Bildergalerie: Anlässlich des Weltfrauentags hat Bundesrpräsident Gauck 24 Frauen mit dem Bundesverdienstkreuz ausgezeichnet.

Bilder

1/11

Ordensverleihung zum Weltfrauentag

Bundespräsident Gauck zeichnet 24 Frauen für ihre Verdienste aus

24 Frauen - stellvertretend für weit mehr engagierte Frauen in der Bundesrepublik: Bundespräsident Joachim Gauck hat den internationalen Frauentag am 8. März zum Anlass genommen 24 Bürgerinnen mit dem Verdienstorden auszuzeichnen. Gauck pochte im Schloss Bellevue auf Gleichberechtigung von Frauen im Arbeitsalltag. Denn sowohl im Beruf als auch im Ehrenamt seien in Deutschland noch immer mehr Männer in Leitungspositionen zu finden. | Bildquelle: dpa

Bundespräsident Gauck zeichnet 24 Frauen für ihre Verdienste aus

24 Frauen - stellvertretend für weit mehr engagierte Frauen in der Bundesrepublik: Bundespräsident Joachim Gauck hat den internationalen Frauentag am 8. März zum Anlass genommen 24 Bürgerinnen mit dem Verdienstorden auszuzeichnen. Gauck pochte im Schloss Bellevue auf Gleichberechtigung von Frauen im Arbeitsalltag. Denn sowohl im Beruf als auch im Ehrenamt seien in Deutschland noch immer mehr Männer in Leitungspositionen zu finden.

Natalia Wörner

Natalia Wörner Die Schauspielerin wurde 2004 in Thailand Zeugin der Flutkatastrophe. Sie gründete danach gemeinsam mit Partnern den Verein Tsunami Direkthilfe. Dieser finanzierte bis 2013 Hilfsprojekte vor Ort, um die Menschen wieder in die Lage zu versetzen, eigenständig ihren Lebensunterhalt zu verdienen. Wörner, die Botschafterin der Kindernothilfe ist, sagte nach der Verleihung: "Ich freue mich total und bin natürlich auch gerührt darüber." Kinder seien in Krisensituationen am verletzlichsten, sagte sie zu ihrem Engagement.

Gisela Lanza

Gisela Lanza Die Professorin für Produktionssysteme und Qualitätsmanagement am Karlsruher Institut für Technologie und Leiterin des Instituts für Produktionstechnik engagiert sich für die Nachwuchsförderung. Die vielfach ausgezeichnete Wissenschaftlerin schafft es so, exzellente junge Forscher aus aller Welt für ihren Lehrstuhl zu interessieren.

Annemarie Pohl

Annemarie Pohl Die Sozialarbeiterin engagiert sich seit mehr als einem Jahrzehnt in der ambulanten Hospizarbeit des Ruppiner Hospiz e. V. Bereits vor ihrem Eintritt in den Ruhestand war sie im Sozialdienst der Ruppiner Kliniken tätig. Seit 2002 begleitet sie ehrenamtlich schwerstkranke und sterbende Menschen im Rahmen des Ambulanten Hospizdienstes (AHD) zu Hause. Den Angehörigen steht sie mit Rat und Anteilnahme zur Seite. Bei der Verleihung der Verdienstmedaille war sie zu Tränen gerührt.

Libuse Cerna

Libuše Černá Die in Prag geborene Journalistin engagiert sich seit Jahrzehnten für Integration und Völkerverständigung. Sie ist 1. Vorsitzende im Bremer Rat für Integration. Die Journalistin setzt sich seit 2009 für gegenseitigen Respekt, Toleranz, Integration und Verständigung zwischen Menschen unterschiedlicher Herkunft und Völker ein. Zudem engagiert sie sich für den kulturellen Austausch Deutschlands mit der Tschechischen Republik: Als Geschäftsführerin der Agentur für Künstleraustausch vermittelt Černá Kontakte zwischen Künstlern aus beiden Ländern. Radio Bremen erzählte sie, das sie zuerst über eine Ablehnung der Auszeichnung nachgedacht habe. "Ich denke, ich bin nicht so sehr mit der deutschen Politik zufrieden. Ich habe sehr viel Kritik in meiner alltäglichen Arbeit an dem, wie das Thema Integration in Deutschland und in Europa behandelt wird", sagte sie zu ihren Beweggründen. Am Ende entschied sie sich dafür: "Ich nehme das Bundesverdienstkreuz nicht persönlich für mich an, sondern für das Thema und für die Leute an, die mit mir zusammenarbeiten, und stellvertretend für alle Menschen, die sich ehrenamtlich für Flüchtlinge engagieren."

