Bildergalerie: Bundestagspräsidenten von 1949 bis 2017

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Bundestagspräsidenten von 1949 bis 2017

Erich Köhler

Erich Köhler war der erste Bundestagspräsident der Bundesrepublik Deutschland. Am 7. September 1949 wählte das Parlament den CDU-Abgeordneten mit großer Mehrheit zum Präsidenten des Bundestags. Während seiner Amtszeit wurde jedoch wiederholt sein Rücktritt gefordert. Im Juli 1950 rückte auch seine Fraktion von ihm ab. Am 16. Oktober erklärte Köhler offiziell seinen Rücktritt. | Bildquelle: picture-alliance / dpa

Erich Köhler

Erich Köhler war der erste Bundestagspräsident der Bundesrepublik Deutschland. Am 7. September 1949 wählte das Parlament den CDU-Abgeordneten mit großer Mehrheit zum Präsidenten des Bundestags. Während seiner Amtszeit wurde jedoch wiederholt sein Rücktritt gefordert. Im Juli 1950 rückte auch seine Fraktion von ihm ab. Am 16. Oktober erklärte Köhler offiziell seinen Rücktritt.

Hermann Ehlers

Nach Erich Köhlers Rücktritt wählte der Bundestag Hermann Ehlers zum Präsidenten des Deutschen Bundestages. Am 29. Oktober 1954 starb der CDU-Politiker völlig überraschend im Alter von 50 Jahren.

Eugen Gerstenmaier

Auf Wunsch von Bundeskanzler Konrad Adenauer wurde CDU-Politiker Eugen Gerstenmaier nach dem plötzlichen Tod von Hermann Ehlers dessen Nachfolger als Bundestagspräsident. Dabei musste sich Gerstenmaier gegen einen Gegenkandidaten aus der eigenen Fraktion durchsetzen - ein im Bundestag einmaliger Vorgang. Erst im dritten Wahlgang gewann Gerstenmaier die Abstimmung. Er blieb bis 1969 im Amt.

Kai-Uwe von Hassel

Nach dem Rücktritt von Gerstenmaier wurde Kai-Uwe von Hassel am 5. Februar 1969 zum Präsidenten des Deutschen Bundestages gewählt. Der CDU-Abgeordnete behielt das Amt bis 1972 inne.

Annemarie Renger

Nach der Bundestagswahl 1972 stellte die SPD erstmals die stärkste Fraktion und hatte damit das Vorschlagsrecht für das Amt des Bundestagspräsidenten. So wurde die SPD-Abgeordnete Annemarie Renger als erste Frau auf den Posten des Präsidenten des Deutschen Bundestages gewählt. Sie blieb bis 1976 im Amt.

Karl Carstens

Der CDU-Politiker Karl Carstens war von 1976 bis 1979 Bundestagspräsident. 1979 wählte ihn die Bundesversammlung zum Bundespräsidenten - er löste Walter Scheel ab. Carstens ist damit der bislang einzige deutsche Politiker, der vom "zweiten zum ersten Mann im Staate" aufstieg.

Richard Stücklen

Nach der Wahl von Karl Carstens zum Bundespräsidenten wurde Richard Stücklen im Mai 1979 dessen Nachfolger als Bundestagspräsident. Der CSU-Mann bekleidete bis 1983 dieses Amt.

Rainer Barzel

Auf Richard Stücklen folgte Rainer Barzel von der CDU. Hier ist er bei seiner Antrittsrede zu sehen. Im Zusammenhang mit der Flick-Affäre trat er jedoch bereits am 25. Oktober 1984 vom Amt des Bundestagspräsidenten zurück.

Philipp Jenninger

Im November 1984 wurde CDU-Politiker Philipp Jenninger mit großer Mehrheit zum neuen Bundestagspräsidenten gewählt. Jenninger genoss hohes Ansehen und wurde 1987 mit großer Mehrheit wieder ins Amt gewählt. Doch seine missglückte Gedenkrede, die er am 10. November 1988 zum 50. Jahrestag der Judenpogrome von 1938 ("Reichskristallnacht") im Bundestag hielt, löste einen Eklat aus und führte einen Tag später zu seinem Rücktritt. Hier ist er neben der sichtlich erschütterten Schauspielerin Ida Ehre zu sehen, die bei der Gedenkveranstaltung anwesend war.

Rita Süssmuth

Am 25. November 1988 wählte der Bundestag mit großer Mehrheit die bisherige Familienministerin Rita Süssmuth von der CDU zur Nachfolgerin des zurückgetretenen Philipp Jenninger. Süssmuth hatte das Amt bis 1998 inne.

Wolfgang Thierse

SPD-Politiker Wolfgang Thierse übernahm das Amt von 1998 bis 2005. Hier ist er während seiner Eröffnungsrede im Berliner Reichstag zu sehen. Mit der offiziellen Rede wurde am 19. April 1999 das historische Bauwerk in Berlin an den Deutschen Bundestag übergeben.

Norbert Lammert

Norbert Lammert übernahm 2005 das Amt von Wolfgang Thierse. Zwölf Jahre - bis 2017 - blieb der CDU-Politiker auf diesem Posten. Nun scheidet er aus dem Bundestag aus. Seine Abschiedsrede wurde zu einem Plädoyer für die Demokratie. Lammert würdigte die Rolle des Parlaments, mahnte die Abgeordneten aber auch zu mehr Ehrgeiz bei den Debatten und bei der Kontrolle der Regierung.

Bei der konstituierenden Sitzung des Bundestags am 24. Oktober 2017 wurde Wolfgang Schäuble zum Bundestagspräsident gewählt.

Bei der konstituierenden Sitzung des Bundestags am 24. Oktober 2017 wurde Wolfgang Schäuble zum Bundestagspräsident gewählt. Er erhielt 501 Stimmen, gegen ihn votierten 173 Abgeordnete, 30 enthielten sich. Eine Stimme war ungültig. "Im Parlament schlägt das Herz unserer Demokratie", sagte Schäuble in seiner ersten Rede als Bundestagspräsident.

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