und lässt alle gefangenen Armee-Offiziere frei.

Friedensgespräche mit der FARC

Präsident Juan Manuel Santos gibt neue Friedensgespräche mit der FARC bekannt. Sie beginnen zwei Monate später in Oslo und werden in Havanna fortgesetzt. Das Foto zeigt das Farc-Mitglied Jesus Emilio Carvajalino bei der Verlesung einer Presseerklärung im September 2013 in Havanna.

Juan Manuel Santos und Rodrigo Londono schütteln sich die Hände

Fast vier Jahre lang haben Regierung und FARC-Rebellen ein Friedensabkommen ausgehandelt, das am 26. September unterzeichnet wurde. Der kolumbianische Präsident Santos und FARC-Chef Rodrigo Londoño unterzeichnen bei einer feierlichen Zeremonie in der Karibikküstenstadt Cartagena ein umfassendes Friedensabkommen.

FARC-Chef Timoleón Jiménez (rechts), Kolumbiens Präsident Juan Manuel Santos (links) und Kubas Präsident Raul Castro bei der Unterzeichnung des Waffenstillstands am 23. Juni 2016 in Havanna

FARC-Chef Timoleón Jiménez (rechts), Kolumbiens Präsident Juan Manuel Santos (links) und Kubas Präsident Raul Castro bei der Unterzeichnung des Waffenstillstands am 23. Juni 2016 in Havanna. Das Abkommen sollte die Entwaffnung der Rebellen, ihre Umwandlung in eine politische Partei und die Wiedergutmachung für die Opfer regeln. Es stellte eine Amnestie für die Rebellen in Aussicht, allerdings nicht bei Schwerverbrechen wie Massaker, Folter oder Vergewaltigungen. Noch am Samstag hatte sich die FARC zur Entschädigung der Opfer bereit erklärt, davor entschuldigte sie sich wiederholt für das von ihr verursachte Leid.

Enttäuschte Befürworter des Friedensvertrags zwischen der der Regierung und Farc nach der Verkündung des Ergebnisses

In einem Referendum am 2. Oktober 2016 lehnte jedoch die Bevölkerung den Vertrag mit knapper Mehrheit ab. Bei den Befürwortern war die Enttäuschung groß.

Trauerfeier von Opfern der FARC

Insgesamt wurden in dem mehr als ein halbes Jahrhundert währenden Gewaltkonflikt mehr als 260.000 Menschen getötet.

Slum in Kolumbien

Zudem wurden über fünf Millionen Kolumbianer aus ihren Heimatorten vertrieben und flohen in Elendsviertel am Rande der Großstädte. 

Landminen

Nach Afghanistan ist Kolumbien das Land mit den meisten Landminen-Opfern.

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