Bildergalerie: Fidel Castro - Rechtsanwalt, Guerillo, Symbolfigur

Bilder

1/24

Fidel Castro - Rechtsanwalt, Rebell, Symbolfigur

Fidel Castro

Fidel Castro - hier als Schüler des von Jesuiten geleiteten Colegio Dolores in Santiago de Cuba (2. von rechts) - wurde am 13. August 1926 geboren. Sein Vater war als armer Einwanderer aus Spanien nach Kuba gekommen und erwarb als Zuckerplantagenbesitzer ein beachtliches Vermögen.

Fidel Castro

Fidel Castro - hier als Schüler des von Jesuiten geleiteten Colegio Dolores in Santiago de Cuba (2. von rechts) - wurde am 13. August 1926 geboren. Sein Vater war als armer Einwanderer aus Spanien nach Kuba gekommen und erwarb als Zuckerplantagenbesitzer ein beachtliches Vermögen.

Fidel Castro

Im Elternhaus in Biran, das heute ein Museum ist, hängt dieses Foto von Fidel Castro (links) mit seinen Brüdern Raul (Mitte) und Ramon aus dem Jahr 1941. Fidel Castro ging nach dem Schulabschluss 1945 nach Havanna und schloss sein Jurastudium 1950 mit einer Dissertation ab.

Fidel Castro

Seine Berufslaufbahn begann er als Rechtsanwalt in Havanna. 1952 kandidierte er erfolglos für einen Sitz im Parlament. Im gleichen Jahr kam durch einen Staatsstreich General Batista an die Macht. Castro war von Beginn an ein erbitterter Gegner.

Moncada-Kaserne

1953 versuchte er einen Aufstand gegen General Batista auszulösen. Doch der Angriff auf eine Kaserne scheiterte. Castro wurde zu 15 Jahren Haft verurteilt und ging nach seiner Begnadigung im Jahr 1955 ins mexikanische Exil.

Castro 1958 und Guerilleros

1957 kehrte Castro nach Kuba zurück und ging in der Untergrund. Das Foto ist vom amerikanischen Kameramann Wendell Hoffman, der die Guerilleros zusammen mit dem Zeitungsreporter Robert Taner in der Sierra Mastra aufspürte. Demonstrativ stellten sich die Rebellen vor die Kamera und gegen die Gerüchte, das Batista-Regime hätte die Rebellen bereits umgebracht. Links im Bild: Raul Castro

Castro 1958 und Guerilleros

Fidel Castro (Mitte) im Jahr 1958 mit seinem Bruder Raul Castro, Juan Almeida, Ramiro Valdes und Ciro Redondo (von links) in ihrem Guerilla-Stützpunkt in den Bergen. Am 1. Januar 1959 gab Diktator Batista überraschend auf, als die Guerilla-Bewegung immer mehr Unterstützung aus der Bevölkerung erhielt.

Guerilla-Truppen in Havanna

Während Havanna am 1. Januar von Tausenden Kämpfern unter dem Oberbefehl von Eloy Gutiérrez Menoyo erstürmt wurde, stand Castro an der Spitze der Revolutionäre, die zeitgleich Santiago im Osten der Insel einnahmen. Danach fuhr auch Castros Guerilla-Truppen nach Havanna.

Rede bei der Amtseinführung 1959

1959 wurde Fidel Castro kubanischer Präsident. Berühmt machten ihn seine langen, temperamentvollen Reden.

Fidel Castro und Che Guevara im Jahr 1960

Zusammen mit Ernesto "Che" Guevara kämpfte Castro für ein neues Kuba. Teilweise mit "Che" als Industrieminister. 1965 zerbrach das Bündnis und Guevara ging als Guerilla-Führer nach Bolivien.

Besuch bei Chruschtschow

Währenddessen näherte sich Castro an die Sowjetunion an. Hier besucht er den russischen Regierungschef Nikita Chruschtschow (rechts mit Hut) auf seiner Datscha. Links im Bild Leonid Breschnew.

Fidel Castro

Trotz enormer wirtschaftlicher Probleme gaben Castro und seine Regierung dem Bildungssektor und dem Gesundheitswesen Priorität: Waren 1953 etwa ein Viertel der Kubaner Analphabeten, sank diese Zahl bis zur Jahrtausendwende auf drei Prozent. Die Kindersterblichkeit in Kuba ist mit der in reichen Industrieländern zu vergleichen.

