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So funktionierten die "Cum-Ex"-Geschäfte

Grafik: Cum-Ex-Geschäft 1 von 6

Investor A ist Anteilseigner eines Großkonzerns. Er besitzt Aktien im Wert von 15 Millionen Euro.

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Investor A ist Anteilseigner eines Großkonzerns. Er besitzt Aktien im Wert von 15 Millionen Euro.

Grafik: Cum-Ex-Geschäft 2 von 6

Kurz vor dem Dividendenstichtag kommt Investor C ins Spiel und kauft seinerseits Aktien des Großkonzerns für 15 Millionen Euro. Verwirrenderweise übernimmt er aber nicht die Papiere von Investor A - sondern erwirbt sie von Investor B,obwohl der die Aktien gar nicht besitzt. Leerverkauf nennt man diese Art von Geschäft.

Grafik: Cum-Ex-Geschäft 3 von 6

Es ist soweit: Die Dividende - 500.000 Euro - fließt. Tatsächlich erhält Investor A allerdings nur 375.000 Euro. Denn 25 Prozent, also 125.000 Euro, behält der Konzern als Kapitalertragssteuer für den Staat ein. Investor A bekommt eine entsprechende Bescheinigung, mit der er sich die Steuer unter bestimmten Umständen zurückerstatten lassen kann.

Grafik: Cum-Ex-Geschäft 4 von 6

Die Dividende ist gezahlt, nun verkauft Investor A seine Aktien an Investor B (der das nötige Geld aus dem Leerverkaufsgeschäft mit Investor C hat). Statt 15 Millionen fließen allerdings nur 14,5 Millionen Euro von B zu A, schließlich sind die Aktien nach der Dividendenausschüttung (ex Dividende) nun 500.000 Euro weniger wert.

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Nun leitet Investor B die Aktien, die er von Investor A gekauft hat, an Investor C weiter - und erfüllt damit seine Verpflichtung aus dem Leergeschäft (denn man erinnere sich: Investor C hatte Investor B ja bereits 15 Millionen Euro überwiesen). Allerdings: Investor C hatte zwar 15 Millionen Euro überwiesen, erhält (ex Dividende) aber nur Aktien im Wert von 14,5 Millionen Euro. Investor B überweist ihm darum zusätzlich die Netto-Dividende von 375.000 Euro. Und was ist mit den fehlenden 125.000 Euro? Dafür lässt sich Investor C von seiner Depotbank eine Steuerbescheinigung ausstellen.

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Investor C leitet die Aktien für 14,5 Millionen an ihren ursprünglichen Besitzer zurück, also Investor A. Scheinbar ist damit alles wieder beim Alten, mit dem Unterschied, dass der Großkonzern zwischenzeitlich die fällige Dividende an Investor A ausgeschüttet hat. Tatsächlich aber ist viel Gravierenderes passiert: Der Staat hat nur einmal Steuern kassiert - dafür haben aber nun zwei Investoren einen Anspruch auf Rückerstattung, nämlich neben A auch C. Den Erlös aus der zusätzlichen Rückerstattung teilen die drei Investoren unter sich auf.

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