Bildergalerie: Oktober bis Dezember

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Bilder des Jahres 2012: Oktober bis Dezember

Flüchtlingsprotest in Berlin

Von Würzburg nach Berlin: Ende September haben sich Flüchtlinge auf den Weg gemacht. Nach 600 Kilometern erreichen sie Berlin und richten vor dem Brandenburger Tor ein Protestcamp ein. Die Flüchtlinge und ihre Unterstützer fordern die Anerkennung aller Asylsuchenden als politisch Geflüchtete, den Stopp aller Abschiebungen, die Aufhebung der sogenannten Residenzpflicht sowie die Abschaffung der Lagerunterbringung. | Bildquelle: picture alliance / dpa

Flüchtlingsprotest in Berlin

Von Würzburg nach Berlin: Ende September haben sich Flüchtlinge auf den Weg gemacht. Nach 600 Kilometern erreichen sie Berlin und richten vor dem Brandenburger Tor ein Protestcamp ein. Die Flüchtlinge und ihre Unterstützer fordern die Anerkennung aller Asylsuchenden als politisch Geflüchtete, den Stopp aller Abschiebungen, die Aufhebung der sogenannten Residenzpflicht sowie die Abschaffung der Lagerunterbringung.

Dirk Bach (Archivbild)

Am 1. Oktober stirbt der Komiker Dirk Bach mit 51 Jahren in Berlin. Bach war durch zahlreiche Theater- und Fernsehproduktionen bekannt geworden, unter anderem in seiner Rolle als "Der kleine Mönch".

Anhänger von Chavez

7. Oktober: In der venezolanischen Hauptstadt feiern die Anhänger des Präsidenten Hugo Chávez. Er wurde ungeachtet gesundheitlicher Probleme im Zusammenhang mit seiner Krebserkrankung für weitere sechs Jahre zum Präsidenten gewählt.

Euro-Finanzminister beim Start des ESM

Nach monatelangem Ringen um die Details geben die Finanzminister der Eurogruppe am 8. Oktober den Startschuss für den dauerhaften Euro-Rettungsschirm ESM. Vorausgegangen war am 12. September eine Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts. Es gab grünes Licht für die deutsche Beteiligung am ESM, verlangte aber eine Klarstellung zur Festschreibung der Haftungsgrenze für Deutschland. Maximal sollen über den ESM Hilfen in Höhe von 500 Milliarden Euro bereitgestellt werden. Deutschland haftet mit maximal 190 Milliarden Euro.

Kanzlerin und Samaras

Am 9. Oktober besucht Kanzlerin Merkel Athen. Ministerpräsident Samaras begleitet sie hier durch den Garten zum Treffen mit Staatspräsident Papoulias in dessen Amtssitz. "Ich wünsche mir, dass Griechenland in der Eurozone bleibt", sagt sie in ihrer Rede. In Athen herrscht während des Besuchs Ausnahmezustand: 7000 Polizisten sind im Einsatz. An die 50.000 Menschen sind auf den Straßen. Sie protestieren gegen den Sparkurs und Merkels Krisenstrategien. Es kommt auch zu Ausschreitungen.

Merkel-Graffito

Auch in den anderen südeuropäischen Krisenstaaten ist die Kanzlerin die Hassfigur, die stellvertretend für die Sparpolitik steht. Ein Graffito in der portugiesischen Hauptstadt Lissabon zeigt sie als Puppenspielerin. Ihre Marionetten sollen den portugiesischen Ministerpräsidenten Pedro Passos Coelho (links) und den Außenminister des Landes, Paulo Portes, darstellen.

Harry Valerien bei der Verleihung des Bayerischen Fernsehpreises 2004.

Er war ohne Zweifel einer der ganz großen Sportjournalisten in Deutschland. Harry Valérien berichtete seit 1952 von fast allen olympischen Spielen und moderierte 283 Mal "Das aktuelle Sportstudio". Am 12. Oktober stirbt Valérien mit 88 Jahren.

Stratosphärensprung von Felix Baumgartner

Höher, schneller, weiter - noch ein Rekord des Jahres 2012: Der Österreicher Felix Baumgartner zu Beginn seines Stratosphärensprungs aus 39 Kilometer Höhe am 14. Oktober. Mit einer Geschwindigkeit von bis zu 1324 Kilometern pro Stunde rast er auf die Erde zu und landet schließlich an einem Fallschirm wohlbehalten in der Wüste New Mexicos.

Wolfgang Menge

Am 17. Oktober stirbt der TV-Autor Wolfgang Menge. Menge begeisterte ein Millionenpublikum mit der Serie "Ein Herz und eine Seele" oder mit dem "Millionenspiel".