Karin Augustin

Karin Augustin Die Mainzerin hat sich in besonderem Maße um den Sport verdient gemacht. Schon während ihres Studiums engagierte sie sich ehrenamtlich als Trainerin einer Handball-Jugendmannschaft und als Betreuerin von Jugendfreizeiten. Von 2006 bis 2008 war sie Vizepräsidentin des Landessportbundes Rheinland-Pfalz, bevor sie anschließend zu dessen Präsidentin gewählt wurde - die erste Frau an der Spitze in der damals knapp 60-jährigen Geschichte des Landessportbundes. 2014 wurde sie erneut in diesem Amt bestätigt.

Juliane von Krause

Juliane von Krause Die Geschäftsführerin von "STOP dem Frauenhandel" setzt sich seit Jahrzehnten für die Belange und Rechte von Frauen und Mädchen ein. "STOP dem Frauenhandel" ist Träger der Beratungsstelle für Opfer von Frauenhandel "JADWIGA", die Opfern von Menschenhandel, Zwangsverheiratung und Genitalverstümmelung Betreuung und Unterstützung anbietet. Auf Betreiben von Krause gibt es in München eine Schutzwohnung, in der die betroffenen Mädchen und Frauen Zuflucht finden und beraten werden. 2014 erhielt sie den Katharina-von-Bora-Preis, der an Frauen für ihr herausragendes Engagement in einem gemeinnützigen Projekt verliehen wird. Die Auszeichnung sei eine große Ehre und lenke den Fokus auf die Arbeit für Frauenrechte, sagte Krause der Deutschen Presse-Agentur kurz vor ihrer Abreise nach Berlin. "Das sind Themen, die unangenehm und tabuisiert sind, mit Schmerz und Scham besetzt."  Aufklärung und Bildung könnten relativ schnell Veränderungen bewirken, gerade beim Thema Genitalverstümmelung.

Donata Freifrau Schenck zu Schweinsberg

Donata Freifrau Schenck zu Schweinsberg Die Vizepräsidentin des Deutschen Roten Kreuzes engagiert sich seit 1979 ehrenamtlich in der Organisation. Ab dem Jahre 1991 bekleidete sie das Amt der Stellvertretenden Vorsitzenden des Kreisverbandes, im Jahr 2000 wurde sie zur Ersten Vorsitzenden gewählt. Donata von Schencks Hauptaugenmerk gilt der Altenpflege und der Schaffung von lebensbejahenden Rahmenbedingungen für Kinder und Jugendliche aus sozial schwachen Familien. In ihrer Heimatstadt Wuppertal rief sie einen Mittagstisch für Schüler ins Leben, der warme Mahlzeiten und einen geregelten Tagesrhythmus garantieren soll. "Es war nicht einfach, das durchzusetzen, aber Schulen können nicht allein abfangen, was Eltern versäumen." 2006 wurde sie ins Präsidium des DRK gewählt.

Shary Reeves

Shary Reeves Die Schauspielerin und Moderatorin engagiert sich bei der Deutschen Krebshilfe und ist als Botschafterin der Stiftung "Deutsche KinderKrebshilfe" im Einsatz. Bei Spenden-Marathon-Läufen geht die ehemalige Fußballspielerin auch selbst an den Start. Seit 2014 ist Shary Reeves Ehren-Botschafterin der Aktion "Bewegung gegen Krebs", die der Deutsche Olympische Sportbund (DOSB), die Deutsche Krebshilfe und die Deutsche Sporthochschule Köln erstmals gemeinsam starteten.

Sabrina Sadowska

Sabrina Sadowska Die Tänzerin ist gebürtige Schweizerin. Seit der Spielzeit 2013/2014 ist sie als Ballettbetriebsdirektorin und 1. Ballettmeisterin in Chemnitz tätig. Ein besonderes Anliegen ist ihr der berufliche Wiedereinstieg von Tänzerinnen und Tänzern nach ihrer Tanzkarriere. Ausgebildet wurde sie als Tänzerin und Ballettpädagogin in ihrer Heimatstadt Basel. "Ich war sprachlos und zu Tränen gerührt", sagte sie über den Moment, als sie von der Auszeichnung erfuhr.

Barbara Lambrecht-Schadeberg

Barbara Lambrecht-Schadeberg Die Kunstmäzenin und Mitgesellschafterin der Krombacher Brauerei wird dafür ausgezeichnet, dass durch ihr bürgerschaftliches und finanzielles Engagement die großen kulturellen Institutionen des Siegerlandes und Südwestfalens erhalten werden können. Seit 1989 unterstützt Barbara Lambrecht-Schadeberg evangelische Schulen. 1994 überführt sie dieses Engagement in eine Stiftung. Außerdem fördert sie Projekte zum altersgerechten Wohnen.

Darstellung: