Bildergalerie: So verliefen die "Deutschland spricht"-Treffen

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"Deutschland spricht": So verliefen die Treffen

Teilnehmer von "Deutschland spricht" (Quelle: Beppo Brehm)

Dieses Treffen fand in... genau: München statt. "Ein sehr offenes Gespräch mit einer sehr open minded Gesprächspartnerin! Wunderbarer Austausch!", ist das Fazit von Beppo Brem. Als Erkenntnis nehme er aus dem Gespräch mit, wie man die Gegenseite noch besser verstehen kann.

Teilnehmer von "Deutschland spricht" (Quelle: Beppo Brehm)

Dieses Treffen fand in... genau: München statt. "Ein sehr offenes Gespräch mit einer sehr open minded Gesprächspartnerin! Wunderbarer Austausch!", ist das Fazit von Beppo Brem. Als Erkenntnis nehme er aus dem Gespräch mit, wie man die Gegenseite noch besser verstehen kann.

Selfie von Teilnehmern von "Deutschland spricht"

In fünf von sieben "Deutschland spricht"-Fragen waren Reiner Ruhl aus Heiligenhaus (links) und sein Gesprächspartner unterschiedlicher Meinung. Trotzdem berichtet der ehemalige Ingenieur von einer "offenen und freundlichen Atmosphäre" und einem "konstruktiven Gespräch über alle Felder der Tagespolitik" - "mit großer Akzeptanz der unterschiedlichen Ansichten". Menschen, die sich an solchen Experimenten beteiligen, brächten "genügend Kritikfähigkeit für eine kontroverse, sachliche Diskussion mit", meint er.

Selfie von Teilnehmern von "Deutschland spricht"

Anna Gruhn (links) sprach mit ihrer Gesprächspartnerin zweieinhalb Stunden lang in einem Hamburger Café. "Natürlich haben unsere Sichtweisen nicht in allem übereingestimmt, aber das Gespräch hat sehr geholfen, die andere Sichtweise zu verstehen und nachvollziehen zu können", schreibt die Unternehmensberaterin.

Demokratie könne ohne Dialog nicht funktionieren. Dieser solle noch mehr gefördert werden. "Oft könnten Probleme sicher einfach und unkompliziert gelöst werden, wenn man einfach miteinander spricht", meint sie. Das gelte nicht nicht nur für die Politik, sondern für alle Lebensbereiche.

Selfie von Teilnehmern von "Deutschland spricht"

Gegensätzliche Positionen in fast allen "Deutschland spricht"-Fragen: Das Fazit des Bankers Hasan Gündogan aus Frankfurt am Main (links) war trotzdem positiv. "Es war sehr interessant, mit einem jüngeren Menschen zu sprechen, der zum Teil ganz andere Ansichten hatte als ich", schreibt der 36-Jährige.

Seine Erkenntnis? "Dass man sich inhaltlich oft viel näher steht, als es zunächst aussieht."

Selfie von Teilnehmern von "Deutschland spricht"

Lisa Rocke aus Hildesheim schreibt, sie habe ein entspanntes Treffen in einem Café gehabt. "Trotz unterschiedlicher Meinung war der Umgang miteinander sehr respektvoll. Es ging nicht darum zu belehren, sondern ums Zuhören." Beide Gesprächpartner sprächen selten mit Menschen, "die so starke politische Meinungsverschiedenheiten haben".

Im Kern seien die Ansichten aber oft gleich gewesen, schreibt die Studentin weiter. Das habe ihr gezeigt, dass man leider viel zu oft zu Vorurteilen neige "und Menschen in Schubladen steckt, die überhaupt nicht stimmen. Ich konnte die Positionen meines Gesprächspartners oft sehr gut nachvollziehen und das hätte ich nicht erwartet.

Für den Input sei sie jedenfalls sehr dankbar. Und, übrigens: "Wir haben viel gelacht."

Selfie von Teilnehmern von "Deutschland spricht"

"Respektvoll und empathisch" sei sein Gesprächspartner gewesen, schreibt der 20-jährige Medizinstudent Nils Ott aus Freiburg. Immerhin waren sich beide in den meisten "Deutschland spricht"-Fragen uneins. Aber sie seien sich auf Augenhöhe begegnet: "Wir beide sind zufrieden aus dem Gespräch herausgegangen und haben neue Impulse für unser Leben und politisches Denken mitnehmen können."