Der Grünen-Politiker Fritz Kuhn (Mitte) wird neuer Oberbürgermeister von Stuttgart.

Der Grünen-Politiker Fritz Kuhn (Mitte) wird am 21. Oktober zum Oberbürgermeister von Stuttgart gewählt. Er ist der erste grüne Oberbürgermeister einer Landeshauptstadt.

Lance Armstrong: Tour de France 1999

Lance Armstrong, hier bei der Tour de France 1999, wird am 22. Oktober wegen Dopings vom Welt-Radsportverband UCI lebenslang gesperrt. Die sieben Siege bei der Tour de France werden ihm aberkannt. Die Titel werden nicht neu vergeben.

Mahnmal für die Ermordung von Sinti und Roma

Reinhard Florian, ein KZ-Überlebender, steht am Rande des Wasserbeckens. Am 24. Oktober wird in Berlin, direkt neben dem Reichstag, das Denkmal für den NS-Völkermord an den Sinti und Roma eingeweiht.
"Eingefallenes Gesicht / erloschene Augen / kalte Lippen / Stille / ein zerrissenes Herz / ohne Atem / ohne Worte / keine Tränen."
Auf dem Rand des Beckens steht in englischer und deutscher Sprache das Gedicht "Auschwitz" von Santino Spinelli, eines 1964 geborenen italienischen Künstlers, der zur Volksgruppe der Roma gehört.

Streik in Südafrika

Streikende Minenarbeiter des AngloGold-Ashanti-Bergwerks in Carletonville, 84 Kilometer nordwestlich von Johannesburg in Südafrika. Monatelang gibt es in Südafrika wilde Streiks, in denen Minenarbeiter landesweit höhere Löhne fordern. Mitte August hatte die Polizei in der Marikana-Mine 34 streikende Bergarbeiter erschossen, das schlimmste derartige Massaker seit dem Ende der Apartheid 1994.

Silvio Berlusconi

Italiens langjähriger Ministerpräsident Silvio Berlusconi wird am 26. Oktober wegen Steuerbetrugs zu vier Jahren Haft verurteilt, wovon ihm allerdings drei Jahre erlassen werden. Berlusconi legt Berufung gegen das Urteil ein. Ob es vor der Verjährung der Vorwürfe rechtskräftig wird, ist ungewiss. Unmittelbar vor dem Urteil hatte er auf Drängen seiner Partei angekündigt, nicht erneut für das Amt des Ministerpräsidenten zu kandidieren. Doch im Dezember ändert er seine Meinung und kündigt ein Comeback an: mit einer erneuten Kandidatur für das Amt des Regierungschefs.

Folgen von Hurrikan "Sandy": Eine Straße in Santiago de Cuba ist mit Bauschutt versperrt.

Hurrikan "Sandy" wütet in der Karibik. Das Foto zeigt eine Straße in Santiago de Cuba am 27. Oktober. Nach Behördenangaben sterben in Kuba elf Menschen. Mehr als 130.00 Häuser werden beschädigt, 15.000 zerstört. Der Sturm trifft Haiti nicht direkt. Allerdings führt mehrere Tage hintereinander zu schweren Regenfällen. Im Süden des Landes treten Flüsse über die Ufer. Insgesamt kommen 52 Menschen ums Leben. In der Dominikanischen Republik müssen 30.000 Menschen in Sicherheit gebracht werden.

Hurrikan Sandy an der US-Ostküste

Von der Karibik zieht "Sandy" weiter an die US-Ostküste. In Atlantic City trifft er auf das Festland. In der Nacht vom 29. auf den 30. Oktober richtet "Sandy" in den Staaten der US-Ostküste und in New York schlimme Verwüstungen an. Der Strom fällt aus. Manhattan liegt im Dunkeln. Acht Millionen Menschen an der Ostküste sind ohne Strom, teilweise mehr als eine Woche lang. Mindestens 55 Menschen kommen ums Leben.

Obama in Brigantine, New Jersey

Am Ende eines eher zähen Wahlkampfs haben sich die Präsidentschaftskandidaten mit den Sturmschäden an der US-Ostküste auseinanderzusetzen. Barack Obama fährt in die Katastrophengebiete und kann mit einem guten Krisenmanagement punkten.

Barack Obama mit Familie

Wahltag am 6. November: Es sah im Vorfeld nicht immer gut aus, aber er hat es geschafft. Barack Obama wird für eine zweite Amtszeit als US-Präsident gewählt. Kurz nach Mitternacht Ortszeit betritt er mit seiner Familie die Bühne der Wahlparty in Chicago.