Fidel Castro

Im Februar 1976 wurde in einem Referendum mit 97,7 % Ja-Stimmen eine neue Verfassung gebilligt, die Kuba als sozialistischen Staat definierte, die Führungsrolle der kommunistischen Partei formell verankerte und eine stufenförmige Regierungsform festlegte, die per Wahlen legitimiert werden sollte. Bis dahin basierte der Willensbildungsprozess in Kuba auf basisdemokratischer Beteiligung der Bevölkerung in den diversen Massenorganisationen.

Castro und Carter

Ab 1977, während der Regierungszeit von US-Präsident Carter, kam es zu einer Entspannung zwischen den USA und Kuba. Die Insel wurde für amerikanische Touristen geöffnet. 1979 durften 3000 politischen Gefangene in die USA ausreisen. Mit der Wahl Ronald Reagans im November 1980 verhärteten sich die Fronten wieder.

Flucht von Kubanern in die peruanische Botschaft

In den 1980er-Jahren wuchs die Unzufriedenheit in Kuba über die desolate ökonomische Lage. Anfang April 1980 kam es zu einer Massenflucht in die peruanische Botschaft in Havanna. Insgesamt flüchteten in diesem Jahr 120.000 Kubaner in die USA.

Nach der Jahrtausendwende sorgte der Gesundheitszustand Castros für immer größere Spekulationen über das Ende seiner Präsidentschaft. Castros Sturz bei einem öffentlichen Auftritt in der Stadt Santa Clara am 21. Oktober 2004 wurde live im Fernsehen übertragen. Nach dem Sturz musste sich der kubanische Staatschef einer mehr als dreistündigen Operation an Knie und Oberarm unterziehen.

Chavez, Morales, Castro

Politisch punktete Castro mit Bündnissen und Handelsverträgen, die er mit den linksgerichteten Staaten Bolivien und Venezuela einging. Hier trifft er sich mit dem bolivianischen Staatschef Evo Morales dem venezolanischen Präsident Hugo Chavez im April 2006 in Havanna.

Fidel Castro

Am 1. August 2006 muss Castro wegen gesundheitlicher Probleme die Macht "vorübergehend" an seinen Bruder Raul abgeben. Als Grund wird ein schwieriger chirurgischer Eingriff genannt, dem sich der fast 80-jährige Präsident unterziehen musste.

Mitteilung Castros Rücktritt

Am 19. Februar 2008 erfuhren es die Kubaner aus der Zeitung: Fidel Castro gab unter der Überschrift "Mitteilung des Comandante en Jefe" bekannt, dass er seine Ämter endgültig an seinen Bruder Raul übergibt.

Fidel und Raul Castro

Erst im Juni 2008 strahlte das kubanische Fernsehen nach Monaten wieder Bilder von Fidel Castro aus. Sie zeigen ihn im Gespräch mit seinem Bruder Raul und dem venezolanischen Präsidenten Hugo Chávez.

Fidel Castro und sein Bruder Raul am 19. April 2011 bei einer Parteiveranstaltung

Am 19. April 2011 ist das Ende der Ära als Parteichef amtlich. Der Parteitag der KP wählte Raul Castro zu Castros Nachfolger. Spätestens an diesem Tag wurde deutlich: Fidel Castro hat die Uniform gegen den Trainingsanzug getauscht.

Fidel Castro und Venezueals Staatschef Chavez mit einer Zeitung in der Hand - aufgenommen am 28. Juni 2011

Wenn es darum ging, der Welt zu beweisen, wie gut der Gesundheitszustand Fidel Castros ist, spielte immer wieder Hugo Chavez eine Rolle. Diese Aufnahme wurde am 29. Juni 2011 von "Granma" veröffentlicht. Chavez ließ sich mehrfach in Kuba gegen seine Krebserkrankung behandeln. Im März 2013 starb er.

Fidel Castro

In den letzten Jahren trat Castro häufiger in der Öffentlichkeit auf. Im Mai 2015 besuchte der französische Präsident Hollande Kuba und stattete Fidel Castro einen Besuch ab.

Papst Franziskus und Fidel Castro

Während seines Kuba-Besuchs traf auch Papst Franziskus Fidel Castro. Am 19. September 2015 besuchte er ihn in dessen Haus.

Castro auf dem Kongress der Kommunistischen Partei Kubas

Am 19. April 2016 hielt Castro auf dem Kongress der Kommunistischen Partei Kubas eine emotionale, wehmütige Rede, die nach Abschied klang: "Ich konnte mir nie vorstellen, so alt zu werden, und habe mich nie darum bemüht. Es war eine Laune des Zufalls. Für uns alle wird die Stunde kommen, aber was bleibt, sind die Ideen der kubanischen Kommunisten. Sie beweisen, dass es möglich ist, die materiellen und kulturellen Güter zu produzieren, die die Menschen brauchen."

Darstellung: