Bildergalerie: 60 Jahre Deutsche Bundesbank

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60 Jahre Deutsche Bundesbank

Hauptverwaltung der Deutschen Bundesbank

In der Zentrale der Bundesbank in Frankfurt am Main wird gefeiert. Vor 60 Jahren wurde das Institut gegründet. Schon ab 1948 gibt es eine Zentralbank in Deutschland, die "Bank Deutscher Länder". Oberste Aufgabe: Die Einführung der D-Mark. | Bildquelle: imago stock&people

Hauptverwaltung der Deutschen Bundesbank

In der Zentrale der Bundesbank in Frankfurt am Main wird gefeiert. Vor 60 Jahren wurde das Institut gegründet. Schon ab 1948 gibt es eine Zentralbank in Deutschland, die "Bank Deutscher Länder". Oberste Aufgabe: Die Einführung der D-Mark.

Menschen holen sich Geld ab

Die D-Mark ist Geheimsache. Noten und Münzen im Wert von fast sechs Milliarden Mark werden in den USA gedruckt und geprägt. Unter strengster Geheimhaltung wird das Geld nach Deutschland verschifft und durch die "Bank Deutscher Länder" verteilt. Am 20. Juni 1948 gibt es das erste neue Geld für die Bürger.

Ludwig Erhard und Konrad Adenauer

Das Ende der "Bank Deutscher Länder" beginnt 1956, als Bundeskanzler Konrad Adenauer verhindern will, dass die Bank den Leitzins erhöht. Wirtschaftsminister Ludwig Erhard unterstützt ihn. Da das Grundgesetz ohnehin eine Bundesbank vorsieht, wird diese gegründet. Offiziell nimmt sie am 1. August 1957 ihre Arbeit auf.

Blick in ein Kaufhaus in Frankfurt am 03.12.1963

Eine wichtige Aufgabe der Bundesbank war und ist für stabile Preise zu sorgen. Das gelingt ihr insbesondere in ihrer Anfangszeit und gilt als einer der Gründe für das deutsche Wirtschaftswunder. So wie hier in einem Frankfurter Kaufhaus können sich die Menschen in der Nachkriegszeit wieder etwas leisten.

Goldbarren

Um stabile Preise zu garantieren, hortet die Bundesbank bis heute große Mengen Gold. 3378 Tonnen sind es Ende 2016, im Wert von 119 Millarden Euro. Anfang der 1970er-Jahre entkoppeln die USA den Dollarkurs vom Gold, was zu extremen Währungsschwankungen führt.

ECU-Münzen

Um die Schwankungen in den Griff zu bekommen, gründen sechs europäische Staaten 1979 die "European Currency Unit", ECU. Zentralbanken wie die Bundesbank überwachen die Stabilität der ECU, die 1998 durch den Euro abgelöst wird. Die ECU ist eine reine Buchwährung, bezahlen können Verbraucher damit nicht.

Jubelnde Menschen sitzen mit Wunderkerzen auf der Berliner Mauer am 11.11.1989

Am 9. November 1989 fällt die Mauer. Die Wiedervereinigung stellt die Bundesbank vor große Fragen. Werden Ost- und D-Mark vereint? Zu welchem Wechselkurs? Wie kommt die D-Mark in die neuen Bundesländer?

Demonstration für einen Umtauschkurs von 1:1 bei der bevorstehenden Währungs- und Sozialunion

Viele Menschen in den neuen Bundesländern fordern, Ostmark 1:1 in Westmark umzutauschen - ein großes Risiko für die Preisstabilität. Die Lösung: Bis zu 4000 Ostmark werden 1:1 umgewandelt. Bei Rentnern sind es sogar 6000 Ostmark. Alles, was darüber liegt, wird im Verhältnis 2:1 getauscht.

Nach langem Schlangestehen vor einer Leipziger Bank freut sich dieser junge Mann über seine D-Mark-Banknoten

Am 1. Juli 1990 wird die D-Mark Währung in ganz Deutschland. Die Bundesbank richtet extra 15 Filialen in den neuen Bundesländern ein. Diese verteilen das Geld an die Banken und Sparkassen. In einigen Filialen gibt es so wenige Mitarbeiter, dass Manager beim Austeilen der Währung helfen müssen.

Hans-Dietrich Genscher (l) und Theo Waigel (r) unterzeichnen am 7. Februar 1992 den Vertrag zur Wirtschafts- und Währungsunion der Europäischen Gemeinschaft in Maastricht (Niederlande).

Außenminister Hans-Dietrich Genscher und Finanzminister Theo Waigel unterzeichnen 1992 den Vertrag von Maastricht. Dieser schafft unter anderem die rechtlichen Grundlagen für den Euro. Um die Einführung zu koordinieren, wird zwei Jahre später das Europäische Währungsinstitut, EWI, gegründet. Dem gehört auch die Bundesbank an. Die Europäische Zentralbank löst das EWI 1998 ab.

Ein Euro-Starter-Päckchen

Die Einführung des Euro am 1. Januar 2002 stellt die Bundesbank einmal mehr vor gewaltige Aufgaben. Mehr als 72 Milliarden Euro müssen an die Banken in Deutschland verteilt werden, damit diese die neue Währung an ihre Kunden ausgeben können. Für 20 Mark gibt es 10,23 Euro. In ganz Europa werden 646 Milliarden Euro gegen D-Mark, Francs, Schilling oder andere Währungen getauscht.

Die Europäische Zentralbank (EZB)

Durch die Währungsunion musste die Bundesbank einige Kompetenzen an die Europäische Zentralbank abgeben. Diese sitzt ebenfalls in Frankfurt am Main und gibt seit 1999 den Leitzins in den Euroländern vor. Derzeit liegt er bei null Prozent.

Jens Weidmann

Präsident Jens Weidmann und die Bundesbank haben aber auch weiterhin wichtige Aufgaben. Das Preisniveau in Deutschland soll stabil bleiben. Außerdem beobachtet die Bank die Finanzmärkte, um notfalls einzugreifen und überprüft die Solvenz der Banken in Deutschland.

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