Mitt Romney

Der Kandidat der Republikaner, Mitt Romney, betritt die Bühne im Wahlkampfhauptquartier der Republikaner in Boston und erklärt seine Niederlage im Kampf um das Amt des US-Präsidenten ein.

Syrien Oppositionsbündnis

Syriens Opposition schließt sich am 11. November bei einem Treffen in Doha zur "Syrischen Nationalkoalition für Opposition und Revolutionäre Kräfte" zusammen. Zum Präsidenten der Plattform wird der islamische Prediger Ahmed Muas Al Chatib gewählt. Das Bündnis wird in den folgenden Wochen von mehr als 130 Staaten als legitime Vertretung des syrischen Volkes anerkannt. Der Bürgerkrieg in Syrien hält das ganze Jahr an. Präsident Assad geht mit militärischer Gewalt gegen seine Gegner vor. Laut UN-Schätzungen wurden in dem Konflikt bereits 40.000 Menschen getötet. Die Zahl der Flüchtlinge wird demnach bis Anfang 2013 auf 700.000 steigen.

Verwandte bei der Beerdigung eines palästinensischen Kleinkindes, das bei einem israelischen Angriff ums Leben kam

Vom 15. November an herrscht für mehrere Tage Krieg in Israel und den Palästinensergebieten. Die Bevölkerung auf beiden Seiten leidet: eine palästinesische Familie in Gazastadt begräbt ein Kind, das bei einem israelischen Angriff getötet wurde.

Ein Mann und eine Frau laufen eine Straße entlang

Angst und Schrecken auch in Israel. Mehrere Tage greifen die Palästinenser israelische Gebiete mit Raketen an. Die israelische Luftwaffe tötet daraufhin gezielt den Militärchef der Hamas, Ahmed al Dschabari. Drei Tage später wird die Regierungszentrale der Hamas zerstört. Am 21. November kommt eine Waffenruhe zustande. Insgesamt sterben 160 Menschen.

Grüne Göring-Eckardt Trittin Roth Özdemir

Die Parteispitze der Grünen auf dem dem Bundesparteitag am 17. November in Hannover: Katrin Göring-Eckart, Claudia Roth, Jürgen Trittin und Cem Özdemir (von links) Am 10.11. wurden Kartrin Göring-Eckardt (links) und Jürgen Trittin (Zweiter von rechts) in einer Mitglieder-Urwahl als Spitzenkandidaten für die Bundestagswahl 2013 bestimmt. Sehr zur Enttäuschung von Claudia Roth, die sich daraufhin ein ganzes Wochenende zurückzog und als sie wieder auftauchte den Begriff "Candystorm" prägte. Der überwältigende Zuspruch bestärkte sie, wieder als Parteivorsitzende zu kandidieren. Die Delegierten in Hannover geben ihr 88,5 Prozent der Stimmen. Cem Özdemir wird ebenfalls als Parteivorsitzender wiedergewählt.

Proteste auf dem Tahrir-Platz

Wie sich die Bilder gleichen: Vor zwei Jahren war der Tahrirplatz in der ägyptischen Hauptstadt Kairo ein Symbol des Widerstandes gegen das Regime Mubaraks. Ende 2012 entsteht in der Mitte des Platzes wieder ein Widerstandscamp. Am 22. November erlässt Präsident Mursi ein Dekret, wonach bis zur Verabschiedung einer neuen Verfassung keine Rechtsmittel gegen seine Entscheidungen zulässig sind. Richter treten aus Protest in einen Streik, Mursis Gegner strömen auf die Straßen. Aber auch die Muslismbrüder und andere Anhänger des Präsidenten versammeln sich in den folgenden Tagen immer wieder zu Massenkundgebungen mit Zehntausenden Teilnehmern. Das umstrittene Dekret nimmt der Präsident angesichts der anhaltenden Proteste wieder zurück. Er besteht allerdings auf der schnellen Volksabstimmung über den Entwurf einer neuen Verfassung, den die die Islamisten in der verfassunggebenden Versammlung im Alleingang verabschiedet hatten.

Larry Hagman

Seine Rolle als skrupelloser J. R. Ewing in der US-Fernsehserie "Dallas" machte ihn weltberühmt. Im Alter von 81 Jahren stirbt Larry Hagman am 23. November.

Formel-1-Pilot Sebastian Vettel

Formel-1-Pilot Sebastian Vettel fährt beim letzten Saisonrennen am 25. November in Brasilien zwar nur auf den sechsten Platz. Doch der reicht für den dritten Weltmeistertitel hintereinander.

