Bildergalerie: G8-Gipfel: Bilanz der einzelnen Staatschefs

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Bilanz der G8-Staatschefs

Angela Merkel mit den G8-Staatschefs Stephen Harper, Tony Blair, Nicolas Sarkozy, Wladimir Putin, Shinzo Abe, Romano Prodi und Tony Blair (v.l.n.r.). Die Gipfelchefin hatte die sieben Männer gut im Griff. Mit Hilfe ihrer EU-Partner schaffte sie es, die USA beim Thema Klima zumindest teilweise ins Boot zu holen. Die Kanzlerin selbst sieht den Gipfel als Erfolg, weil weitreichende Beschlüsse gefasst worden seien.

Angela Merkel mit den G8-Staatschefs Stephen Harper, Tony Blair, Nicolas Sarkozy, Wladimir Putin, Shinzo Abe, Romano Prodi und Tony Blair (v.l.n.r.). Die Gipfelchefin hatte die sieben Männer gut im Griff. Mit Hilfe ihrer EU-Partner schaffte sie es, die USA beim Thema Klima zumindest teilweise ins Boot zu holen. Die Kanzlerin selbst sieht den Gipfel als Erfolg, weil weitreichende Beschlüsse gefasst worden seien.

Zunächst schloss George W. Bush Merkels Wunsch nach konkreten Klimazielen in der Gipfelerklärung aus - und dann bewegte er sich doch. Am Ende unterzeichnete auch der US-Präsident den Klimakompromiss - der ihm allerdings viel Interpretationsspielraum lässt.

Wladimir Putin überraschte nach wochenlangem Streit um den US-Raketenschild mit seinem Vorschlag, ein gemeinsames Abwehrsystem zu errichten. Damit war kurzfristig für gute Stimmung zwischen Putin, Bush und Merkel gesorgt. Langfristig wird der Kremlchef die Kritik an russischen Demokratiedefiziten damit aber wohl nicht zum Schweigen bringen.

Seinen ersten großen Auftritt auf der internationalen Bühne nutzte der französische Präsident, um sich als durchsetzungsstarker Macher zu präsentieren. Er persönlich habe dafür gesorgt, dass das Wort "ernsthaft" in die Abschlusserklärung zum Klima aufgenommen wurde, verkündete Sarkozy.

Bye Bye Tony Blair: Wehmut wollte der scheidende britische Regierungschef bei seinem letzten G8-Gipfel nicht aufkommen lassen. Strahlend pries er den Klimakompromiss und das Hilfspaket für Afrika als gelungene Umsetzung dessen, was er als Gipfelpräsident vor zwei Jahren in Gleneagles angeschoben hatte. Zusammen mit Sarkozy war er eine starke Stütze für die Kanzlerin in den Klimaverhandlungen.

Italiens Ministerpräsident Romano Prodi schlug sich bei den Klimaverhandlungen auf Merkels Seite und begrüßte das Einlenken von Bush. "Der amerikanische Präsident hat verstanden, dass es keine andere Wahl gibt", sagte er.

Kanadas Premier Stephen Harper versuchte, sich bei seiner Gipfel-Premiere nicht in den Vordergrund zu spielen. Das liege ihm nicht so sehr, sagte er. Er unterstützte Merkel bei ihren Klimaforderungen. Die Zusage zum Hilfspaket für Afrika fiel ihm Hilfsorganisationen zufolge hingegen schwer.

Der japanische Ministerpräsident Shinzo Abe blieb ebenfalls eher im Hintergrund. Verbindlich versuchte er im Klimastreit zu vermitteln. Ob Abe im kommenden Sommer der Gastgeber des nächsten Gipfels sein wird, ist noch nicht gesichert: Seine Umfragewerte sind auf dem Tiefpunkt.

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