Seine Erkenntnis aus dem Gespräch: Ältere Menschen hätten mehr Erfahrung, seien aber weniger idealistisch und wagemutig, Dinge anzupacken. Dafür seien sie bereit, Abstriche zu machen.

Teilnehmer bei "Deutschland spricht"

Ein Treffen vor malerischer Kulisse: dem Heidelberger Schloss. Der 24-jährige Projektingenieur Thilo von Grebe und seine Gesprächspartnerin tranken Espresso, redeten über Bundeswehr, Bildung und Digitalisierung und liefen durch die Stadt.

Beide seien sich weitgehend einig gewesen, schreibt er: "War jedoch ein schöner Nachmittag mit netten Gesprächen auch über Persönliches."

Selfie von Teilnehmern von "Deutschland spricht"

"Das Gespräch war total angenehm, weil beide offen und bereit waren, zuzuhören, ohne missionieren zu wollen", schreibt Theresia Philipp aus Köln. Zuhören und Offenheit für andere politischen Ansichten seien "unabdingbar für eine demokratische Gesellschaft".

Weiter schreibt die Musikerin: "Ich habe durch das Gespräch gelernt, dass Gespräch und Austausch extrem wichtig und Schwarz-Weiß-Diskussionen nicht gut sind und zur Spaltung führen."

Selfie von Teilnehmern von "Deutschland spricht" (Quelle: Stellmacher)

"Moin tagesschau!", schreibt Lorenz Stellmacher. Sein dreistündiges Gespräch mit Hille Klöckner habe in einem kleinen Café nahe des Lübecker Rathauses stattgefunden: "Wir verstanden uns sofort." Wichtige Themen ihres Gesprächs seien Rechtsextremismus gewesen - und die Frage, wie man die Verkehrsplanung in Großstädten weiterentwickeln könne. Stellmachers Fazit: "Bin mit dem Treffen sehr zufrieden."

Selfie von Teilnehmern von "Deutschland spricht"

"Das Treffen war wirklich toll. Wir haben uns gut verstanden und werden uns auf jeden Fall nochmal treffen", schreibt die Kieler Studentin Claudia Will (links). Schnell hätten ihre Gesprächspartnerin und sie festgestellt, dass sie politisch meist einer Meinung seien - aber nicht zwingend bei möglichen Problemlösungen.

"Für mich habe ich daraus mitgenommen, dass sich pluralistische Meinungen auch unter "Gleichgesinnten" wiederfinden." Das heiße aber auch, "dass ich in einigen Punkten mit einer konservativen/rechtsgerichteten Person gleicher Meinung hätte sein können". In jedem Fall spreche ihre Erfahrung dafür, miteinander statt übereinander zu reden.

Selfie von Teilnehmern von "Deutschland spricht"

"In den Details hatten wir recht unterschiedliche Ansichten (spezifisch Thema Flüchtlinge und Sexismus), aber in den grundlegenden Dingen waren wir überraschenderweise einer Meinung", schreibt die 24-jährige Studentin Janike Bolter aus Berlin: In der Gesellschaft fehle Kommunikation, die Medien polarisierten zu sehr "und es gibt nur noch Schwarz und Weiß".

Eine ihrer Erkenntnisse dementsprechend: selbst weniger in Schwarz-Weiß zu denken. "Nur weil es die AfD anspricht, ist es nicht rechts und sollte diskutiert werden, das nimmt ihnen auch etwas Wind aus den Segeln."

Selfie von Teilnehmern von "Deutschland spricht"

Der 27-jährige Kita-Erzieher Jonas Stabler (links) und der 36-jährige Wissenschaftliche Mitarbeiter Sascha Holzhauer kommen aus dem Raum Kassel. "Es war zweieinhalb Stunden lang, kam einem viel kürzer vor", schreibt Stabler über ihr Treffen. Viele Konfliktpunkte habe es zwar nicht gegeben - "war so aber sehr angenehm und sympathisch. Viel diskutiert und geredet eben ;-)" Und auch Holzhauer schreibt über angeregte Unterhaltungen zu Integration, Mobilität oder Zukunftsaussichten.

Die Erkenntnis der beiden: Die Politik muss aktiver werden.

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