Merkel wieder gewählt

Bundesparteitag der CDU in Hannover am 4. Dezember: Angela Merkel wird mit knapp 98 Prozent der Delegierten erneut zur Parteichefin gewählt. Ebenfalls in Hannover wählt die SPD am 9. Dezember Peer Steinbrück zum Kanzlerkandidaten und damit zum Herausforderer Merkels im Bundestagswahlkampf 2013.

Oscar Niemeyer

Eine ganze Stadt mitzugestalten ist nur wenigen Architekten vergönnt. Und so hat sich der Brasilianer Oscar Niemeyer mit zahlreichen Gebäuden in der Hauptstadt Brasilia sein eigenes Denkmal geschaffen. Viele seiner Bauten prägten das vergangene Jahrhundert. Am 05. Dezember stirbt der weltberühmte Architekt im Alter von 104 Jahren.

Ravi Shankar

Ravi Shankar, der das Zupfinstrument Sitar spielte, galt als der bekannteste zeitgenössische indische Musiker. Er unterrichtete den Beatle George Harrison und trat beim Woodstock-Festival auf. Am 12. Dezember stirbt der Musiker im Alter von 92 Jahren.

Taifun

Drei Menschen fahren hier auf einem voll beladenen Motorrad an einer verwüsteten Bananenplantage im Süden der Philippinen vorbei. Sie transportieren Baumaterial. Anfang Dezember fegt der Taifun "Bopha" über die Region. 10.000 Gebäude werden zerstört. An die 300.000 Menschen sind obdachlos. Mehr als 600 Menschen werden von dem Taifun getötet. Der Ernteschaden wird auf 210 Millionen US-Dollar geschätzt.

Nachtaufnahmen der Erde:

Die US-Raumfahrtbehörde NASA hat am 6. Dezember spektakuläre Nachtaufnahmen der Erde veröffentlicht. Der Orbiter "Suomi NPP" trägt das Abbildungssystem VIIRS (Visible Infrared Imaging Radiometer Suite), das die detailreichen Infrarot-Aufnahmen ermöglicht. 312 Erdumrundungen waren notwendig, um von jeden Teil der Erde eine klare Aufnahme zu bekommen. Dabei wurden 2,5 Terabytes Daten erhoben, aus denen ein Gesamtbild montiert wurde. Eklatant: die unterschiedliche Verteilung von künstlicher Beleuchtung auf der Erde.

Rompuy, Barroso, Schulz

Oslo am 10. Dezember: drei Vertreter der EU stehen auf dem Balkon des Grand Hotels ins Oslo und lassen sich von der Bevölkerung als Friedensnobelpreisträger feiern. Ratspräsident Rompuy, Kommissionspräsident Barroso und der Präsident des Europa-Parlaments Martin Schulz (von rechts) haben den Preis entgegen genommen.

Schießerei in Grundschule in Connecticut

Am 14. Dezember erschießt ein Amokläufer in Newtown im US-Staat Connecticut zunächst zu Hause seine Mutter und dann an der Sandy-Hook-Grundschule 20 sechs- und siebenjährige Kinder sowie sechs Erwachsene. Am Ende erschießt sich der Schütze selbst.

Barack Obama

US-Präsident Barack Obama fordert nach dem Massaker in Newtown ein entschiedenes Vorgehen gegen Gewaltkriminalität. "Diese Tragödien müssen aufhören. Und um sie zu beenden, müssen wir uns ändern", sagte Obama bei einer Trauerfeier für die Todesopfer in Newtown.
Die Bilder aus den anderen Quartalen finden Sie unten.

Peter Struck

Am 19. Dezember stirbt der frühere Verteidigungsminister und SPD-Politiker Peter Struck im Alter von 69 Jahren nach einem schweren Herzinfarkt.

Präsident Obama

US-Präsident Obama ist nach dem anstrengenden (Wahl-)jahr keine verlängerte Weihnachtsruhe vergönnt. Er muss seinen Urlaub auf Haiwaii abbrechen, um sich den Haushaltsstreit in Washington zu lösen.

Indien

Der Jahreswechsel in Indien steht unter dem Eindruck des Totes einer jungen Frau, die in der Folge einer Massenvergewaltigung getötet wurde. Am 16. Dezember wurde die 23-jährige Studentin von sechs Männern vergewaltigt und zusammengeschlagen. Am 29. Dezember erliegt sie den Verletzungen. In dem Land gibt es seitdem Demonstrationen und Unruhen. In Neu Delhi und anderen Städten werden Silvesterfeiern abgesagt. Der Künstler Harwinder Singh Gill hat in Amitsar eine kleine Skulptur geschaffen, mit der er Glück für das neue Jahr wünscht und den Schutz von Mädchen fordert.

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